Goch
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | ||||
| Kreis: | Kleve | ||||
| Höhe: | 18 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 115,38 km² | ||||
| Einwohner: | 34.026 (30. Juni 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 295 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 47574 | ||||
| Vorwahlen: | 02823 02827 (Ortsteile Kessel, Hassum und Hommersum) | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | KLE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 54 016
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 2 47574 Goch |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Karl-Heinz Otto (CDU) | ||||
Die Stadt Goch liegt am unteren linken Niederrhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Stadtgebiet
Die Stadt Goch, hat eine Gemeindefläche von 115 km² und liegt ca. 17,1 m über NN auf 6 Grad 09 min östlicher Länge und 51 Grad 40 min nördlicher Breite. In der Stadt Goch leben rund 34.000 Einwohner.
Räumlich ist das Stadtgebiet in folgende acht Stadtteile gegliedert
- Asperden (2.121 Einwohner)
- Goch (19.642 Einwohner)
- Hassum (1.047 Einwohner)
- Hommersum (461 Einwohner)
- Hülm (725 Einwohner)
- Kessel (2.054 Einwohner)
- Nierswalde (932 Einwohner)
- Pfalzdorf (6.432 Einwohner).
[Bearbeiten] Nachbargemeinden/-städte
Die Stadt Goch grenzt im Norden an die Stadt Kleve und die Gemeinden Kranenburg und Bedburg-Hau, im Osten an die Stadt Kalkar und die Gemeinde Uedem, im Süden an die Gemeinde Weeze sowie im Westen an die Gemeinden Bergen und Gennep (beide Provinz Limburg, NL).
| Groesbeek | Kleve | Kalkar |
| Gennep | Uedem | |
| Bergen | Weeze | Sonsbeck |
[Bearbeiten] Geschichte
Goch wurde erstmals 1261 als Stadt bezeichnet. Das genaue Jahr der Verleihung der Stadtrechte lässt sich nicht mehr ermitteln. Sicher ist, dass die Verleihung in die Regierungszeit von Otto II. (Geldern) (1229 - 1271) fällt. 1350 wurde die Stadtbefestigung vollendet. Goch gehörte zunächst zum Herrschaftsbereich der Grafen, später den Herzögen von Geldern, kam 1473 zum Herzogtum Kleve und mit dem Vertrag von Xanten 1614 an Brandenburg/Preußen.
In den folgenden 200 Jahren wechselte die Herrschaft über Goch mehrmals. 1615 wurde die Stadt von Holländern erobert, 1622 bis 1625 herrschten dann die Spanier in Goch. 1757 bis 1763 erfolgte eine Besetzung durch französische Truppen. 1795 bis 1815 gehörte Goch abermals zu Frankreich. 1815 kam Goch wieder zum Königreich Preußen.
1741 siedelten sich Pfälzer, die eigentlich nach Amerika auswandern wollten, in der Gocher Heide an. Aus dieser Ansiedlung entwickelte sich das Dorf Pfalzdorf, das 1799 als Gemeinde selbstständig wurde. Es entstand eine pfälzische Sprachinsel.
Durch den Bau der Eisenbahnstrecken Köln - Kleve (Linksniederrheinische Strecke) und Boxtel - Wesel (Boxteler Bahn), an deren Schnittpunkt Goch lag, kam es zu einigen neuen Industrieansiedlungen in Goch und die Stadt erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Einwohnerzahl entwickelte sich dadurch von ca. 4000 im Jahr 1850 auf etwa 13.600 im Jahr 1933.
In der Reichspogromnacht vom 09. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge in Goch in der Herzogenstraße von SA und SS demoliert und niedergebrannt.
Durch die schweren Bombenangriff der Alliierten am 07. und 12. Februar 1945 wurde die Stadt zu rund 80 % zerstört. Im Februar 1945 tobte in und um Goch 2 Wochen lang die Schlacht im Reichswald. Die damit verbundenen Bodenkämpfe fügten der Stadt ebenfalls schwere Schäden zu. Die alliierten Streitkräften hatten vermutet, dass Bunkeranlagen rund um Goch eine Verlängerung der Siegfriedlinie (Geldernstellung) darstellten, was die massiven Bombenangriffe und die Bodentruppen erklärt.
