Commons-based Peer Production

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert den ökonomischen Begriff Commons-based Peer Production. Weitere Bedeutungen der Abkürzung CBPP sind auf der Begriffsklärungsseite CBPP zu finden.

Commons-based Peer Production (deutsch: „Allmendefertigung durch Gleichberechtigte“) ist ein Vorschlag von Yochai Benkler, Professor an der Harvard Law School, zur Erweiterung der Neuen Institutionenökonomik. Demnach können weder die gängigen Theorien der neoklassischen Volkswirtschaftslehre, die auf dem Annahmen-Modell des Homo oeconomicus als rational und eigennützig handelndem Individuum basieren, noch Ansätze wie die Neue Institutionenökonomik erklären, weshalb nichtkommerzielle Phänomene wie Open-Source-Softwareentwicklung oder Wikipedia überhaupt möglich sind.

Benkler bezieht sich mit seiner Commons-based Peer Production speziell auf die Informationsökonomik und begreift diese ausdrücklich als Erweiterung, nicht als Ersatz für die etablierten Theorien. Ähnlich wie in den Theorien des deutschen Wirtschaftswissenschaftlers Axel Ockenfels werden dabei neben monetärem Entgelt auch soziopsychologische und hedonistische „Belohnungen“ einbezogen.

Entstehung des Begriffs[Bearbeiten]

In Coase's Penguin, or Linux and the Nature of the Firm beschreibt Benkler Peer Production als grundlegendes Phänomen der vernetzten Wissensökonomie.[1] In The Wealth of Networks geht er außerdem auf die sozialen und politischen Implikationen ein.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Benkler, Yochai (2005): Coase's Penguin, or, Linux and the Nature of the Firm. In: Ghosh, Rishab A. (Hg.): CODE. Collaborative Ownership and the Digital Economy. Cambridge, Mass.: MIT Press, S. 169–206. Online-Fassung.
  • Benkler, Yochai (2006): The wealth of networks. How social production transforms markets and freedom. New Haven Conn. u.a.: Yale University Press. Wiki zum Buch.
  • Siefkes, Christian (2008): Beitragen statt tauschen. Materielle Produktion nach dem Modell Freier Software. Neu-Ulm: AG SPAK Bücher. Wiki zum Buch.
  • Hilgers, D. / Müller-Seitz, G. / Piller, F. (2010): Benkler revisited – Venturing beyond the open source software arena?, ICIS Proceedings 2010, Paper 97, http://aisel.aisnet.org/icis2010_submissions/97.

Weblinks[Bearbeiten]

weitere Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Benkler (2005)
  2. Benkler (2006)