Camel (Zigarettenmarke)

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Camel Trophy Logo

Camel (englisch für ‚Kamel‘) ist eine Zigarettenmarke der Firma R. J. Reynolds Tobacco Company, heute Reynolds American. Das als Camel-Kamel bekannte Logo zeigt ein Dromedar, welches zur Familie der Kamele gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 1875 gründete Richard Joshua Reynolds, genannt R.J., die R. J. Reynolds Tobacco Company. 1883 wurden schon 110 Mitarbeiter beschäftigt und 1886 produzierte er nahezu 100 verschiedene Marken, vor allem Schnupf- und Kautabake. Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte der stetige Wandel zu den Rauchtabaken. Der populäre Pfeifentabak "Prince Albert" war die erste Mischung aus Virginia-, Burley- und Orienttabak und somit der Prototyp der American Blend.

Obwohl er wenig von der „neuen Mode“ Zigaretten hielt – zu dieser Zeit war „Fatima“ von Ligget & Myers die führende Marke –, entstand 1913 mit der ersten American-Blend-Zigarette „Camel“ das Reynolds-Produkt, das den Erfolg der Firma über Jahrzehnte sicherte. Reynolds setzte sich hinter American Tobacco (mit deren drei Jahre später kreierten Lucky Strike) an die zweite Stelle der erfolgreichsten Tabakkonzerne noch vor Philip Morris International. Bereits 1921 entstand der weltberühmte Werbeslogan „I'd walk a mile for a Camel“.

Camel war 1913 die erste Marke, die in 20er-Packungen statt den damals üblichen 5er- oder 10er-Packungen verkauft wurde; dies wurde von den meisten anderen Marken innerhalb kurzer Zeit übernommen [1]. Die Zigarette wurde von Anfang an stark beworben, speziell wegen ihrer Milde, die es erlaube, viele Zigaretten zu rauchen. Innerhalb kurzer Zeit erreichte Camel in den USA einen Marktanteil von 40 %[2]. John Wayne diente in der Camel-Werbung als Testimonial. Seit dem 27. August 1968 wurde von der Kölner Zigarettenfabrik Haus Neuerburg KG die Camel erstmals auf dem deutschen Markt und dann europaweit angeboten. Hierdurch konnte der unrentabel hohe Tabakzoll vermieden werden.

Seit Anfang der 1990er Jahre ist Camel außerhalb der USA eine Marke von Japan Tobacco International. Die Tabakmischung der nicht-amerikanischen Camel enthält weniger Orienttabak und einen höheren Anteil Burley.

Marketing[Bearbeiten]

Lotus-Honda mit Camel-Werbung 1988

1980 wurde mit der Camel Trophy eine von Camel organisierte und teilgesponserte rallyeähnliche Veranstaltung ins Leben gerufen. Bis zu ihrer Einstellung 1999 wurde jährlich eine Trophy ausgetragen.

In den 80er Jahren startete der Camel-Shop, ein Versandhandel für Outdoor-Ausrüstung und -Bekleidung.

Markenlogo

Seit dem Jahr 2001 besitzt Seidensticker die Master Lizenz an der Marke 'camel active', und vermarktet sie über die Tochtergesellschaft CMLC (Camel Active Master License Corporation) GmbH. So werden Camel-Shoes für 'camel active footwear' zum Beispiel von Gabor Shoes hergestellt und Uhren von Mondaine[3]. Ebenso wird mit dem Modelabel 'camel active' Bekleidung, Taschen und Brillen vermarktet.

Camel war einer der berühmtesten Sponsoren in der Motorradstraßen-WM. Es wurden unter anderem das Pramac Camel Pons Team in den Jahren 2004/2005 und Valentino Rossi im Werksteam von Yamaha 2006 gesponsert. Auch in der Formel 1 war man als Sponsor tätig. Bis 1993 war die Marke als Sponsor von Benetton, Williams und Lotus tätig.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Henry Hobhouse, Seeds of wealth. Four plants that made men rich, 2003 (ISBN 0-333-90355-2), S. 225f
  2. Henner Hess, Rauchen. Geschichte, Geschäfte, Gefahren, 1987 (ISBN 3-593-33807-6), S. 49; M. A. H. Russell, Nicotine intake and its regulation by smokers, in: Tobacco smoking and nicotine. A neurobiological approach, ed. by William R.- Martin u. a., 1987 (ISBN 0-306-42611-0), S. 26, 29f.
  3. http://www.mondaine.ch/assets/Uploads/PDF_camel/caGeschichte-der-MarkeD03-09.pdf

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Camel (cigarette) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien