Cuxhaven

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Cuxhaven (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Cuxhaven
Cuxhaven
Deutschlandkarte, Position der Stadt Cuxhaven hervorgehoben
53.86178.69406666666672Koordinaten: 53° 52′ N, 8° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 161,91 km²
Einwohner: 48.325 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 298 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 27472, 27474, 27476, 27478
Vorwahlen: 04721 … 04724
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 011
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
27472 Cuxhaven
Webpräsenz: www.cuxhaven.de
Oberbürgermeister: Ulrich Getsch (parteilos)
Lage der Stadt Cuxhaven im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
Über dieses Bild
Die Kugelbake, altes Seezeichen

Cuxhaven (plattdeutsch Cuxhoben) liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee. Cuxhaven, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen, zählt mit 49.093 Einwohnern (Zensus 2011)[2] nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz zu den großen selbständigen Städten. Die Stadt gehört zu den Metropolregionen Bremen/Oldenburg und Hamburg.

Cuxhaven zählt zu den größten Fischereihäfen in Deutschland. Bis Ende 2008 befand sich hier die Schiffsmeldestation für Hamburg und für den Nord-Ostsee-Kanal. Im Nordseeheilbad Cuxhaven ist der Kurbetrieb und Tourismus ebenfalls von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Hafensiedlung Cuxhaven und das Amt Ritzebüttel, das auf dem heutigen Gebiet der Stadt Cuxhaven lag, gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1937 zu Hamburg. Nordwestlich vor Cuxhaven liegen im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer die zu Hamburg gehörenden Nordseeinseln Neuwerk, Nigehörn und Scharhörn.

Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake. Das hölzerne Seezeichen markiert an der Elbmündung den Übergang von der Unter- zur Außenelbe und damit die Grenze für die Binnenschifffahrt. Sie ist auch das Motiv des Wappens der Stadt.

Geographie[Bearbeiten]

Blick von der Nordsee, mit langem Sandstrand
Blick von der Nordsee, mit Kugelbake links auf der Landspitze
Die Kurgebiete

Geographische Lage[Bearbeiten]

Cuxhaven liegt an der nördlichsten Spitze Niedersachsens und ist an zwei Seiten von Wasser umgeben. Diese geographische Lage verleiht der Stadt für den Tourismus einen besonderen Reiz, beschert ihr aber hinsichtlich der wirtschaftlichen Verbindung zum Hinterland auch besondere Probleme.

Höchste Erhebung im Stadtgebiet ist die „Altenwalder Höhe“ (37,5 m ü. NN).

Bedingt durch die Randlage und die historische Zugehörigkeit der Stadt zu Hamburg entwickelten sich zwei Wirtschaftsschwerpunkte: die Fischerei und der Tourismus. Cuxhaven umfasst neben der Kernstadt eine Reihe eingemeindeter Dörfer, die sich auf einer vergleichsweise großen Fläche verteilen. Während sich vom alten Cuxhavener Zentrum um das Lotsenviertel und Schloss Ritzebüttel ausgehend der Hafen entwickelte, bilden die westlich etwas abseitig von diesem Zentrum gelegenen, zum Stadtgebiet gehörenden Kurorte Döse, Duhnen und Sahlenburg den Schwerpunkt des Fremdenverkehrs.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Amt Ritzebüttel der Freien Hansestadt Hamburg 1815–1937
Stadtplan von Cuxhaven, 1910
Schiffe im Hafen, 1928
Die Kugelbake, 1880

Während Urnenfunde und ein auf 4000 v. Chr. datiertes Großsteingrab eine lange Siedlungsgeschichte des Landstrichs belegen, ist die Stadt Cuxhaven im Vergleich zu anderen Städten Deutschlands noch relativ jung.

Der Name Cuxhaven geht auf das Wort koog zurück, eine niederdeutsche und skandinavische Bezeichnung für eingedeichtes Land: 1530 und 1570 wurden zwei Köge eingedeicht, die im 17. Jahrhundert noch erweitert wurden, dann aber durch den Elbstrom bis 1785 wieder völlig verloren gingen. Nach ihnen wurde der dort angelegte Hafen benannt.[3] Historische Namensformen waren Kuckshafen (1570), Kukeshaven (1577), Kuxhaven (1594), sowie um 1700 Koogshaven.

1394 traten die Herren Lappe das Schloss Ritzebüttel an Hamburg ab. In den folgenden Jahrhunderten war Ritzebüttel ein hamburgischer Stützpunkt gegen die Piraterie und ein Schutzhafen.

Der Flecken Ritzebüttel wurde am 4. Dezember 1872 mit der Hafensiedlung Cuxhaven zur hamburgischen Landgemeinde Cuxhaven vereinigt.

Nach der Reichseinigung wurde Cuxhaven auch militärisch bedeutsam. 1883 wurden die ersten Marineeinheiten stationiert, das Fort Kugelbake und weitere Küstenfestungen sollten die Zufahrt zum neuen Nord-Ostsee-Kanal kontrollieren.

In der zivilen Schifffahrt war ab 1889 eine Anlage der Hamburg-Amerika-Linie bedeutsam, von der nicht nur Linienverkehr über den Atlantik führte, sondern auch 1891 auf der Augusta Victoria die erste Kreuzfahrt der Welt startete.

Mit der Eingemeindung von Döse (1905) war eine Einwohnerzahl von 10.000 erreicht. Am 15. März 1907 erhielt Cuxhaven die Stadtrechte. (Zur Geschichte Ritzebüttels von 1394 bis 1937 siehe dort.) Im Ersten Weltkrieg flogen britische Luftstreitkräfte von provisorischen Flugzeugträgern aus und mit Unterstützung von der Royal Navy den so genannten Weihnachtsangriff (25. Dezember 1914), um vor allem die Marinebasis in Cuxhaven und die Luftschiffe und Hangars auf dem Fliegerhorst Nordholz zu treffen. Wegen ungünstigen Wetters und vorzeitiger Entdeckung und Abwehr blieben die Schäden gering; die Flieger zogen ab und warfen auf dem Heimflug weitere Bomben auf Wilhelmshaven, Norderney und deutsche Kriegsschiffe auf See.

Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 ging Cuxhaven von Hamburg an die preußische Provinz Hannover über. Hamburg behielt sich aber einige Rechte an den Häfen vor. So waren bis zum 1. Januar 1993 der Amerika-Hafen und das Steubenhöft hamburgisches Eigentum, obgleich sie zum Cuxhavener Stadtgebiet gehören. Eine Revierwache der Hamburger Wasserschutzpolizei befindet sich noch immer in Cuxhaven.

1969 gingen die Inseln Neuwerk und Scharhörn zusammen mit Wattflächen wieder in den Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg über[4], die plante, dort einen Tiefwasserhafen anzulegen. Niedersachsen erhielt im Gegenzug kleinere Flächen für die Erweiterung des Cuxhavener Fischereihafens. Am 28. Oktober 2005 unterzeichneten der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche und der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall im Hamburger Rathaus den Staatsvertrag zur Aufhebung der Containersperrklausel. Damit wurde der Weg für eine unbeschränkte Weiterentwicklung des Cuxhavener Hafens freigemacht.

Zwischen 1945 und 1964 wurden in der Nähe von Cuxhaven diverse Raketenexperimente durchgeführt (siehe auch: Raketenstarts in Cuxhaven).

Bis 1977 war Cuxhaven eine kreisfreie Stadt; heute gehört sie zum neugebildeten Landkreis Cuxhaven und ist Sitz der Kreisverwaltung. Ihre heutige Fläche von 162 km², mit ca. 21 km Ost-West- und 14,5 km Nord-Süd-Ausdehnung, erreichte die Stadt durch zahlreiche Eingemeindungen zwischen 1935 und 1972.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

1970 bis 1972

Am 1. Juni 1970 wurden die Gemeinden Holte-Spangen und Sahlenburg eingegliedert. Am 1. Februar 1971 kam Berensch-Arensch hinzu. Altenbruch, Altenwalde und Lüdingworth folgten am 1. Juli 1972. Alle diese eingemeindeten Orte stammen aus dem Landkreis Land Hadeln.[5]

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1992 1997 2000 2005 2010 2011 2012
Einwohner 44.015 44.564 55.663 56.360 54.246 53.391 52.095 50.492 50.055 48.657

(1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils ohne die später eingemeindeten Orte, mit diesen: 1961: 56.478 Einwohner, 1970: 59.642 Einwohner[5]; ab 1987 jeweils am 31. Dezember[6])


Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Rat der Stadt Cuxhaven besteht (entsprechend der gesetzlichen Vorgabe für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 50.001 und 75.000) aus 42 Mitgliedern.[7] Sie werden bei der Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 30. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Stadtrat ist außerdem der Oberbürgermeister Ulrich Getsch (parteilos).

Die letzten Kommunalwahlen ergaben das folgende Ergebnis:

Sitzverteilung:
Kommunalwahl
CDU SPD Die
Cuxhavener
FDP Grüne LINKE
Fraktionslos Gesamt
9. September 2001 19 16 2 2 2 1 42 Sitze
10. September 2006 16 14 3 3 3 1 40 Sitze
11. September 2011 14 15 7 1 4 1 42 Sitze

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Hauptamtlicher Oberbürgermeister der Stadt Cuxhaven ist Ulrich Getsch (parteilos). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 wurde er mit 37,62 % der Stimmen gewählt. Seine Gegenkandidatin Susanne Puvogel (SPD) erhielt 37,01 %, der Kandidat der Wählergemeinschaft Cuxhavener Rüdiger Kurmann erhielt 25,37 %.[8] Getsch trat sein Amt am 1. November 2011 an und löste den bisherigen Amtsinhaber Arno Stabbert ab, der nicht mehr kandidiert hatte.

Bisherige Amtsinhaber

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt zeigt die schwarze Kugelbake, deren Fuß vom Wasser umspült wird, in einem mit einer Mauerkrone mit drei Zinnen belegten goldenen Schilde.[9]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Stadt Cuxhaven ist weiß-rot längsgestreift mit dem Stadtwappen in der Mitte. Die Farben der Stadt sind weiß-rot.[9]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1987 bestand eine Städtepartnerschaft mit Nuuk, der Hauptstadt von Grönland. Aufgrund einer Gebiets- und Verwaltungsreform in Nuuk wurde sie im März 2011 beendet.[10]

Städtefreundschaften[Bearbeiten]

Die Hapag-Hallen
Der alte Wasserturm
Der „Hamburger Leuchtturm” in Cuxhaven
Das Ringelnatzmuseum in Cuxhaven
Das U-Boot-Archiv in Cuxhaven Altenbruch

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Historische Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Fischereimuseum[Bearbeiten]

Das Fischereimuseum Cuxhaven befindet sich im historischen Umfeld des Fischumschlags des Fischereihafens. Hier zeigen private Museumsmacher in zwei ehemaligen Fischverarbeitungshallen und dem darüber liegenden Salzboden einen umfassenden Überblick über 100 Jahre Fischereigeschichte Cuxhavens. Schwerpunkte dabei sind auf der einen Seite der Fang, also die Geschichte der Hochseefischerei mit ihren Hochseeschiffen bis zu den kleinen Kutterfischern mit den kleinsten „Nussschalen“, zum anderen die darauf folgende Fischverarbeitung. Das Museum gibt auch Aufschluss über den Aufstieg und Fall Cuxhavens als Fischereistandort und die Verbindung zwischen Fischer und Lotsen.

Fort Kugelbake[Bearbeiten]

Das Fort Kugelbake ist eine historische Marinefestung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (eine Besichtigung ist nur mit Führung möglich). Hier findet seit 2009 das Störtebeker Freilichttheater statt.


Schneidemühler Heimatstuben[Bearbeiten]

Die Schneidemühler Heimatstuben zeigen Archivmaterial der Stadt Schneidemühl in Hinterpommern.

Stadtmuseum[Bearbeiten]

Das Stadtmuseum ist eine Sammlung zur Geschichte der Schifffahrt, des Hafens sowie des Bürgermilitärs in Ritzebüttel und der Bürgerkultur des 19. Jahrhunderts. Eine Zeitreise von der Kaiserlichen Marine zur heutigen Bundeswehr.

U-Boot-Archiv[Bearbeiten]

Das U-Boot-Archiv in Altenbruch zeigt Fotos, Literatur und einigen Ausstellungsstücken zur Entstehungsgeschichte der U-Boote.

Wrackmuseum[Bearbeiten]

Das Wrackmuseum zeigt viele kleine, alltägliche und große Gegenstände von gesunkenen Schiffen und gibt so Aufschluss über Schicksale vieler Schiffe und der mit ihnen versunkenen Menschen. Filme über Tauchgänge und Bergungen sowie eine große Karte mit Markierungen der 3000 bis 4000 bekannten und vermuteten Schiffswracks der Deutschen Bucht runden den Innenbereich ab. Im Außengelände ist neben Ankern, Schiffspropellern, Planken und anderen großen Wrackteilen auch ein komplettes kleines U-Boot zu sehen, das im Zweiten Weltkrieg unter dem Namen „Hai“ bekannt war. Grundlage des kleinen Museums ist die Privatsammlung von Peter Baltes. Das Wrackmuseum ist seit Februar 2013 geschlossen.

Cuxhavener Kunstverein[Bearbeiten]

Der Cuxhavener Kunstverein widmet sich nach seiner Satzung der Erschließung, Darstellung und Förderung qualifizierter zeitgenössischer bildender Kunst sowie deren Vermittlung.

Schloss Ritzebüttel[Bearbeiten]

Das Schloss Ritzebüttel, das zum Teil noch aus dem 14. Jahrhundert stammt, gehört zu den ältesten erhaltenen Profanbauten der Norddeutschen Backsteingotik in der Region und ist heute für Besucher zugänglich. Die Verteidigungsanlagen des Schlosses wurden im Laufe der Jahrhunderte weitgehend abgebrochen und sind heute nur als Fragmente im Schlossgarten zu erkennen.

Hapag-Hallen[Bearbeiten]

Die Hapag-Hallen sind eine historische Auswanderungsanlage in Cuxhaven. Sie werden noch gelegentlich mit dem dortigen Amerika-Bahnhof zur Abfertigung von Kreuzfahrtpassagieren genutzt.

Feuerschiff Elbe 1[Bearbeiten]

Das Feuerschiff Elbe 1 war das letzte Feuerschiff in der Elbmündung. Da das Schiff noch seetüchtig ist, fährt es auf Einladungen mit Gästen zu verschiedenen Festen an der Nordseeküste. Auf Wunsch kann die kleine Offiziersmesse auch als Standesamt genutzt werden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Die Kirchtürme in Altenbruch
Die St.-Gertrud-Kirche in Döse
Die westlichste Gemeinde des alten Landes Hadeln beheimatet einen der sogenannten Bauerndome der Gegend. Die romanische Feldsteinkirche mit ihren Doppeltürmen (eine Spende reicher Altenbrucher Schwestern) stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Kirchturm befand sich früher das Hadelner Landesarchiv mit dem Landessiegel. Dieses Siegel zeigte den heiligen Bischof Nikolaus, den Schutzpatron des Landes Hadeln. Er war also schon die Wappengestalt des Landes Hadeln, so wie er es heute für den Landkreis Cuxhaven ist.
1727 wurde die Kirche als Backsteinrohbau erneuert. Kunsthistorisch bedeutend sind die gotischen Altarschreine aus dem 15. Jahrhundert. Im Chor von 1710 und im Altarraum befinden sich Priechen, mit Rankenwerk und Wappen geschmückte logenartige Pastoren- und Patronatssitze. Als um 1650 der bekannte Bildschnitzer Jürgen Heitmann der Jüngere von Holstein nach Otterndorf kam, schuf er auch für diese Kirche verschiedene Werke, so die stupsnasigen Puten und den Holzaufsatz des Taufkessels.
Mit über 500 Jahren beheimatet diese Kirche eine der ältesten Orgeln Europas. Ihre Ursprünge gehen auf die Jahre 1497/98 zurück, als der Orgelbauer Johannes Coci den Grundstein legte. In den Jahren 1727/28 von Johann Hinrich Klapmeyer, einem Schüler des bekannten Orgelbauers Arp Schnitger, gründlich umgebaut, zeigt sie noch heute im Wesentlichen seine Arbeit.
  • Cuxhaven:
    • Emmauskirche, evangelische Kirchgemeinde
    • Die evangelische Gnadenkirche wurde 1961 im Stil der Zeit neben der Süderwischschule erbaut und 2008 umgebaut.
    • Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1900 als St. Michael errichtet. Sie ist die älteste römisch-katholische Kirche, erbaut im neugotischen Stil. Bis 1924 war sie katholische Garnisonkirche.
    • St. Marien ist eine römisch-katholische Pfarrkirche, die 1964 im Stil der Zeit erbaut wurde.
    • St. Petri ist eine evangelische neugotische Kirche im baltischen Stil, die 1911 als Marinegarnisonkirche eingeweiht wurde. Altar, Kanzel und Orgel mit Chorempore im Altarraum sind übereinander angeordnet. 1948 wurde sie Gemeindekirche; 1950 erhielt sie ihren Namen.
  • Döse: St. Gertrud zu Döse ist eine evangelische neugotische, einschiffige Backsteinkirche, die nach Plänen von Kirchenpauer 1886 entstand. 1452 wurde eine Kapelle buten den Dieks in Steinmarne (Döse) urkundlich erwähnt. Von 1526 bis 1530 umgebaut, erhielt sie 1534 den Namen St. Gertrud. 1866 wurde sie abgerissen. Die Orgel stammt von 1887, der neue Kirchturm von 1965.
  • Groden: Die evangelische, nach dem Schutzheiler St. Abundus benannte einschiffige Saalkirche wurde um 1200 aus Feldsteinen erbaut. Sie war bis ins 19. Jahrhundert die Kirche des alten Hamburgischen Amtes Ritzebüttel. Der polygonale Chor aus Backsteinen stammt von 1868, als auch die Seitenwände erhöht wurden. Markant ist der wuchtige, rotsteinsichtige Westturm mit einem barocken Helm. Das zweigeschossige Altarretabel von 1640 hat gewundene Säulen. Die polygonale Kanzel stammt von 1688. Erhalten sind mehrere Epitaphien sowie Votiv- und Pastorengemälde aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und Grabsteine aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
  • Lüdingworth: Die St.-Jacobi-Kirche wurde vor 1200 auf einer Dorfwurt als romanische Feldsteinkirche errichtet. Sie gehört zu den bekannten Bauerndomen des Hadelner Landes. Der Chorraum wurde 1609 fertiggestellt, der Backsteinturm kam im 17. Jahrhundert hinzu. Der Lüderskooper Altar, ein gotischer Flügelaltar von 1420 bis 1430, ist der älteste des Hadelner Landes. Das Hauptaltarbild mit den gewundenen Säulen und den Knopelornamenten stammt von 1665, ebenso die drei Epitaphe und der Engel des Jüngsten Gerichts aus der Werkstatt von Jürgen Heydtmann aus Otterndorf. Michael Rinkmaker, ebenfalls aus Otterndorf, schuf 1607 die Kanzel.
Als gutes Beispiel für die Orgelbaukunst des Frühbarocks gilt die von Antonius Wilde 1598/99 gebaute Orgel. Arp Schnitger und sein Thüringer Geselle Andreas Weber erweiterten die Orgel 1682–83 um zwei Pedaltürme und das Rückpositiv. In diesem Zustand ist sie noch weitgehend erhalten. 1982 und 1999 restaurierte sie der Orgelbaumeister Jürgen Ahrend (Leer-Loga).
  • Ritzebüttel: Die Ritzebütteler Martinskirche, eine Chorturmkirche, wurde von 1816 bis 1819 aufgrund einer Initiative des Amtmanns Abendroth als Bethaus im klassizistischen Stil erbaut. Das Altarkreuz ließ Samuel Friedländer, ein Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde, anfertigen. Es dokumentiert damit christlich-jüdisches Zusammenleben in der damaligen Zeit.[11]
  • Sahlenburg: St. Johannes, evangelische Kirchgemeinde

Windsemaphor[Bearbeiten]

Semaphor am 6. Oktober 2004

Am Hafen befindet sich die Alte Liebe sowie der sogenannte Windsemaphor "B/H". Dieses Gerät aus dem Jahr 1884 zeigt den in die Nordsee ausfahrenden Schiffen die jeweiligen Windrichtungen und -stärken auf den Inseln Borkum "B" und Helgoland "H" an.

Wasserturm[Bearbeiten]

Der Wasserturm (siehe Foto oben rechts), zwischen Kaemmererplatz und dem Bahnhof gelegen, gilt als das heimliche Wahrzeichen der Stadt. 1897 gebaut, versorgte er bis zum Jahr 2004 die Cuxhavener Haushalte mit dem nötigen Wasserdruck. Im Laufe der 1960er Jahre wurden in Döse und Sahlenburg immer höhere Häuser gebaut (Ferienappartements), die mit Druckerhöhungsanlagen ausgestattet werden mussten, da der Gefälledruck des Wasserturms für die oberen Etagen nicht ausreichte. 2004 wurde der Wasserbehälter vom Netz genommen. Seitdem wird das Wasser aus dem Neubau des Cuxhavener Wasserwerks am Drangstweg mit Pumpen durch das Leitungsnetz befördert. Der Wasserturm befindet sich seit Oktober 2013 in Privatbesitz.

Friedrich-Clemens-Gerke-Turm[Bearbeiten]

Blick vom Friedrich-Clemens-Gerke-Turm

In Cuxhaven befindet sich der 230 Meter hohe Friedrich-Clemens-Gerke-Turm, ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Fernmeldeturm der Telekom. Er dient dem Richt- und Mobilfunk, nicht aber der Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen.

Sendemast Holter Höhe[Bearbeiten]

Auf der Holter Höhe wurde von 1959 bis 1961 von der damaligen Deutschen Bundespost ein Sendemast für Richtfunkdienste und Seefunkdienste im UKW-Bereich errichtet, der am 1. April 1961 den Sendebetrieb aufnahm. 1963 erhielt dieser Sendemast einen Glasfaser-Zylinder für die Verbreitung des Fernsehprogramms des ZDF auf der Spitze, wodurch dieser Mast seine heutige Höhe von 119 Metern bekam.

1977 erwarb der Norddeutsche Rundfunk eine Teilparzelle auf dem Postgrundstück und stellte dort Sender für das Erste und Dritte Fernsehprogramm sowie für UKW-Hörfunkprogramme auf.

Funkturm im Hafen[Bearbeiten]

Im Hafengebiet befindet sich ein 120 Meter hoher Funkturm des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA)[12], der als Fachwerkkonstruktion mit dreieckigem Querschnitt ausgeführt ist. Dieses Amt ist u. a. zuständig für die Seezeichen im Bereich der Außenelbe und im südlichen Teil des Nord-Ostsee-Kanals, für die genaue Positionierung von Schiffswracks sowie für die Weiterleitung diesbezüglicher Informationen durch gedruckte und per Langwelle gesendete Meldungen. Es besitzt ferner große eigene Schiffe, darunter die MS „Küstenwache“.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

  • Altenwalder Heidelandschaft
  • Bürgerpark Altenwalde
  • Bürgerpark Altenbruch
  • Kurpark
  • Schlosspark
  • Brockeswalde

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Zwei Seehunde auf dem Medemgrund,
Cuxhaven im Hintergrund

Musik[Bearbeiten]

In Cuxhaven beheimatet sind u. a. der Cuxhavener Shantychor, der Cuxhavener Lotsenchor, die Sohl’nborger Büttpedder und der Seemannschor Elbe 1. Alle Chöre treten im Sommer regelmäßig auf Kurkonzert-Veranstaltungen auf.

Seit 2005 wird in Cuxhaven jährlich das Rockfestival Deichbrand veranstaltet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Bedingt durch den Kurbetrieb gibt es in Cuxhaven zahlreiche Veranstaltungen, die jedes Jahr stattfinden:

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Zu den kulinarischen Spezialitäten gehören die sogenannten Krabben, bei denen es sich tatsächlich um Garnelen handelt, die zunächst meist mühsam von Hand gepult werden müssen, sowie verschiedene Fischarten, die in der Nordsee gefischt werden und sowohl frisch als auch geräuchert in den Handel kommen, wie Makrele, Kabeljau, Schellfisch, Wittling, Seelachs, Scholle, Seeteufel und Zungen.

Logo des Festivals

Tag der Niedersachsen[Bearbeiten]

Der Tag der Niedersachsen mit mehr als 300.000 Gästen fand im Jahr 2007 vom 6. bis zum 8. Juli in Cuxhaven statt.[14]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Beginn der Nordersteinstraße, Einkaufsstraße im Zentrum von Cuxhaven

Cuxhaven nimmt im Sinne der regionalen Raumordnung eine Bedeutung ein, die über die Funktion eines herkömmlichen Mittelzentrums hinausgeht.

Hafen und Seeverkehrseinrichtungen[Bearbeiten]

Luftbild der Cuxhavener Hafenanlagen mit Amerikahafen, Neuem und Altem Fischereihafen, City-Marina und Schleusenpriel
Alte Ansicht des Hafens (um 1900)
Blick übers Wasser,
der Fernsehturm im Hintergrund
Blick auf den Hafen, von der Kugelbake aus gesehen. Der große Turm ist der Sendeturm des Wasser- und Schifffahrtsamtes.
Hafenkontrollturm
Der neue CuxPort von Westen gesehen

Die Fischwirtschaft kann in Cuxhaven auf eine lange Tradition zurückblicken. Nach kleinen Anfängen im Jahre 1885 wurde 1908 der Fischereihafen gegründet. Bis heute hat sich Cuxhaven neben Bremerhaven als bedeutender Fischereistandort in Deutschland gehalten. Trotz des Rückgangs der Fischerei sind 35 Fischverarbeitungsbetriebe mit ca. 1000 Beschäftigten in Cuxhaven beheimatet.

Das Steubenhöft ist eine Pier in Cuxhaven. Die ursprünglich für den Auswandererverkehr gebaute Anlage (mit den Hapag-Hallen) dient heute zahlreichen Kreuzfahrtschiffen als Anlegestelle und verfügt über einen eigenen Gleisanschluss (den Amerika-Bahnhof).

Sehr wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Cuxhaven und ihres Umlandes ist der Tiefwasserhafen Cuxport, der 1997 in Betrieb genommen wurde. Das Gelände des neuen Hafens gehörte bis 1993 der Freien und Hansestadt Hamburg. Erst nach langen und zähen Verhandlungen mit den Hamburgern ging diese Fläche in den Besitz des Landes Niedersachsen über, das dann rund 140 Millionen Euro in den Bau der neuen Hafenanlagen investierte. Der Betreiber war die CuxPort Seehafen-Dienstleistungs GmbH, die sich aus einem Teil der Seefischmarkt Cuxhaven GmbH formte. Aktuell wird der Cuxhavener Mehrzweck-Terminal von der umfirmierten Cuxport GmbH, einer Tochtergesellschaft der Rhenus AG & Co. KG (74,9 %) und der HHLA (25,1 %), betrieben.

Die Hauptgeschäfte sind RoRo-Verkehre, Neufahrzeug-Lagerung und -Verschiffung, Container-Umschlag sowie die Lagerung und der Umschlag von Elementen von Offshore-Windkraftanlagen wie die Fundamentpfähle.[15]

Im Jahr 2011 wurden im Seeverkehr 3,1 Millionen t Güter umgeschlagen, das sind 44,2 % mehr als 2010 (2,15 Mio. t).[16] Mit dazu beigetragen hat der verstärkte Umschlag von Kraftfahrzeugen u.a. aus/nach Großbritannien (Vauxhall/Opel).[17] Stark ausgebaut wird auch der Bereich der Offshore-Infrastruktur, hierfür wurde der Hafen im östlichen Bereich erweitert. Im Jahr 2012 wurden im Seeverkehr allerdings nur 2,8 Mio. t Güter umgeschlagen[18], im Jahr 2013 sank der Seegüterumschlag weiter um 5 % auf rund 2,65 Mio. t.[19]

Der Fährverkehr nach Helgoland – sowohl Personenverkehr als auch Wirtschaftsverkehr – findet von einem eigenen Terminal statt.

In Cuxhaven befindet sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven (WSA), das u.a. zuständig ist für die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone der Nordsee, der Elbmündung und auf der Elbe bis St. Margarethen einschließlich der Unterhaltung der Seezeichen.

Beim Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven (WSA) hat auch das Havariekommando seinen Sitz. Dies ist eine gemeinsame Behörde des Bundes und der fünf Küstenländer, die bei Unfällen im Bereich der Nord- und Ostsee ein koordiniertes gemeinsames Unfallmanagement gewährleistet. Das Havariekommando ist Bestandteil des Maritimen Sicherheitszentrums (MSZ), das am 1. Januar 2007 als optimiertes Netzwerk die Arbeit aufgenommen hat.

