Canarie

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Der Canario (ital.) oder Canarie (franz.) ist ein Tanz, der im 16. und 17. Jahrhundert vor allem in Italien verbreitet gewesen ist. Der Tanz soll sich ursprünglich in Spanien entwickelt haben und aus einem Volkstanz der Ureinwohner der kanarischen Inseln hervorgegangen sein, daher auch der Name.

Der Canario war ein bewegter Tanz im 3/8- oder 6/8-Takt, der sich durch zahlreiche Sprünge auszeichnete. Während andere Tänze wie die Gaillarde und die Courante in der späten Renaissancezeit durch allgemein übliche Schrittfolgen geprägt waren, durfte beim Canario weitgehend frei improvisiert werden.

Choreographien für den Canario sind in den Büchern der italienischen Tanzmeister Cesare Negri, Fabritio Caroso und Livio Lupi di Caravaggio überliefert. Auch der Franzose Thoinot Arbeau beschreibt diesen Tanz in seiner Orchésographie. Vom Anfang des 18. Jahrhunderts sind einige Canarie-Choreographien in der Notation von Raoul-Auger Feuillet überliefert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Volker Saftien: Ars saltandi. Der europäische Gesellschaftstanz im Zeitalter der Renaissance und des Barock. Hildesheim 1994. ISBN 3-487-09876-8 S. 213-217.

Weblinks[Bearbeiten]