Philip Morris International

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Philip Morris International Inc.
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Rechtsform Corporation
ISIN US7181721090
Gründung 1900
Sitz New York City, New York Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Mitarbeiter 77.300 (2009)[1]
Umsatz 27,2 Mrd. US-Dollar (2010)[2]
Branche Tabakwaren
Website www.pmi.com

Philip Morris International Inc.[3] ist der weltweit größte privatwirtschaftliche Hersteller von Tabakprodukten. Unternehmenssitz ist New York in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde Ende März 2008 durch eine Ausgründung vom bisherigen Mutterkonzern Altria Group herausgelöst.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit der Gründung im 19. Jahrhundert hat sich das Unternehmen zu einem Weltkonzern entwickelt. Philip Morris war ein Tabakhändler in der Londoner Bond Street und bot Zigaretten aus eigener Herstellung an. Er brachte Kutscher dazu, Gäste, die nach Zigaretten fragten, zu ihm zu fahren, indem er ihnen Geld dafür gab. Seine Erben wählten als neuen Hauptsitz New York City.

Philip Morris ist nach China National Tobacco Co. der größte Tabakhersteller der Welt. Heute beschäftigt Philip Morris International ca. 77.000 Mitarbeiter. Die Schwestergesellschaft Philip Morris USA, das führende amerikanische Tabakunternehmen, beschäftigt weitere 11.000 Mitarbeiter. Seit 2006 ist Louis C. Camilleri Chairman of the Board des Unternehmens. CEO ist seit 2013 André Calantzopoulos.

Marken[Bearbeiten]

Flaggschiff ist die Marke Marlboro, die meistverkaufte Zigarettenmarke der Welt. Zu den aktuellen Zigarettenmarken der Firma gehören:

Werbung für Muratti in einer Berliner Zeitschrift des Jahres 1902
  • Accord (US)
  • Alpine (US)
  • Apollo-Soyuz (Russland)
  • Assos (Griechenland)
  • Basic (International)
  • Belmont (Kanada)
  • Best (Serbien)
  • Bond Street (International)
  • Boston (Kolumbien)
  • Bristol (US)
  • Bucks (US)
  • Cambridge (US)
  • Canadian Classics (Kanada)
  • Caro (International)
  • Karo (D)
  • Champion (Philippinen)
  • Chesterfield (International)
  • Classic (Serbien)
  • Collector’s Choice (US)
  • Commander (US)
  • Daves (US)
  • Delicados (Mexiko)
  • Diana (Italien)
  • Dji Sam Soe 234, Sampoerna A (Lokale Marken der indonesischen Tochter Sampoerna)
  • Eve
  • English Ovals (US)
  • f6 (D)
  • Fajrant (International)
  • Fortune (Philippinen)
  • Hope (Philippinen)
  • Juwel (D)
  • L&M (International)
  • Lark (International)
  • Longbeach (International)
  • Marlboro (International)
  • Merit (International)
  • Moven Gold (Pakistan)
  • Multi De Luxe
  • Multifilter (International)
  • Muratti (International)
  • Next (International) (zu geringer Marktanteil deswegen Fusionierung mit Chesterfield)
  • Number 7 (Kanada)
  • Optima (Russland)
  • Papastratos (GR)
  • Parliament (International)
  • Peter Jackson (International)
  • Petra (Tschechische Republik, Slowakei)
  • Philip Morris (International)
  • Players (US)
  • Polyot (International)
  • Red & White (International)
  • Saratoga (US)
  • SG (International)
  • Sparta (CZ)
  • Start (International)
  • U Mild (Indonesien)
  • Vatra (International)
  • Virginia Slims (International)
  • Diana (ITA)

Kritik[Bearbeiten]

Nach Recherchen des Spiegels lässt Philip Morris International Inc. in Kasachstan Tabak anbauen, der teilweise auch von Minderjährigen geerntet wird. Dies verstoße gegen die Kinderrechtskonvention und kasachische Gesetze. Ebenfalls wird auf die schlechten Arbeitsbedingungen in Kasachstan hingewiesen. So würden die Plantagenarbeiter keine Schutzkleidung tragen, obwohl die Arbeit gesundheitsschädlich sei.[4]

PMI wurde für die von Greenpeace unterstützten Public Eye Awards nominiert, mit denen Konzerne ausgezeichnet werden, die sich laut den Initianten besonders verantwortungslos gegenüber Mensch und Umwelt verhalten. PMI sowie die Tabaklobby üben enormen Druck auf Regierungen im Süden aus. Allein durch die Ankündigung einer Klage gegen Uruguay hätte der Konzern die „Anpassung seiner Gesundheitspolitik an die Wünsche der Zigarettenindustrie“ erreicht. Mit dieser Klage bei der Weltbank stelle PMI „den Profit über die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums und versucht demokratische Entscheide der jeweiligen Länder auszuhebeln“.[5]

In seiner Sendung Last Week Tonight vom 15. Februar 2015 kritisierte Moderator John Oliver unter anderem die Geschäftspraktiken von Philip Morris International, da das Unternehmen mehrere Staaten weltweit (unter anderem Togo, Australien und Uruguay) verklagte, nachdem diese strengere Gesetze gegen Tabakkonsum verabschiedet hatten oder darüber diskutierten.[6] Einige Klagen von PMI waren erfolgreich, andere, wie in Australien, waren es nicht.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Philip Morris International Inc.: 2009 Annual Report (englisch; PDF; 7,3 MB)
  2. PHILIP MORRIS INTERNATIONAL INC. (PMI) REPORTS 2010 RESULTS (englisch)
  3. Company Overview. Philip Morris International, abgerufen am 2. März 2014.
  4. Philip Morris profitiert von Kinderarbeit in Kasachstan, in: Der Spiegel, 18. Juli 2010.
  5. Public Eye Awards 2011 – Philip Morris. Greenpeace Schweiz, 2011, archiviert vom Original am 30. August 2011, abgerufen am 2. März 2014 (auch als PDF, 204 KB).
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTobacco (HBO). 15. Februar 2015, abgerufen am 16. Februar 2015.