Christian August von Schleswig-Holstein-Gottorf

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Fürstbischof Christian August
Portal Grabkapelle im Lübecker Dom

Christian August von Schleswig-Holstein-Gottorf (* 11. Januar 1673; † 24. April 1726) war protestantischer Fürstbischof des Hochstifts Lübeck.

Leben[Bearbeiten]

Christian August war der jüngere Sohn des Herzogs Christian Albrecht von Holstein-Gottorf und seiner Ehefrau Friederike Amalie von Dänemark und Norwegen, der Tochter von König Friedrich III. von Dänemark. Da sein älterer Bruder dem Vater als Herzog Friedrich IV. von Holstein-Gottorf folgte, wurde Christian August aufgrund der Besonderheit der seit dem Westfälischen Frieden bestehenden Sekundogenitur des Hauses Holstein-Gottorf Fürstbischof von Lübeck mit Residenz im Eutiner Schloss. Nach dem Tod seines Vorgängers, Fürstbischof August Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf, kam es allerdings zu einer militärischen Auseinandersetzung um die Nachfolge, die zu Weihnachten 1705 in einer Belagerung und Besetzung von Schloss Eutin durch die Dänen gipfelte. Dabei wurde der dänische General Hartwig von Passow tödlich verletzt. Der Koadjutor der dänischen Partei, Prinz Karl von Dänemark, wurde durch diplomatisches Eingreifen der englischen Königin Anne sowie der Generalstaaten und nach Zusicherung einer Rente zur Aufgabe seines Anspruches gebracht, so dass Christian August die Nachfolge antreten konnte.[1]

Er war der Dienstherr des Baumeisters Rudolph Matthias Dallin, dem er mehrere Neu- und Umbauarbeiten übertrug.

Mit dem Tod seines älteren Bruders und wenig später auch dessen Ehefrau übernahm er zusätzlich die Regentschaft für dessen minderjährigen Sohn Herzog Karl Friedrich von Holstein-Gottorf.

Nachkommen[Bearbeiten]

Albertine Friederike

Christian August heiratete Albertine Friederike von Baden-Durlach (1682-1755), Tochter von Markgraf Friedrich Magnus. Der älteste Sohn Prinz Karl von Schleswig-Holstein-Gottorf folgte seinem Vater als erster im Amte des Fürstbischofs von Lübeck nach; er erlebte seinen eigenen Amtsantritt in Lübeck und Eutin jedoch nicht, da er sehr jung am 31. Mai 1726 in St. Petersburg verstarb. Er wurde mit seinen Eltern in der erst 1747 fertiggestellten Neuen fürstbischöflichen Grabkapelle des Lübecker Doms beerdigt. Der nächstälteste Sohn aus dieser Ehe, Prinz Adolf Friedrich, war zunächst ebenfalls Fürstbischof von Lübeck, wurde 1743 Kronprinz von Schweden und 1751 schwedischer König. Diesem folgte als Fürstbischof von Lübeck sein Bruder Friedrich August.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christian August of Holstein-Gottorp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eduard Vehse: Geschichte der kleinen deutschen Höfe seit der Reformation. 14. Teil: Die geistlichen Höfe, Band 4, Hamburg: Hoffmann & Campe 1860, S. 85
Vorgänger Amt Nachfolger
August Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf Bischof von Lübeck
1705–1726
Karl August von Schleswig-Holstein-Gottorf