Cap de Creus

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Localització Cap de creus.png
Nördliche Bucht vor dem Cap de Creus

Das Cap de Creus [ˈkab də ˈkɾɛws] (auf Spanisch Cabo de Creus) bildet den östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel. Es liegt auf einer Halbinsel, die über 10 km weit in das Mittelmeer hineinreicht. Hier fallen die Ausläufer der Pyrenäen ins Mittelmeer, wobei sich der höchste Punkt der Halbinsel, der Sant Salvador Saverdera 670 m, über dem Meeresspiegel erhebt.[1] Das Cap de Creus bildet die nördliche Begrenzung des Golfes von Roses an der nördlichen Costa Brava, es grenzt an Roses und an El Port de la Selva und schließt die Ortschaften Cadaqués und Port Lligat ein.

Naturpark Cap de Creus[Bearbeiten]

Kloster Sant Pere de Rodes

Die Halbinsel Cap de Creus wurde durch das Gesetz 4/1998 zum Schutze des Cap de Creus im Jahre 1998 zum Naturpark erklärt.[2] Die Gesamtfläche des Naturparks beträgt 13.886 ha, wobei 3.073 ha Wasser- und 10.813 ha Landfläche geschützt sind. Zum geschützten Seebereich gehören die Gebiete Cap Gros, Punta de Cap de Creus und Cap Norfeu.

Die Landschaft am Cap de Creus wurde durch die Erosion der Tramuntana-Winde geprägt, so dass teilweise bizarre Felsenformationen entstanden sind. Das Gestein besteht aus Pegmatit und Schiefer.[3]

Im Naturpark Cap de Creus liegt das mittelalterliche Kloster Sant Pere de Rodes, in dem ein Informationszentrum über den Naturpark untergebracht ist.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Am Cap de Creus wachsen endemische Pflanzenarten wie der Strandflieder (Limonium geronense). Ebenfalls wachsen am Kap Baum-Wolfsmilch und Dorn-Tragant sowie Neptungras als Wasserpflanze. Die hier lebenden Tiere sind unter anderem der Mittelmeerlaubfrosch (Hyla meridionalis), die Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis) und der Zackenbarsch (Epinephelus guaza).

Der Leuchtturm[Bearbeiten]

Die Spitze des Kaps bildet die Punta de Cap de Creus mit einem Leuchtturm. Er wurde 1853 eingeweiht und liegt 78 m über dem Meer und leuchtet 34 Seemeilen weit.

Neben dem Leuchtturm steht eine ehemalige Polizeikaserne, die zur seeseitigen Grenzüberwachung diente. Heute befindet sich in diesem Gebäude ein Restaurant.[4]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Naturpark Cap der Creus ist eine beliebte Gegend zum Wandern. Hier beginnt der Fernwanderweg GR 11, der quer durch die Pyrenäen bis zur Atlantikküste verläuft. Der Wanderweg GR 92.1 führt von Palau-saverdera durch alle Ortschaften bis an das Kap.

Der Seebereich am Cap de Creus ist ein beliebtes Tauchgebiet unter Sporttauchern. Aufgrund der felsigen Landschaft werden die meisten Tauchplätze mit Booten aus Cadaqués, Roses, El Port de la Selva oder Port Lligat angefahren, nur an wenigen Plätzen ist ein Einstieg von Land aus möglich.

Galerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roger Büdeler: Rother Wanderführer Costa Brava. Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-4328-7, Seite 68 bis 69.
  2. Cristina Masanes Casaponsa, Susanne Engler: Cadaqués. Triangle Postals, 2004, ISBN 84-8478-141-0, Seite 129.
  3. Cristina Masanes Casaponsa, Susanne Engler: Cadaqués. Triangle Postals, 2004, ISBN 84-8478-141-0, Seite 130.
  4. Schwieriges Paradies. In: mare. Nr. 55, Mareverlag 2006, Seite 104.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cap de Creus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

42.3192861111113.3220722222222Koordinaten: 42° 19′ 9″ N, 3° 19′ 19″ O