Das Kloster zum heiligen Wahnsinn

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Kloster zum heiligen Wahnsinn
Originaltitel Entre tinieblas
Produktionsland Spanien
Originalsprache Spanisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Pedro Almodóvar
Drehbuch Pedro Almodóvar
Produktion Luis Calvo
Musik Miguel Morales
Kamera Ángel Luis Fernández
Schnitt José Salcedo
Besetzung

Das Kloster zum heiligen Wahnsinn (orig.: Entre tinieblas, wörtlich: Inmitten von Finsternissen) ist eine Filmkomödie von Pedro Almodóvar, der auch das Drehbuch schrieb, aus dem Jahr 1983.

Handlung[Bearbeiten]

Nach dem Drogentod ihres Freundes sucht die ebenfalls drogenabhängige Sängerin Yolanda Zuflucht in einem Kloster. Die Schwestern dieses nur von wenigen Nonnen bevölkerten Klosters haben es sich zur Aufgabe gemacht, sich um die gefallenen Mädchen zu kümmern, führen jedoch seltsame Namen und legen ein sehr eigenwilliges Verhalten an den Tag: Schwester Straßenratte schreibt unter einem Pseudonym Schundromane, Schwester Chaos hält einen ausgewachsenen Tiger als Haustier, eine weitere Schwester näht der heiligen Jungfrau Kleider und ist in den kettenrauchenden Kaplan verliebt. Die Mutter Oberin schließlich ist nicht nur drogenabhängig, sondern auch lesbisch.

Das Kloster befindet sich in finanzieller Bedrängnis, seit der Marquis, ein früherer Förderer, dessen Tochter im Kloster Zuflucht gefunden hatte, verstorben ist und seine Witwe die Zahlungen eingestellt hat. Die Mutter Oberin verspricht sich von der von ihr verehrten Yolanda neue Möglichkeiten und gewährt ihr Bleibe im ehemaligen Zimmer der mittlerweile verschollenen Tochter des Marquis. Durch einen Brief, der ihr Auskunft über das Schicksal der Tochter gibt und den die Oberin an die Marquesa verkaufen will, sowie geplante Drogentransporte will sie zusätzliche Einkünfte erzielen.

Während der Feierlichkeiten zum Namenstag der Mutter Oberin, zu der auch die Äbtissin eingeladen ist, singt Yolanda zu Ehren der Hauptperson, übergibt aber der Marquesa den Brief und verlässt heimlich das Kloster. Die Äbtissin, die über die Zustände im Kloster entsetzt ist, löst dieses auf. Die Schwestern gehen in die Mission, in ein anderes Kloster oder in ein weltliches Leben. Die Mutter Oberin beabsichtigt, nach ihrer Drogenkurierfahrt einen neuen Orden zu gründen.

Rezeption[Bearbeiten]

Für den Filmdienst ist Das Kloster zum heiligen Wahnsinn eine „überaus langweilige frühe Komödie von Pedro Almodovar, die ihre konfuse Geschichte als eine Aneinanderreihung von platten Witzen und Geschmacklosigkeiten“ präsentiere, „dabei aber weder die Provokanz noch die inszenatorischen Qualitäten seiner späteren Filme“ erreiche.[1] Die Zeitschrift Prisma bezeichnet den Film als „derbe Farce“, der „nicht gerade geschmackssicher, aber genau deshalb ungemein unterhaltsam“ sei.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Julieta Serrano gewann 1984 für ihre Rolle als Mutter Oberin den Sant Jordi Award als beste spanische Hauptdarstellerin und war im selben Jahr als beste Hauptdarstellerin für den Fotogramas de Plata nominiert.[3]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde in Madrid gedreht.[4] Almodóvar und sein Bruder Agustín treten in kleineren Nebenrollen auf.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Kloster zum heiligen Wahnsinn im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 12. Januar 2009
  2. Das Kloster zum heiligen Wahnsinn auf prisma-online.de, abgerufen am 12. Januar 2009
  3. Auszeichnungen für Das Kloster zum heiligen Wahnsinn auf imdb.com, abgerufen am 12. Januar 2009
  4. Drehorte von Das Kloster zum heiligen Wahnsinn auf imdb.com, abgerufen am 12. Januar 2009
  5. Vollständige Besetzung von Das Kloster zum heiligen Wahnsinn auf imdb.com, abgerufen am 12. Januar 2009