Buy and hold

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Buy and hold (deutsch: Kaufen und behalten) ist eine Anlagestrategie, die darauf abzielt, Geldanlagen langfristig zu behalten. Dieser Ansatz betont sowohl die Abgrenzung zur (als kurzfristig verstandenen) Spekulation als auch zum (kurzfristigen, aber sicheren) Arbitragegeschäft.

Ökonomischer Hintergrund[Bearbeiten]

Ob man (z. B. mit Hilfe der Chartanalyse) tatsächlich Voraussagen über den weiteren Kursverlauf eines Wertpapiers machen kann, ist wissenschaftlich nicht erwiesen und umstritten. Vertreter der klassischen Finanzmarkttheorien (Effizienzmarkthypothese, Random Walk) stehen in krassem Gegensatz dazu. Folgt man ihren Überlegungen, so ist es nicht möglich, systematisch ein Alpha zu erzielen, also durch die Auswahl einzelner Wertpapiere bessere Anlageergebnisse zu erzielen als der Markt.

Da aber jede Transaktion Kosten verursacht, führt der Versuch, durch Käufe und Verkäufe den Markt zu schlagen, zu einem schlechteren Ergebnis als der Markt. Dies deckt sich auch mit der empirischen Feststellung, dass lediglich ein Drittel der Investmentfonds besser abschneidet, als der Markt.

Die Strategie[Bearbeiten]

Der Grundgedanke hinter der Strategie des „Buy and hold“ ist daher, einerseits im Sinne der Portfoliotheorie eine sinnvolle Streuung der Anlagen vorzunehmen, jedoch auf den Versuch zu verzichten, durch Umschichtung des Portfolios einen Zusatzertrag zu erwirtschaften (z. B. durch Stockpicking).

Man legt also eine Asset Allocation fest, nimmt aber innerhalb der jeweiligen Anlageklasse keine Umschichtungen im Portfolio vor.

Anlagehorizont[Bearbeiten]

Aufgrund der Transaktionskosten haben verschiedene Anlageklassen verschiedene Anlagehorizonte. Gemeint sind die Mindesthaltedauern, die sich ökonomisch aus den Transaktionskosten ergeben. Je höher die Transaktionskosten, desto länger muss der Anleger die Anlage halten, um noch Gewinne zu erzielen. So liegen die Kosten beim Erwerb von Geschlossenen Fonds, Immobilien oder Offenen Immobilienfonds sehr hoch, woraus sich ein langer Anlagehorizont ergibt. In diesen Anlageklassen überwiegt die Strategie des „Buy and hold“.