Ivy League
| Ivy League | |
|---|---|
| Daten | |
| Gegründet | 1954 |
| Mitglieder | 8 |
| Kontinent | Nordamerika |
| Land | USA |
| Universitätsart | Privat |
| Andere Namen | Ancient Eight |
Die Ivy League ist eine Liga im US-amerikanischen Hochschulsport, die sich aus den meisten Sportmannschaften von acht der ältesten Hochschulen der USA zusammensetzt.
Der Ausdruck wird jedoch meist außerhalb des Hochschulsports verwendet und bezeichnet dort eine Gruppe von acht Elite-Universitäten im Nordosten der USA. In diesem Zusammenhang wird der Begriff oft mit akademischer Exzellenz, strenger Selektion bei der Aufnahme[1][2] und mit sozialem Elitedenken[3] assoziiert. Unter anderem wird er dann abkürzend zur Kennzeichnung der Juristenelite der Ostküste gebraucht.[4]
Die üblichste Erklärung für den Namen ist, dass das Wort ivy, also „Efeu“, eine Anspielung auf den Pflanzenbewuchs der Gebäude der vergleichsweise alten Hochschulen sei. Andere sind jedoch der Meinung, dass die Liga so heiße, weil zur Ivy League zunächst nur vier Universitäten gehört haben sollen: Die Verwendung des Wortes Ivy geht nach dieser Theorie auf die Ausspracheform der römischen Zahl IV (4) zurück.[5] Die Liga der Vier war somit die Bezeichnung der Football-Liga von Harvard, Yale, Columbia und Princeton. Die Universitäten Brown, Cornell und Pennsylvania sowie Dartmouth College, anfangs Gegner dieser Liga, wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Teil des Verbundes.
Historisch geht die Bezeichnung auf die Zeit zurück, als sich die acht Hochschulen 1945 in einer Football-Liga namens Ivy Group Agreement zusammenschlossen, in der keine Stipendien an potentielle Studenten auf der Grundlage ihrer sportlichen Leistungen vergeben werden. 1954 erfolgte eine Ausdehnung auf nahezu alle Sportwettkämpfe zwischen diesen Hochschulen. (In manchen Sportarten spielen die Mannschaften dieser Hochschulen in anderen Ligen, in denen auch noch weitere Hochschulen teilnehmen.)
Inhaltsverzeichnis |
Mitglieder [Bearbeiten]
-
Brown University
(Brown Bears)
In deo speramus
(„Auf Gott hoffen wir“)
Providence, Rhode Island, gegründet 1764 -
Columbia University
(Columbia Lions)
In lumine tuo videbimus lumen
(„In deinem Lichte werden wir das Licht sehen“)
New York City, New York, gegründet 1754 -
Cornell University
(Cornell Big Red)
I would found an institution where any person can find instruction in any study
(„Ich wollte eine Institution gründen, an der jede Person jedes Fach studieren kann“)
Ithaca, New York, gegründet 1865 -
Dartmouth College
(Dartmouth Big Green)
Vox clamantis in deserto
(„Die Stimme eines Rufers in der Wüste“)
Hanover, New Hampshire, gegründet 1769 -
Harvard University
(Harvard Crimson)
Veritas
(„Wahrheit“)
Cambridge, Massachusetts, College gegründet 1636, Universität gegründet 1780 -
University of Pennsylvania
(Penn Quakers)
Leges sine moribus vanae
(„Gesetze ohne Sitten sind nutzlos“)
Philadelphia, Pennsylvania, gegründet 1740 -
Princeton University
(Princeton Tigers)
Dei sub numine viget
(„Unter Gottes Macht gedeiht sie“)
Princeton, New Jersey, gegründet 1746 -
Yale University
(Yale Bulldogs)
אורים ותמים (urim v'tumim)/ Lux et veritas
(„Licht und Perfektionen“/„Licht und Wahrheit“)
New Haven, Connecticut, gegründet 1701
Catholic Ivy League [Bearbeiten]
Für die sechs führenden Universitäten unter der Schirmherrschaft der Katholischen Kirche der USA wird der Begriff der Catholic Ivy League verwendet. Dazu zählen folgende Institutionen:
- Boston College, Boston
- College of the Holy Cross, Worcester (Massachusetts)
- Fordham University, New York
- Georgetown University, Washington, D.C.
- Notre Dame University, South Bend (Indiana)
- Villanova University, Villanova (Pennsylavania) bei Philadelphia
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Ivy League College Admissions Facts and Statistics
- ↑ Ivy League Admission Statistics
- ↑ Baker, Russell (1998), "The Ivy Hayseed." The New York Times, June 15, 1988, p. A31
- ↑ Peter Baker, Jeff Zeleny: Obama Is Said to Select Kagan as Justice. The New York Times, 9. Mai 2010.
- ↑ Nach: Morris Dictionary of Word and Phrase Origins. Harper & Row, New York 1988.