Charlotte Link

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Charlotte Link (* 5. Oktober 1963 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart.

Leben[Bearbeiten]

Charlotte Link wurde 1963 als Tochter der Autorin Almuth Link in Frankfurt am Main geboren. Ihr Abitur legte sie an der Christian-Wirth-Schule in Usingen ab. Weniger aus Familientradition – ihr Vater war Richter am Oberlandesgericht – vielmehr weil sie gegen Unrecht an Tieren vorgehen wollte, studierte sie sechs Semester lang Jura an der Universität Frankfurt.[1] Sie wechselte aber 1986 nach München zu den Fächern Geschichte und Literaturwissenschaft, die ihre literarische Arbeit unterfütterten.[1] An ihrem Erstlingswerk Die schöne Helena begann sie bereits mit 16 Jahren zu schreiben, sie konnte es dann mit 19 Jahren veröffentlichen.[2]

Sie wurde sowohl mit Gesellschaftsromanen als auch mit psychologischen Spannungsromanen in englischer Erzähltradition bekannt. Die Titel Sturmzeit, Wilde Lupinen und Die Stunde der Erben sind eine Trilogie, die neben anderen Werken vom ZDF für das Fernsehen in dem Fünfteiler Sturmzeit verfilmt wurde. Der Roman Am Ende des Schweigens wurde 2004 in der Kategorie Belletristik für den Deutschen Bücherpreis nominiert, ihr 2000 erschienener Roman Die Rosenzüchterin führte mehrere Wochen die Spiegel-Bestsellerliste an. Die Gesamtauflage ihrer Romane liegt bei über 20 Millionen.[3]

2014 erschien ihr Buch über die letzten Jahre ihrer an Krebs erkrankten Schwester Franziska, die sie während ihrer Krankheit begleitete.[4][5]

Charlotte Link lebt zurzeit mit ihrem Lebensgefährten in Wiesbaden.

Als aktive Tierschützerin engagiert sie sich für PETA und für Straßenhunde in der Türkei und in Spanien.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2007 erhielt Charlotte Link für ihr literarisches Werk die Goldene Feder.

Werke[Bearbeiten]

Romane:

Sturmzeit-Trilogie:

  • Sturmzeit, 1989
  • Wilde Lupinen, 1992
  • Die Stunde der Erben, 1994

Autobiographisch:

Jugendbuchreihe Reiterhof Eulenburg:

  • Die geheimnisvolle Spionin, 1990 / neu herausgegeben als: Mitternachtspicknick, 2010
  • Die Diamanten der schönen Johanna, 1990 / neu herausgegeben als: Diamantenraub, 2010
  • In der Falle der Tiermafia, 1990 / neu herausgegeben als: Gefährlicher Sommer, 2010
  • Schnee aus heiterem Himmel, 1991 / neu herausgegeben als: Mondscheingeflüster, 2010

Hörbücher[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Olaf Kutzmutz (Hrsg.): Bestseller. Das Beispiel Charlotte Link. Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel 2010, ISBN 978-3-929622-46-1.

Verfilmungen[Bearbeiten]

Titel Produktionsjahr Erstausstrahlung Sender
01 Die Sünde der Engel 1999 5. Juni 1999 ZDF
02 Sturmzeit - Teil 1 1999 13. Dezember 1999 ZDF
03 Sturmzeit - Teil 2 1999 15. Dezember 1999 ZDF
04 Sturmzeit - Teil 3 1999 17. Dezember 1999 ZDF
05 Sturmzeit - Teil 4 1999 19. Dezember 1999 ZDF
06 Sturmzeit - Teil 5 1999 20. Dezember 1999 ZDF
07 Das Haus der Schwestern 2001 10. März 2002 ZDF
08 Der Verehrer 2001 17. März 2002 ZDF
09 Der Vater meines Sohnes 2003 4. April 2004 ZDF
10 Das verräterische Collier 2004 18. April 2004 ZDF
11 Die Rosenzüchterin - Teil 1 2003 7. November 2004 ZDF
12 Die Rosenzüchterin - Teil 2 2003 8. November 2004 ZDF
13 Die Täuschung 2005 16. April 2006 ZDF
14 Am Ende des Schweigens 2006 26. Dezember 2006 ZDF
15 Der fremde Gast 2006 8. April 2007 ZDF
16 Das andere Kind 2012 2. Januar 2013 ARD

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Renate Wolff: Ein Kind schreibt sich erwachsen (Serie: Die Königinnen der Romanze). In: Bunte, ?/1987, S. 96 - 101.
  2. Interview mit Krimi Forum, Oktober 2006
  3. Stefan Locke: Die Frau mit der Formel., faz.net, 29. Dezember 2012, abgerufen am 29. Dezember 2012
  4. Sei doch einfach froh, dass Du atmen kannst. Interview mit Kerstin Rottman; Die Welt, 11. September 2014 (abgerufen am 28. September 2014)
  5. Was bedeutet der Tod Ihrer Schwester für Ihr Schreiben? Charlotte Link im Gespräch mit Katrin Heise; Deutschlandradio Kultur, Beitrag vom 3. September 2014 (abgerufen am 28. September 2014)