In der Nacht zum 24. Mai 1993 stürzte der 67 Meter hohe Kirchturm der Sankt-Maria Magdalena Kirche in sich zusammen. Der Wiederaufbau des Kirchturms dauerte zehn Jahre. In weiten Kreisen der Öffentlichkeit wird vermutet, dass der Einsturz eine Folge von Strukturschäden war, die durch die Bombenangriffe im Jahr 1945 entstanden.
Am 18. Mai 2005 wurde Goch durch den Bischof von Münster, Reinhard Lettmann, zum Wallfahrtsort erhoben. Immer mehr Pilger besuchen seit der Heiligsprechung von Pater Arnold Janssen dessen Taufkirche St. Maria Magdalena, dessen Geburtshaus und die in den 1970er Jahren neu gegründete Arnold Janssen-Pfarrei.
[Bearbeiten] Gebietsreform
Goch entstand in der heutigen Form am 1. Juli 1969 beim 1. kommunalen Neugliederungsprogramm in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Goch, die Gemeinde Pfalzdorf sowie die Gemeinden Asperden, Hassum, Hommersum, Hülm, Kessel und Nierswalde des Amtes Asperden wurden zur neuen Stadt Goch zusammengeschlossen.
Am 1. Januar 1975 wurde im Zuge des 2. Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen der Altkreis Kleve mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten der Kreise Moers und Rees zum neuen niederrheinischen Großkreis Kleve zusammengefügt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Arnold-Janssen-Kirche
- Haus zu den fünf Ringen (16. Jh.)
- Pfarrkirche Maria-Magdalena (14.-16 Jh., Kirchturm 24. Mai 1993 eingestürzt, 2003 modern wiederaufgebaut)
- Steintor (14. Jh.)
- Susmühle (18. Jh.)
- Haus des Klosters St. Johannes (heute Stadtbücherei)
- Arme Männerhaus (16. Jh.)
- Arme Frauenhaus (16. Jh.)
- Langenberghaus
- Geburtshaus des heiligen Arnold Janssen
- Viller Mühle
- Collegium Augustinianum Gaesdonck
- Evangelische Kirche am Markt zu Goch
- Rathaus: "Gocher Serie" des Düsseldorfer Künstlers Horst Wackerbarth
[Bearbeiten] Freizeit
- In dem Freizeitbad "GochNess" (Kessel) gibt es einen Naturbadesee mit Sandstrand und im Innern ein Wettkampf- und Erlebnisbecken, sowie eine große Saunaanlage.
- Sonstige Sportliche Aktivitäten: 43 Sportvereine, 17 Sportplätze (davon 4 Schulsportanlagen), Sporthalle am Städt. Gymnasium in Goch, 4 Gymnastikhallen, 3 Tennishallen, 3 Tennisanlagen, 2 Reithallen mit Reitplätzen, 3 Reitgelände, 1 Flugsportgelände, 2 Trimm-Strecken, Fun und Action-Park mit Inline Skate Park, überdachter "Spielturm" für Kinder, Miniaturgolfanlage, Schießsportanlagen, Paddelboot- und Fahrradverleih.
- Die Viller Mühle beherbergt die Welt des "wahnsinnigen Puppenspielers" Heinz Bömler. Hier finden zahlreiche Kulturveranstaltungen statt. Auch kann man die Sammlungen alter Läden, historischer Spielzeuge und Kuriositäten nach Voranmeldung besichtigen.
- Eine handvoll gastronomischer Betriebe laden zur Spargelsaison ins Spargeldorf Kessel ein.
