David Koloane

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David Nthubu Koloane (* 5. Juni 1938 in Alexandra bei Johannesburg, Südafrika) ist bildender Künstler. In seinen Gemälden, Collagen und Zeichnungen befasst er sich mit aktuellen Fragen politischer Ungerechtigkeit und den Menschenrechten.

Biografie[Bearbeiten]

Koloane wuchs in einem Township auf. Schon während der Schulzeit begann er sich für Kunst zu interessieren und sich in seiner Freizeit damit zu beschäftigen, wenn er nicht Geld für seine Familie verdienen musste. Von 1974 bis 1977 besuchte Koloane den Kunstunterricht in den Bill Ainslie Studios, die später die Johannesburg Art Foundation wurden. 1977 war Koloane einer der Gründer der ersten „schwarzen“ Kunstgalerie in Johannesburg. Seine zunehmende Hingabe in der Kunst brachten ihm daraufhin eine Anstellung als Lehrer in einer Highschool in einem Township ein, erst als Teilzeit-, später als Vollzeit-Job. Auch in der folgenden Zeit blieb Koloane sehr engagiert: 1982 war er Co-Koordinator des Culture and Resistance Arts Festival in Botswana, in den Jahren von 1986 bis 1988 war er Kurator der Fuba-Kunst-Galerie in Johannesburg; 1990 fungierte er als Co-Koordinator und Co-Kurator im Rahmen des Zabalaza-Festivals in London, England. Von 1984 bis 1985 studierte Koloane zudem an der Universität London, wo er einen Abschluss in Museologie machte.

David Koloane ist mit seinen Arbeiten unter anderem vertreten in der Johannesburg Art Gallery, der South African National Gallery in Kapstadt, dem Botswana National Museum sowie in zahlreichen anderen privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland.

Werk und Arbeitsweise[Bearbeiten]

Das künstlerische Arbeitsfeld David Koloanes ist breit gefächert. Seine eigenen Arbeiten verbindet er stets mit einer jeweiligen sozialen Auseinandersetzung. Darüber hinaus hat er Beiträge zu verschiedenen Katalogen geleistet, Ausstellungen kuratiert, mehrmals als Jurymitglied fungiert - unter anderem im beratenden Gremium des National Arts Council - sowie mehrere Artikel in seiner Heimat sowie im Ausland publiziert. 1998 wurde Koloane durch die niederländische Regierung mit dem Prinz-Claus-Preis für seinen Beitrag zur Entwicklung der Bildenden Kunst in Südafrika geehrt.

Über seine Arbeiten sagt er: „Meine Anliegen hinsichtlich sozio-politischer Angelegenheiten und meine Beiträge zu Unterstützung benachteiligter schwarzer südafrikanischer Künstler während und nach der Apartheid sind offensichtlich. Von meiner Arbeit kann man sagen, dass sie die vergangene sowie die aktuelle sozio-politische Landschaft Südafrikas reflektiert. Die sozio-politischen Bedingungen, die durch das Regierungssystem zu Zeiten der Apartheid geschaffen wurden, haben die menschlichen Kondition zu der Achse gemacht, um die sich meine gesamte Arbeit dreht. Die Figur des Menschen wurde zur Ikone des kreativen Ausdrucks.“[1]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2008 Museum Goch, Goch, Deutschland
  • 2004 „The ID of South African Artists“ (ein das Musical „The Lion King“ begleitende Ausstellung), Amsterdam, Holland
  • 2003 Goodman Gallery, Johannesburg, Südafrika
  • 2002 Goodman Gallery, Johannesburg, Südafrika
  • 2001 Goodman Gallery, Johannesburg, Südafrika
  • 2000  Liberated Voices Exhibition, Museum of African Art, New York, USA
  • 1990 Gallery on the Market, with Michael Zondi, Johannesburg, Südafrika
  • 1990 South African Mural Exhibition, I.C.A. Gallery London, Großbritannien
  • 1990 Art from South Africa Museum of Modern Art, Oxford, Großbritannien
  • 1989 African encounter, Dome Gallery, New York, USA
  • 1989 The Neglected Tradition Exhibition, Johannesburg Art Gallery, Johannesburg, Südafrika
  • 1988 Pachipamwe international artists workshop Zimbabwe National Gallery Harare, Zimbabwe 
  • 1987 Contemporary Black artists Academy Art Gallery, Paris, Frankreich
  • 1987 Portraits: UNISA Art Gallery, Pretoria, Südafrika
  • 1986 Historical perspective of Black South African artists French Alliance, Pretoria, Südafrika
  • 1985 Fuba Gallery,Johannesburg, Südafrika
  • 1985 Gallery 198, London, Großbritannien
  • 1984 Stockwell Studio exhibition, London , Großbritannien
  • 1982 Art towards social development, National Gallery and Museum, Gaborone, Botswana 
  • 1979 Bill Ainslie Studios, Gallery, Johannesburg, Südafrika
  • 1979 Gallery 101, Johannesburg, Südafrika
  • 1978 Black Expo '78, Johannesburg, Südafrika
  • 1977 The Gallery, Johannesburg, Südafrika
  • 1977 Nedbank Gallery Killarney, Johannesburg, Südafrika

Literatur[Bearbeiten]

  • Schamp, Matthias, David Koloane, und Stephan Mann. David Koloane: Arbeiten Auf Papier. Hommage Zum 70. Geburtstag. Kerber Christof Verlag, 2008.
  • Tadjo, Véronique, und David Koloane, David Koloane (David Krut Pub., 2002).
  • Bogatzke, H., R. Brockmann, und C. Ludszuweit. Ondambo: African art forum. Gamsberg Macmillan, 2000. (S. 30-49, S. 174-177)
  • Berman, Esmé. Painting in South Africa. Southern Book Publishers, 1993. (S. 363)
  • Deliss, Clémentine, Whitechapel Art Gallery, Malmö konsthall, und Guggenheim Museum Soho. 7 stories about modern art in Africa. Flammarion, 1995. (S. 140-156, S. 261-265)
  • Herreman, Frank, und Mark D’Amato. Liberated voices: contemporary art from South Africa. The Museum for African Art, 1999. (S. 27)
  • Kasfir, Sidney Littlefield, und Gus Gordon. Contemporary African Art. Paw Prints, 2008. (S. 159-161)

Weblinks[Bearbeiten]

  • [1] Infos auf trent-art.co.za
  • [2] Infos auf artthrob
  • [3] Profil auf der Homepage der Goodman Gallery
  • [4] Infos auf artprintsa.com
  • [5] Artikel auf der Seite des Dead Revolutionaries Club
  • [6] Infos auf joburg.co.za
  • [7] Profil auf der Seite der V Gallery
  • [8] Artikel auf Palo Alto Online
  • [9] Infos auf artists-press.net

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Koloane bei artprintsa.com (englisch), abgerufen am 8. Juni 2014