Cha Du-ri

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Cha Du-ri

Cha Du-ri (2010)

Spielerinformationen
Geburtstag 25. Juli 1980
Geburtsort Frankfurt am MainDeutschland
Größe 181 cm
Position Abwehr, Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1985–1987
1999–2002
Bayer 04 Leverkusen
Korea University
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2003
2002–2003
2002–2003
2003–2006
2006–2007
2007–2009
2009–2010
2010–2012
2012–2013
2013–
Bayer 04 Leverkusen
Arminia Bielefeld (Leihe)
Arminia Bielefeld Amateure (Leihe)
Eintracht Frankfurt
1. FSV Mainz 05
TuS Koblenz
SC Freiburg
Celtic Glasgow
Fortuna Düsseldorf
FC Seoul
0 0(0)
22 0(1)
3 0(1)
87 (12)
12 0(0)
61 0(3)
23 0(1)
31 0(2)
10 0(0)
40 0(0)
Nationalmannschaft
2001–2011 Südkorea 65 0(4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 18. Mai 2014
Koreanische Schreibweise
Hangeul 차두리
Hanja 車두리
Revidierte Romanisierung Cha Du-Ri
McCune-Reischauer Ch'a Turi
siehe auch: Koreanischer Name

Cha Du-ri (* 25. Juli 1980 in Frankfurt am Main, Deutschland) ist ein südkoreanischer Fußballspieler. Cha war ursprünglich Offensivspieler, kam aber wegen Schwächen im Abschluss seit 2006 vornehmlich in der Abwehr zum Einsatz.

Karriere[Bearbeiten]

Cha wurde als Sohn des damaligen Bundesligaprofis Cha Bum-kun in Frankfurt am Main geboren. Er verlebte seine Kindheit bis zum Alter von neun Jahren in Deutschland, wo er in Frankfurt und später in Leverkusen aufwuchs und auch mit dem Fußballspielen begann. Nach dem Karriereende seines Vaters kehrte die Familie 1989 nach Südkorea zurück.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Cha spielte im Universitätsteam als Student der renommierten Korea-Universität in Seoul Fußball, als der damalige koreanische Auswahltrainer Guus Hiddink in einem Testspiel zwischen der koreanischen Nationalmannschaft und dem Team der Korea-Universität auf Chas kraftvolle und aggressive Spielweise aufmerksam wurde. Cha hinterließ einen so guten Eindruck auf Hiddink, dass dieser ihn als einzigen Studenten und quasi Amateur ins Aufgebot des Mitgastgebers zur WM-Endrunde in Korea und Japan nominierte. Sein Länderspieldebüt feierte Cha im November 2001 gegen den Senegal.

Während der WM 2002 wurde er in vier Spielen eingesetzt und erreichte den vierten Platz mit Südkorea.

Cha Du-ri wurde vom koreanischen Nationaltrainer Dick Advocaat nicht für die WM 2006 in Deutschland nominiert, sondern nur auf die Abrufliste gesetzt.

Vereine[Bearbeiten]

Nach der für Korea erfreulich gut verlaufenden WM 2002 wagte Du-ri Cha den Sprung nach Europa, als er beim deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, wo bereits sein Vater spielte, unterschrieb. Da die Verantwortlichen bei Bayer ihn als Perspektivspieler sahen, der erstmal Spielpraxis benötige, wurde er sogleich an den Bundesligisten DSC Arminia Bielefeld ausgeliehen. Nach dem Abstieg der Arminia wurde Cha 2003 zunächst zu Eintracht Frankfurt, dem Ex-Klub seines Vaters, ausgeliehen, wo er in die Bundesliga aufstieg und 2005 fest verpflichtet wurde.

Nachdem Cha in den ersten zwei Jahren bei Frankfurt noch zum Stammpersonal gehörte, schaffte er es in der Saison 2005/06 nicht, sich dauerhaft einen Platz in der ersten Elf der Eintracht zu erkämpfen und kam meist nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus. Dies war auch ein Grund für seine Nichtnominierung durch Südkoreas Nationaltrainer Dick Advocaat für den WM-Kader 2006 in Deutschland.

2006 wechselte er ablösefrei zum Ligakonkurrenten 1. FSV Mainz 05. Für die Saison 2007/08 unterschrieb Cha beim damaligen Zweitligisten TuS Koblenz. Bis zum Ende der Saison 2008/09 spielte Cha für Koblenz. In den zwei Jahren bei der TuS fand er zu alter Stärke zurück und war Stammspieler. Im Juni 2009 unterzeichnete Cha einen Vertrag beim SC Freiburg, um in der kommenden Saison die Möglichkeit zu haben, in der 1. Bundesliga zu spielen. Sein einziges Saisontor für den SCF gelang ihm beim 1:0-Auswärtssieg gegen Schalke 04. Am Saisonende wurde sein Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen nicht mehr verlängert, da Cha nach der Geburt seines Kindes zurück nach Asien wollte.[1]

Dieser Plan wurde jedoch wieder verworfen und Cha unterschrieb einen Vertrag bei Celtic Glasgow in Schottland.[2] Für die Saison 2012/13 kehrte er in die Bundesliga zurück und schloss sich für zwei Jahre dem Bundesligaaufsteiger Fortuna Düsseldorf an.[3] Am 13. Februar 2013 wurde sein Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst, nachdem er einen ihm gewährten Sonderurlaub überzogen hatte.[4] Im März 2013 wechselte er zum FC Seoul, bei dem er einen Vertrag bis 2014 erhielt.[5]

Erfolge[Bearbeiten]

  • 4. Platz mit Südkorea bei der Fußballweltmeisterschaft 2002 in Korea / Japan
  • Aufstieg mit Eintracht Frankfurt in die Bundesliga 2005
  • DFB-Pokalfinale mit Eintracht Frankfurt 2006
  • Schottischer Pokalsieger 2011
  • Schottischer Meister 2012

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. kicker.de: Freiburg: Cha und Abdessadki gehen (21. Mai 2010)
  2. kicker.de: Du-ri Cha wechselt zu Celtic (28. Juni 2010)
  3. Fortuna Düsseldorf verstaerkt sich mit Du-Ri Cha auf fortuna-duesseldorf.de
  4. Vertrag mit Du-Ri Cha aufgelöst auf fortuna-duesseldorf.de
  5. Südkorea: Bis 2014 beim FC Seoul - Du-Ri Cha zurück in die Heimat
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Cha ist hier somit der Familienname, Du-ri ist der Vorname.