Döse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

53.8828555555568.67269444444443Koordinaten: 53° 52′ 58″ N, 8° 40′ 22″ O

Döse
Stadt Cuxhaven
Höhe: 3 m
Eingemeindung: 1905
Postleitzahl: 27476
Vorwahl: 04721

Döse (plattdeutsch Döös) ist ein Kurort an der niedersächsischen Nordseeküste und gehört zur Stadt Cuxhaven.

Lage[Bearbeiten]

Döse befindet sich westlich des zur Cuxhavener Kernstadt gehörenden Grimmershörn und ist einer der touristischen Schwerpunktregionen im Cuxland. Südwestlich grenzt Döse an Duhnen, südlicher Nachbarort ist Stickenbüttel. Östlich von Döse befindet sich die Grimmershörnbucht mit einem Grünstrand an der Elbe. Döse ist der nördlichste Ort Niedersachsens. Hier mündet die Elbe in die Nordsee, was durch das Seezeichen Kugelbake markiert wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Luftbild von Fort Kugelbake

Der Ort Döse entwickelte sich aus den Siedlungen Steinmarne und der Strichsiedlung, die am Beginn des 16. Jahrhunderts zusammenwuchsen. Im Jahre 1528 wurde eine gemeinsame Kapelle gebaut. Seit diesen Zeitraum setzte sich auch die Bezeichnung Döse durch, eigentlich eine Niederung, in der Torf gestochen wird. In der Mitte des 16. Jahrhunderts trennte sich Döse von der Mutterkirche in Altenwalde. 1584 wurde an die Kirche ein Chor angebaut, es war jetzt eine Pfarrkirche. Im Jahre 1816 wohnten 579 Einwohner in Döse. 1905 wurde Döse nach Cuxhaven eingemeindet, zu diesem Zeitpunkt lebten hier 2230 Menschen. Zwischen 1869 und 1879 entstand nahe dem Seezeichen Kugelbake an der strategisch günstigen Position der Elbmündung in die Nordsee das Fort Kugelbake, das heute das letzte erhaltene Artilleriefort der Marine an der deutschen Nordseeküste darstellt.

Bis 1937 gehörte Döse, wie Cuxhaven, zum Land Hamburg.

Ortsbild[Bearbeiten]

Döse wird einerseits durch Wohnbebauung, andererseits auch durch den Tourismus geprägt. Hier finden sich Hotels, Pensionen, Ferienappartementhäuser und Einrichtungen der Gastronomie. Döse gilt gemeinsam mit Sahlenburg als eher preisgünstig im Vergleich zum benachbarten Duhnen. Mit dem Kurpark, in dem auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, erfüllt Döse innerhalb Cuxhavens eine touristische Zentrumsfunktion.

Verkehr[Bearbeiten]

Döse wird durch die Hauptstraße Strichweg in Ost-West-Richtung erschlossen. Der öffentliche Verkehr wird durch Busse bewerkstelligt, die auch den Anschluss an den nächsten Bahnhof im Zentrum Cuxhavens herstellen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Herausgegeben von Christiane Seger-Glocke, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt - Veröffentlichung des Instituts für Denkmalpflege - Band 19, Landkreis Cuxhaven, bearbeitet von Doris Böker, Verlag CW Niemeyer, Hameln, 1997, ISBN 3-8271-8259-X, Seite 172 bis 179

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Döse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien