Lüdingworth
| Lüdingworth
Stadt Cuxhaven
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| Koordinaten: | 53° 48′ N, 8° 45′ O53.799258.75712777777780Koordinaten: 53° 47′ 57″ N, 8° 45′ 26″ O |
| Höhe: | 0–2 m ü. NN |
| Fläche: | 37,23 km² |
| Einwohner: | 1.768 (4.2011) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 27478 |
| Vorwahl: | 04724 |
Lüdingworth (plattdeutsch De Worth) ist ein Stadtteil von Cuxhaven. Am 1. Juli 1972 wurde Lüdingworth nach Cuxhaven eingemeindet.[1]
Die Gegend um Lüdingworth war seit etwa Christi Geburt besiedelt. Der Name des langgestreckten Marschhufendorfes verweist auf die Wurthen (Warften), auf denen die Höfe früher errichtet wurden. Noch heute ist die 4,90 m hohe Kirchwarft erkennbar. Seit dem 12. Jahrhundert gab es einen Seedeich, dessen Reste heute zwischen Lüdingworth und dem jüngeren Altenbruch verlaufen. Die Marsch wurde vor ca. 700 Jahren mit Hilfe von holländischen Siedlern entwässert und urbar gemacht.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
1298 wurde Lüdingworth erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1394 gehörte Lüdingworth – wie das damalige Amt Ritzebüttel – der Stadt Hamburg, seit 1484 den Herzögen von Sachsen-Lauenburg und anschließend dem Bischof Christoph von Braunschweig-Wolfenbüttel, dessen Nachfolger aber das 1439 geschaffene Hadler Landrecht anerkennen musste, ein Ständerecht, das den Bauern große Freiheiten ließ. 1529 setzte sich die Reformation in Lüdingworth durch. Nach einer Zeit, in der das Land Hadeln unter kaiserlicher Verwaltung stand, gehörte Lüdingworth seit 1731 zu Kurhannover, nach der französischen Besetzung ab 1813 zum Königreich Hannover und darin seit 1852 zum Amt Otterndorf. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirchspielgerichtsbarkeit durch die Amtsgerichtsbarkeit abgelöst. 1866 kam Lüdingworth zur preußischen Provinz Hannover, von 1885 bis 1932 gehörte es zum Kreis Hadeln, bis 1972 zum Kreis Land Hadeln.
[Bearbeiten] Gebürtige Lüdingworther
Lüdingworth ist Geburtsort
- des Forschungsreisenden Carsten Niebuhr (1733–1815), Sohn eines ortsansässigen Bauern,
- des Bildhauers und Malers Prof. Albert Hinrich Hußmann (1874–1946) (von ihm stammt im Park der Villa Hügel in Essen das „Weidende Pferd“) und
- des Heimatforschers, Genealogen und Schultheiß Gerhard Gerdts (1882–1956), des sog. „lateinischen Bauern“.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- St.-Jacobi-Kirche mit einem Turm aus dem frühen 13. Jahrhundert, in dem sich auch zwei Arrestzellen des Kirchspielgerichts befinden, und der Wilde-Schnitger-Orgel aus den Jahren 1598 / 1682 (Umbau).
- Gemauerte galerielose Turmholländer-Windmühle von 1904 (funktionsfähig, aber nicht von innen zu besichtigen)[2]
[Bearbeiten] Literatur
- Hinrich Gerkens u. a., Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, hrsg. vom Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e. V., 2000
- Gerhard Gerdts (Hg.), Das Lüdingworther Fredebook von 1550, in: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 33, 1952
[Bearbeiten] Weblinks
- Website von Lüdingworth in cuxpedia.de
- Website von Lüdingworth
- Die Wilde-Schnitger-Orgel in Lüdingworth