Dagobert Lindlau

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Dagobert Lindlau (1986)

Dagobert Lindlau (* 11. Oktober 1930 in München) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Als Kind wurde er 1944 bei einem Bombenangriff auf München schwer verletzt. Nach dem Abitur und Tätigkeiten für Zeitungen und Zeitschriften war Dagobert Lindlau seit 1954 als Fernsehjournalist tätig. 1962 gestaltete er die Sendung „Anno“ in das bis heute bestehende Magazin Report München um. 1965 wurde er Chefreporter beim Bayerischen Rundfunk, daneben war er von 1967 bis 1969 Redaktionsleiter bei „Report München“. Lindlau moderierte von 1975 bis 1987 den „Weltspiegel“ und von 1979 bis 1982 die „NDR Talk Show“.

1984 hatte er im deutschen Film Morgen in Alabama einen Cameo-Auftritt als Reporter. Zwischen 1987 und 1989 war er ARD-Korrespondent in Wien, danach kehrte er als Chefreporter zum Bayerischen Rundfunk zurück. 1991 moderierte er in der ARD die Gesprächsrunde „Veranda“.

Dagobert Lindlau wurde dreimal mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Dabei erhielt er 1986 die „Besondere Ehrung für hervorragende Verdienste um das Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland“. Lindlaus Reportagen lösten auch kontroverse Diskussionen aus. Seine Berichte über das organisierte Verbrechen in der Bundesrepublik wurden von Politikern und Polizeibeamten angezweifelt. Die auf Lindlaus Recherchen beruhenden Bücher „Der Mob“ (1987) und „Der Lohnkiller“ (1992) wurden jedoch zu Bestsellern. Auch Lindlaus Romane „Rakket“ (1990) und „Straglers Woche“ (1997) basieren auf Milieustudien. Ebenso löste seine Berichterstattung über das rumänische Programm zur Systematisierung der Dörfer im „Weltspiegel“ eine heftig geführte Diskussion aus.[1] Lindlau lebt heute bei München im Ruhestand. In seinem 2006 erschienenen Buch „Reporter – eine Art Beruf“ blickt er auf rund 50 Berufsjahre als Journalist zurück.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. zeit.de, Die Zeit, Dagobert Lindlau: Rumänien: Gottlob ist nicht geschleift, 1988, Ausgabe 48
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