[Bearbeiten] Kultur
- Museum für Kunst und Kulturgeschichte
- Kultur- und Kongresszentrum Kastell
- Stadtbücherei Goch
- Stadtarchiv
- Collegium Augustinianum Gaesdonck
[Bearbeiten] Vereine und Einrichtungen
[Bearbeiten] Deutsches Rotes Kreuz
Der DRK-Ortsverein Goch e.V.Goch innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes wurde ursprünglich 1899 von dem Gocher Arzt Dr. Eugen Förster als Freiwillige Sanitätskolonne gegründet . Die Mitglieder leisten heute innerhalb der DRK-Bereitschaft ehrenamtliche Arbeit u. a. bei Blutspendeaktionen, Sanitätsdiensten, Katastrophenschutz und bei sämtlichen Veranstaltungen in Goch und Umgebung. Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren wird sowohl die Möglichkeit angeboten, im Jugendrotkreuz tätig zu werden als auch an der jährlichen Ferienfreizeit im Sauerland teilzunehmen.
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Flugverkehr
Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Niederrhein und der Flughafen Düsseldorf International.
[Bearbeiten] Schienen- und Busverkehr
Der Bahnhof Goch liegt an der linksniederrheinischen Strecke (KBS 495), auf der täglich im Stundentakt und zusätzlich halbstündlich von montags bis freitags der RE 10 „Niers-Express“ von Kleve über Krefeld nach Düsseldorf verkehrt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die Dieseltriebwagen vom Typ Bombardier Talent (DB-Baureihe 643) und Triebwagen der DB-Baureihe 628/928 einsetzt.
Im kommunalen Personennahverkehr verkehren eine Reihe von Buslinien zur Erschließung der Region und des Stadtgebiets.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der regionale Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und der NRW-Tarif.
[Bearbeiten] Straßen
Im Fernstraßenbereich ist Goch an die Bundesautobahn 57 (E 31) über die Bundesstraße 9 angebunden.
[Bearbeiten] Berühmte Gocher
- Arnold Angenendt, Theologe und Kirchenhistoriker (*1934)
- Irmfried Benesch, Schriftsteller (Pseudonym Fridolin Aichner, 1912-1987)
- Thomas Bäcker, Heimatschriftsteller (1925-2006)
- Martin Wilhelm Fonck, Generalvikar des Bistums Aachen (1752-1830)
- Edgar Geenen, Fußballfunktionär (1954-2007)
- Heinrich Hamm, Bildhauer (1889-1968)
- Gerd Horseling, Reichstagsabgeordneter der KPD (1903-1992)
- Hubert Houben, Leichtathlet (1898-1956)
- Josefa Idem, Kanutin (*1964)
- Pater Arnold Janssen (1837-1909) (Gründer des weltweit aktiven Steyler Missionswerkes und Schüler des Collegium Augustinianum Gaesdonck)
- Ferdinand Langenberg, Kunstschnitzer und Bildhauer (1849-1931)
- Johann Pupper, Theologe und Vorreformator (1410-1475)
- Aleidis Raiscop, humanistische Schriftstellerin (1449–1507)
- Martin Schenk von Nideggen, Graf von Afferden und Blijenbeek, Kriegsobrist (1540-1589)
- Rudolf Schoofs, Künstler, (*1932)
- Heinrich Turck, jesuitischer Historiker (1607–1669)
[Bearbeiten] Partnerstädte
- Veghel, Niederlande
- Andover, Großbritannien
- Redon, Frankreich
- Nowy Tomyśl, Polen
[Bearbeiten] Literatur/Quellen
- Guido Blietz: Goch von 1900 bis 1939. 2006 ISBN 3866800177
- Marie-Theres Deußen: Zur Geschichte der Vertriebenen in Goch. 1995 ISBN 3926245301
- Hans-Joachim Koepp: Kelten, Kirche und Kartoffelpüree. Chronologie der 750-jährigen Geschichte der Stadt Goch. Band I: Von der Vorgeschichte bis zur brandenburgischen Zeit (1614). 2004 ISBN 3926245670
- Hans-Joachim Koepp: Kelten, Kirche und Kartoffelpüree. Chronologie der 750-jährigen Geschichte der Stadt Goch. Band II: Vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Deutschen Revolution (1615 - 1846). 2006 ISBN 3926245735
- Reinhard Schippkus: Aspekte der Geschichte Gochs 1933-1945. 1994 ISBN 3926245174
- Wappen der Stadt Goch Gocher Stadtwappen
[Bearbeiten] Weblinks
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