Marinestandort[Bearbeiten]

Hauptartikel: Marinestützpunkt Cuxhaven
Die Gedenkstätte für die Minenräumer

Eine wichtige Rolle in Cuxhaven spielte früher auch das Militär. Die ersten Minensucheinheiten der deutschen Marine wurden in Cuxhaven aufgestellt. Im Hafen erinnert ein Mahnmal an deren Einsätze im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Cuxhaven ist auch heute noch ein Bundeswehr-Standort. Allerdings wurden die schwimmenden Verbände 1968 aus strategischen Gründen nach Wilhelmshaven und Emden verlegt. Im Stadtteil Altenwalde befand sich bis 2013 die Betreuungsstelle der Zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung (ZAW) der Bundeswehr, in der länger dienende Soldaten eine handwerkliche oder kaufmännische Ausbildung zum Gesellen oder Meister erhielten.

Cuxhaven ist auch ein Standort der Bundespolizei.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Offshore-Windenergie-Testfeld in Cuxhaven

Cuxhaven ist durch seine günstige Lage an der Elbmündung Standort für Umschlag-, Lager- und Logistikunternehmen sowie für einen Offshore-Basishafen (Windenergie).

Der Ausbau zur Offshore-Basis für Windenergie wird als große Chance zur ökonomischen Stärkung des Standorts Cuxhaven und der Umgebung gesehen. Für den Umschlag von komplett montierten Offshore-Anlagen oder Komponenten wurde im Hafen eine Schwerlastplattform gebaut. Eine weitere Besonderheit ist das Offshore-Windenergie-Testfeld an der Elbe, wo Offshore-Prototypen getestet und zertifiziert werden. Neben anderen Prototypen befinden sich dort auch die derzeit leistungsstärksten Windenergieanlagen (Enercon E126 und E112 mit jeweils 6 MW) in der Erprobung.

Neben dem Seefischmarkt, den Hafen- und Fremdenverkehrsbetrieben und der Bundeswehr haben sich auch mehrere bedeutende Industrieunternehmen in Cuxhaven angesiedelt, etwa die PNE WIND AG, die 1995 gegründet wurde, 1998 als „Plambeck Neue Energien AG“ an die Börse ging und 2009 in PNE WIND AG umfirmierte.[20]

Tourismus[Bearbeiten]

Der Fischereihafen beim Fischmarkt
Ein Krabbenkutter kehrt zurück

Die Ursprünge des Tourismus gehen auf das Jahr 1816 zurück, als in Cuxhaven ein Seebad gegründet wurde. Seit 1964 ist Cuxhaven ein staatlich anerkanntes Seeheilbad und Zentrum der sogenannten Ferienregion Cuxland. Mit jährlich über drei Millionen Übernachtungen liegt Cuxhaven heute an der Spitze aller Kurorte in Deutschland. Verantwortlich für die Abwicklung des Kurbetriebs ist die stadteigene Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH (früher: Kurverwaltung), die ihren Sitz im Haus der Kurverwaltung in Duhnen hat. Aufgrund der Einrichtungen des Tourismus, der Sport- und Freizeitanlagen und des kulturellen Engagements der Stadt ist die Freizeit- und Wohnqualität für Einwohner und Besucher verhältnismäßig hoch.

Am 13. März 1973 ersetzte das Nordseeheilbad eine bis dahin als Maskottchen verwendete Nixe durch den vom ortsansässigen Grafikdesigner Kurt Moldenhauer entwickelten „Jan Cux“. Dies ist eine blonde Comic-Figur im blauen Matrosenanzug. Im Juli 1973 wurde dieser Figur ein weibliches Pendant mit dem Namen „Cuxi“ beigefügt, das ebenfalls blond, aber im roten Anzug gezeichnet ist. Jährlich werden ca. 250.000 Maskottchen-Aufkleber gedruckt und verteilt.

In Cuxhaven sind die Tourismus- und Kurbereiche räumlich klar von Industriegebieten getrennt. Der touristische Schwerpunkt findet sich im Westen des Stadtgebietes in den drei zu Cuxhaven gehörenden Kurorten Döse, Duhnen und Sahlenburg. Der Strandbereich dort ist kurtaxpflichtig. Darüber hinaus finden sich touristische Einrichtungen in der Cuxhavener Kernstadt, insbesondere im Bereich Grimmershörn, dem Lotsenviertel und in Ritzebüttel. Im Kur-Stadtteil Duhnen befindet sich das Erlebnisbad „Ahoi!“, das durch Umbau und Erweiterung des in den 1970er Jahren gebauten Meerwasser-Brandungsbades entstanden ist.

Modellregion für Energieversorgung[Bearbeiten]

Im Bereich Cuxhaven mit seiner hohen Produktion an Windenergie wird im Rahmen des Modells „eTelligence“ die Steuerung von Stromnetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien erforscht.[21]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Cuxhaven
Schnellzug in Cuxhaven, um 1993; heute fahren nur noch Regionalverkehrszüge

Der Bahnhof Cuxhaven ist auf der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven mit der Nordseebahn der EVB (täglich im 1-Stunden-Takt) und aus Richtung Hamburg-Harburg über Stade und Hemmoor mit der Niederelbebahn per Metronom zu erreichen (Mo–Sa im 1-Stunden-Takt, So im 2-Stunden-Takt).

Nach Cuxhaven führt aus Richtung Bremen–Bremerhaven die Bundesautobahn A 27, aus Richtung Hamburg die Bundesstraße B 73.

Ca. 10 km südlich von Cuxhaven liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Nordholz der Fliegerhorst Nordholz. Der Landkreis Cuxhaven ist indirekter Anteilseigner des hier angesiedelten Sea-Airport Cuxhaven/Nordholz.

Bis Anfang November 2005 verkehrte als zuletzt einzige Fährschiffsverbindung von Deutschland in der Nordsee eine Fähre nach Harwich in England. Unter anderem als Folge des ruinösen Wettbewerbs mit den Billigfliegern wurde die Verbindung eingestellt.

