Daisy d’Ora

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Daisy d’Ora (auch: Daisy D’Ora) (* 26. Februar 1913) ist eine ehemalige deutsche Schauspielerin, die ihre Karriere noch zur Stummfilmzeit begann, wobei sie mit ihrer Rolle im Film Die Büchse der Pandora in einem Welterfolg mitwirkte. Ihr wirklicher Name war Daisy, Baronesse von Freyberg (andere Schreibweisen: Daisy Freiin von Freyberg zu Eisenberg, Daisy Freiin von Freyberg-Eisenberg). Da es in Adelskreisen damals als vulgär galt, in der Unterhaltungsbranche zu arbeiten, legte sie sich ihren Künstlernamen zu.

Im Mai 1931 wurde sie vom Schriftsteller Erich Maria Remarque (Im Westen nichts Neues) im Berliner Hotel Eden dazu überredet, an der Wahl zur Miss Germany teilzunehmen. Sie gewann und durfte im Sommer des gleichen Jahres bei der Miss Universe in Galveston (Texas) kandidieren (nach ihrer eigenen Darstellung in Miami, Florida). Weil die Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg noch zu frisch waren, machte man ihr klar, dass sie als Deutsche nicht gewählt werden könnte (Sie belegte unter dem Namen Daisy Freyberg Platz 4) [1]. Stattdessen wurde ihr der Titel einer Miss Europa zugestanden.

Nach diesen Erfolgen wurde sie auch als Fotomodell bekannt. Sogar die Comedian Harmonists besangen die Schönheit von Daisy d'Ora: Hallo, was machst Du heut´, Daisy.

Später heiratete sie Botschaftsrat Oskar Schlitter (1904–1970), seit 1939 Besitzer von Schloss und Gut Offenstetten (Ortsteil von Abensberg im Landkreis Kelheim}. Er stand seit 1929 im Auswärtigen Dienst und war 1964 bis 1969 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Griechenland [2]. Mit ihm lebte sie mehrere Jahre im Ausland, u. a. auch in den USA, sowie auf dem Gut Offenstetten.

Dort gründete Daisy Schlitter nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit dem Direktor der katholischen Jugendfürsorge in Regensburg ein Flüchtlingskinderheim, das nach der ersten US-amerikanischen Heiligen Franziska Xaviera Cabrini Cabrini-Heim benannt wurde [3].

Daisy Schlitter war 1999 die älteste noch lebende Miss-Germany-Gewinnerin, als der WDR-Dokumentarfilm Miss-Erfolge. Die Geschichte der Miss Germany gedreht wurde. (Ausstrahlung am 5. Januar 2000, 21.45 Uhr).

Am 26. Februar 2008 feierte sie in München ihren 95. Geburtstag [4].

[Bearbeiten] Filmografie

  • 1929: Die Büchse der Pandora
  • 1929: Das verschwundene Testament
  • 1929: Der Mann, der nicht liebt
  • 1929: Es flüstert die Nacht
  • 1929: Die Halbwüchsigen
  • 1930: Freiheit in Fesseln (auch: Bewährungsfrist)
  • 1930: Nur am Rhein
  • 1989: The Road to War (als Daisy Schlitter)

[Bearbeiten] Quellen

  1. 20er-Jahre Miss Universe bei Pageantopolis (englisch)
  2. Biographie Oskar Schlitters im Bundesarchiv
  3. Dorf- und Schlossgeschichte von Offenstetten
  4. Mittelbayerische Zeitung vom 26.02.2008

[Bearbeiten] Weblinks

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