Cass Elliot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mama Cass Elliot (* 19. September 1941 in Baltimore; † 29. Juli 1974 in London, England) war eine US-amerikanische Sängerin und Mitglied der Band The Mamas and the Papas.

Leben[Bearbeiten]

Sie wurde als Ellen Naomi Cohen in Baltimore geboren und wuchs in Washington, D.C. auf. Vor ihrem Highschool-Abschluss begann sie mit dem Singen und der Schauspielerei und ging nach der Schule, Anfang der 1960er Jahre, nach New York City, dem damaligen Zentrum der Folk-Musik. Sie sang in mehreren Folk-Bands, bis sie Mitte der 1960er John Phillips und seine Ehefrau Michelle sowie Denny Doherty kennenlernte. Gemeinsam gründeten sie die Band The Mamas and the Papas.

Die Band existierte zwar nur kurze Zeit, schuf aber die Flower-Power-Bewegung prägenden Hits wie California Dreamin’ und Monday, Monday. Cass Elliots Version von Dream a Little Dream of Me ist wohl die bekannteste Interpretation dieses Liedes. Nach der Geburt ihrer Tochter Owen Vanessa im Jahr 1967 und der Auflösung der Band 1968 versuchte sie sich an einer Solokarriere. It’s Getting Better und Make Your Own Kind Of Music sind ihre bekanntesten Solo-Hits. Neben den zwei Solo-Alben Dream A Little Dream (1968) und Bubble Gum, Lemonade & Something For Mama (1969) nahm sie 1970 ein Duett-Album mit Dave Mason auf, sang in TV-Shows zusammen mit John Denver, Johnny Cash und Julie Andrews und trug u. a. zu den Soundtracks für die Filme Pufnstuf (1970) und Doctors’ Wives (1971) bei.

1971 reformierte sich die Band, um ein letztes gemeinsames Album aufzunehmen, das dann allerdings weniger erfolgreich als die Vorgängeralben war. Auch die Solokarriere von Mama Cass geriet ins Stocken, was vor allem in Elliots Drogen- und Alkoholexzessen begründet lag.

Nach der endgültigen Trennung von The Mamas and the Papas sollte 1972 für den Neubeginn ihrer Karriere stehen. Es folgten drei weitere Soloalben: das nach ihr selbst benannte Album Cass Elliot (mit diesem Titel wollte sie ihr „Mama Cass“-Image hinter sich lassen), The Road is no Place for a Lady und der Konzertmitschnitt Don’t Call Me Mama Anymore. Erfolge in den Single- oder Albumcharts blieben allerdings aus.

In Europa hatte Elliot 1974 mit ihrer Soloshow großen Erfolg. Die Konzerte im London Palladium waren zwei Wochen lang ausverkauft, doch starb sie innerhalb dieses Zeitraums in der Wohnung des befreundeten Musikers Harry Nilsson an einem Herzinfarkt. Die Legende, sie sei an einem Schinken-Sandwich erstickt, hat sich bis heute erhalten, entspricht allerdings nicht der Wahrheit. Vielmehr hatte die seit ihrer Jugend stark übergewichtige Cass Elliot ihr Herz bei Versuchen, ihr Gewicht durch Schockdiäten zu reduzieren, so stark geschädigt, dass sie schließlich einer Herzschwäche erlag.

Ihre Tochter Owen Vanessa Elliott-Kugell ist ebenfalls Sängerin und tourt mit dem Beach-Boys-Musiker Al Jardine.[1]

Als Jonathan Harveys Coming-out-Theaterstück „Beautiful Thing“ 1996 zur Verfilmung anstand, entschied sich Regisseurin Hettie Mc Donald für einen Soundtrack aus insgesamt 15 Aufnahmen der Mamas & Papas. Mama Cass ist dort das Idol der Heranwachsenden Leah (gespielt von Tameka Empson), die Ausschnitte ihrer Lieder singt.

In den letzten Jahren erlebte ihr Song Make Your Own Kind Of Music durch die Mystery-Serie Lost unter deren Fans ein Revival, da er die zweite Staffel einleitete und später an verschiedenen Schlüsselszenen bezüglich der Figur Desmond Hume immer wieder auftauchte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beach-Boys-FAQ.