Vom 6. Juli bis zum 2. August 1914 gab es in Cuxhaven eine Straßenbahn, die so genannte „Kanonenbahn“, zwischen dem Hauptbahnhof und dem Fort Kugelbake. Heute ist Cuxhaven Ausgangspunkt für Regionalbusse. Den Stadtverkehr übernehmen mehrere Stadtbuslinien der Verkehrsunternehmen KVG und Maass Reisen.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

  • Rathaus, Rathausplatz 1
  • Berufsfeuerwehr Cuxhaven, Schulstraße 3
  • Landkreis Cuxhaven, Vincent-Lübeck-Straße 2

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Berufsbildende Schulen

  • Berufsbildende Schulen Cuxhaven

Gymnasien

Realschulen

  • Geschwister-Scholl-Schule Altenwalde
  • Realschule Cuxhaven

Hauptschulen

  • Altenbrucher Schule
  • Bleickenschule
  • Döser Schule
  • Süderwisch-Schule

Grundschulen

  • Abendrothschule
  • Altenbrucher Schule
  • Döser Schule
  • Franzenburger Schule
  • Gorch-Fock-Schule
  • Grodener Schule
  • Lüdingworther Schule
  • Manfred-Pelka-Schule
  • Ritzebütteler Schule
  • Sahlenburger Schule
  • Süderwisch-Schule

Förderschulen

  • Schule am Meer (Schwerpunkt geistige Entwicklung)
  • Wichernschule

Fachschulen

  • Staatliche Seefahrtschule Cuxhaven

Sonstige Schulen, Studienwerke und Seminare

Sozialeinrichtungen[Bearbeiten]

  • Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Cuxhaven, Westerwischweg 89, mit Kinder, Jugend- und Familienarbeit, Beratungs- und Betreuungsdienste, Bildungsarbeit und Seniorenarbeit
  • Guttempler Sozialwerk Cuxhaven, Strichweg 85
  • Krankenhaus Cuxhaven der Rhön AG (vormalig Stadtkrankenhaus)
  • Paritätischer Wohlfahrtsverband Cuxhaven, Kirchenpauerstr. 1, mit Einrichtungen wie Erziehungsberatungsstelle, Frauenhaus, Jugendwerkstatt, Pace Jugendberatung

Sport[Bearbeiten]

Sportstätten (Auswahl)

  • Stadion Kampfbahn für 6000 Zuschauer und
  • Hermann-Allmers-Halle, beide Hermann-Allmers-Straße
  • Stadion Strichweg
  • Sportplatz an der Grodener Schule
  • Hallenbad Beethovenallee
  • Rundturnhalle Beethovenallee
  • Sporthallen Abendrothschule
  • Sporthallen Bleickenschule
  • Sporthallen Lüdingworther Schule
  • Sporthallen Süderwisch Schule
  • VGH Stadion am Meer, Center Court

Allgemeine Veranstaltungen

  • Bis 2011 fanden im Sommer regelmäßig die EWE Athletics statt, an denen Sportler aus der ganzen Welt teilnahmen. In Cuxhaven wurden so auch einige WM- und DM-Qualifikationen entschieden.
  • Seit 2007 findet jährlich am letzten März- oder ersten April-Wochenende der Sparkassen City Marathon Cuxhaven statt. Start und Ziel sind auf dem Kaemmerer Platz. Neben der Marathondistanz stehen der Halbmarathon und der 10-km-Lauf im Angebot. Für den Laufnachwuchs wird ein Kinderlauf angeboten.[13]
  • Bekannt sind die Beach Events. Jedes Wochenende ist eine andere Sportart an der Reihe. Es werden unter anderem Beachvolleyball, Fußball, Handball, Basketball und auch Rugby gespielt. Seit einigen Jahren findet in Cuxhaven die DM im Beachbasketball und Beachhandball statt, 2006 sogar die EM. Alle Sportarten werden auf dem Center Court und den neun anderen Spielfeldern am Strand ausgetragen, dem Stadion am Meer.

Vereine (Auswahl)

  • SV Rot-Weiss Cuxhaven, Fußballclub von 1990, Leutweinstr. 1, dessen Gründervereine Cuxhavener SV und Eintracht Cuxhaven bis in die 1960er Jahre überregional spielten; Spielstätte: Kampfbahn
  • Cuxhaven BasCats, Basketballclub, Stammverein: Rot-Weiß Cuxhaven. Die BasCats spielen seit 2004 in der 2. Basketball-Bundesliga. Spielhalle: Rundsporthalle/Beethovenallee, genannt BasCats-Arena
  • Sport-Club Schwarz-Weiß Cuxhaven, Feldweg 66/68
  • SV Blau-Gelb Cuxhaven von 1934
  • Sport-Club SGG in Cuxhaven
  • Schwimmclub Neptun Cuxhaven
  • Ein Kegelclub und ein Minigolfclub aus Cuxhaven spielen in der 1. Bundesliga.
  • Trans-Ocean (TO), Bahnhofstraße.

Duhner Wattrennen

Blick vom Watt bei Duhnen zum Friedrich-Clemens-Gerke-Turm

In Duhnen findet seit über 100 Jahren regelmäßig an einem Sonntag bei Niedrigwasser im Sommer (Juli/August) das Wattrennen als Pferderennen statt. Zuschauer: um 30.000 bis 40.000. Die Rennen werden von einem bunten Veranstaltungsprogramm begleitet. Zu den Höhepunkten dieses Beiprogramms gehört regelmäßig das Fallschirmspringen, der Überflug der Luftfahrzeuge des Marinefliegergeschwaders 3 Graf Zeppelin (MFG 3) sowie die Präsentation der Hengste aus dem niedersächsischen Landgestüt Celle.[22]

Angelgewässer

Hochseeangeln

Auf verschiedenen Schiffen, wie etwa der 24 m langen und 11 kn schnellen MS „Jan Cux” oder der neun Meter längeren MS „Jan Cux II”, können Fahrten rund um Helgoland zum Hochseeangeln unternommen werden. Auf diesen Tagestörns kann Jagd auf Makrele, Dorsch oder Katzenhai gemacht werden.

Medien[Bearbeiten]

In Cuxhaven erscheinen als führende Tageszeitung die Cuxhavener Nachrichten, die ebenso wie die im benachbarten Otterndorf erscheinende Niederelbe-Zeitung von der Cuxhaven-Niederelbe-Verlagsgesellschaft mbH & Co KG herausgegeben werden. Beide Zeitungen beziehen ihren Mantel von der Redaktionsgemeinschaft Nordsee, die ihren Sitz im Verlag der Bremerhavener Nordsee-Zeitung hat.

Weiterhin wird auch das Hamburger Abendblatt in Cuxhaven viel gelesen. Seit 1985 gibt es die kostenlosen Anzeigenblätter Cuxhaven Kurier für die Stadt Cuxhaven und Nordholz und Hadler Kurier für die Samtgemeinden Land Hadeln, Am Dobrock, Hemmoor und die Börde Lamstedt, die seit November 2014 auch am Wochenende als Kurier zum Sonntag erscheinen. Seit 1995 gibt es darüber hinaus das kostenlose Anzeigenblatt Elbe Weser aktuell (EWA), das regelmäßig mittwochs und seit Oktober 2014 auch am Sonnabend als EWAs Wochenende im gesamten nördlichen Teil des Landkreises Cuxhaven verteilt wird.

In Cuxhaven empfängt man alle niedersächsischen und auch schleswig-holsteinischen Programme des NDR. Auch die Hörfunkprogramme von Radio Bremen berichten über Cuxhaven und sind gut zu empfangen. Des Weiteren kann man die Privatsender Hitradio Antenne, Radio ffn, Radio Hamburg, Radio Schleswig-Holstein (R.SH), Oldie 95, Delta Radio, Alsterradio und Radio Nora empfangen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Würdigung der Stadt Cuxhaven. Die Stadt hat die folgenden Personen damit ausgezeichnet:

Als weitere Auszeichnung vergibt die Stadt den sogenannten Ehrenring. Er ist nach der Ehrenbürgerschaft die zweithöchste Auszeichnung, die die Stadt Cuxhaven verleiht.[24]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen, die mit Cuxhaven in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulf-Thomas Lesle, Nik Schumann: Cuxhaven. Stadt achter’n Diek: Küstenlandschaft, Deichbau und ein großer Fluss im Wandel der Zeit. 2. Auflage. Rauschenplat, Cuxhaven 2014, ISBN 978-3-935519-96-0.
  • Förderverein Cuxhaven e. V., Hans-Heinrich Eilers (Hrsg.): Cuxhaven – Eine Stadt im Jahre ihres Jubiläums 2007. Vechtaer Druckerei und Verlag, Vechta 2007, ISBN 978-3-88441-237-4.

Sagen und Legenden:

  • Die Nixe und der Ritter
  • Die Alte Liebe
  • Annegret und Enno
  • Der Teufel in der Elbe
  • Vom goldenen Sarg in der Franzenburg
  • Der Hammer in Lüdingworth
  • Bumann Boje
  • Vom Teufel im Talar
  • Das schwarze Tier in Lüdingworth
  • Die beiden Turmspitzen von Altenbruch
  • Der Altarschrein zu Altenbruch
  • Von der Zehntfreiheit des Westerteiles in Altenbruch
  • Vom Ursprung des Namens Poitlangenteil
  • Der starke Goos
  • Der Fluch der Bettlerin
  • Die Kobolde bei der Feuerstätte
  • Der gebannte Dieb
  • Der Schädel in der Warningsackermühle
  • Der Alte im Westermoor

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cuxhaven – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen(LSKN)[1]
  3. Karl-Ernst Behre: Landschaftsgeschichte Norddeutschlands, Wachholtz Verlag, Neumünster 2008, S. 116.
  4. Gesetz zum Staatsvertrag mit dem Lande Niedersachsen über die Neuordnung der Rechtsverhältnisse in Cuxhaven und im Gebiet der Elbmündung vom 3. Oktober 1961, ratifiziert am 5. Oktober 1962, in Kraft getreten am 1. Oktober 1969.
  5. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  6. LSKN-Online
  7. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 15. Dezember 2014
  8. taz.de: Kommunalwahl in Cuxhaven – Aufregung über vergessene Stimmzettel, abgerufen am 15. Dezember 2014
  9. a b Hauptsatzung der Stadt Cuxhaven, abgerufen am 15. Dezember 2014
  10. Seite über Stadtgeschichte auf www.cuxhaven.de
  11. Webseite der Cuxhavener Martinskirche
  12. http://www.wsa-cux.wsv.de/wir_ueber_uns/index.html
  13. a b Webseite zum „City Marathon Cuxhaven“
  14. Offizielle Webseite zum Tag der Niedersachsen 2007 in Cuxhaven
  15. Cuxport – Der Spezialist für RoRo. In: Täglicher Hafenbericht, ISSN 2190-8753, 19. Juli 2012, S. 15
  16. Bilanz der deutschen Seehäfen 2011. In: Hansa, Schiffahrtsverlag Hansa, Hamburg 2012, ISSN 0017-7504, Heft 4/2012, S. 77–81
  17. Impuls für den Autoumschlag. In: Täglicher Hafenbericht vom 2. Juli 2012, S. 3
  18. Unterschiedliche Entwicklung der Umschlagzahlen, Bilanz 2012. In: Schiff & Hafen, Heft 5/2013, S. 16/17, Seehafen-Verlag, Hamburg 2013, ISSN 0938-1643
  19. Differenziertes Bild in der Umschlagentwicklung. In: Schiff & Hafen, Heft 4/2014, S. 44–47, hier S. 46
  20. PNE WIND AG „Auf einen Blick“
  21. [2] Mehr Infos zum Projekt eTelligence
  22. Pferderennen auf dem Duhner Watt
  23. Robert Dohrmann in der cuxpedia.de
  24. Minister a.D. Walter Hirche erhält den Ehrenring der Stadt Cuxhaven, abgerufen am 13. Mai 2014