Dennis Cooper

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Dennis Cooper, 2010

Dennis Cooper (* 1953 in Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Autor, Dichter, Journalist und Performancekünstler.

Cooper wuchs in Pasadena, Kalifornien auf. Früh zeigte sich seine literarische Begabung. In seiner Jugend imitierte er Rimbaud, Verlaine, de Sade und Baudelaire. Seine Gedichte als Jugendlicher beschäftigten sich oft mit extremen, skandalösen Themen. Nach seiner Schulausbildung besuchte Cooper das Pasadena City College und später das Pitzer College.

Cooper reiste 1976 nach England, wo er sich in der Punkszene aufhielt. Dort startete er auch das Little Caesar Magazin. Mit dem Erfolg des Magazins gründete Cooper 1978 den Verlag Little Caesar Press, in dem er die Werke von Autoren wie Amy Gerstler, Elaine Equi, Tim Dlugos, Joe Brainard und Eileen Myles veröffentlichte. 1979 wurde Cooper Regisseur eines Programms alternativer Poesie Beyond Baroque in Venice, Kalifornien. 1984 zog Cooper nach New York City und 1987 nach Amsterdam, wo er seinen Roman Closer vollendete. Später gewann er mit diesem Roman den Ferro-Grumley für schwule Literatur. Während seiner Zeit in Amsterdam schrieb Cooper Artikel für die Zeitschriften Art in America, The Advocate, Village Voice und weitere Magazine.

Cooper kehrte 1987 nach New York City zurück, wo er Artikel für das Magazin Artforum schrieb. Cooper begann seinen nächsten Roman Frisk zu schreiben. In den folgenden Jahren arbeitete Cooper an verschiedenen künstlerischen Projekten, u. a. am Projekt AGAINST NATURE: A Group Show of Work by Homosexual Men (gemeinsam mit Richard Hawkins). 1990 zog Cooper von New York City nach Los Angeles, wo er mit Künstlern wie dem Musiker John Zorn, dem Maler Lari Pittman, den Steinmetzen Jason Meadows und Nayland Blake sowie weiteren Künstlern zusammenarbeitete. Cooper vollendete in Los Angeles 2000 seine fünfteilige Romanreihe George Miles. Weitere Werke folgten wie My Loose Thread, The Sluts (Sieger des Lambda Literary Award 2005) und God Jr. Seit Sommer 2005 lebt Cooper in Paris, wo er mehrere Theaterstücke verfasste und mit der französischen Choreographin Gisele Vienne und dem Musiker Peter Rehberg zusammenarbeitet. Daneben schrieb er an weiteren Büchern, insbesondere an Poesie wie beispielsweise The Weaklings.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Bekannt ist die Romanreihe George Miles von Cooper. Diese Reihe besteht aus fünf Romanen:

Weitere Werke[Bearbeiten]

  • The Terror of Earrings, Poesie, Kinks Press, 1973
  • Tiger Beat, Poesie, Little Caesar Press, 1978
  • Antoine Monier, Fiktion, Anon Press, 1978
  • Idols, Poesie, SeaHorse Press, 1979; Amethyst Press, 1989
  • Tenderness of the Wolves, Poesie, The Crossing Press, 1981
  • The Missing Men, Poesie, Am Here Books/Immediate Editions, 1981
  • My Mark, Fiktion, Sherwood Press, 1982
  • Safe, Roman, SeaHorse Press, 1985
  • He Cried, Poesie, Black Star Series, 1985
  • Wrong, Fiktion, Grove Press, 1992
  • The Dream Police: Selected Poems 69-93, Grove Press, 1994
  • Jerk, (gemeinsam mit Nayland Blake), Artspace Books, 1994
  • Horror Hospital Unplugged, Roman, Juno Books, 1997
  • All Ears, Soft Skull Press, 1997
  • My Loose Thread, Roman, Canongate, 2002
  • The Sluts, Roman, Void Books, 2004/Carroll & Graf, 2005
  • God Jr., Roman, Grove Press, 2005
  • Dennis, Buch, Don Waters Editions/AK Press, 2006
  • The Weaklings, Void Books, 2007

Theaterstücke[Bearbeiten]

  • Jerk, Regie: Gisele Vienne, Score: Peter Rehberg/Pita; (Weltpremiere: März 2008)
  • Kindertotenlieder (Regie: Gisele Vienne, Score: Stephen O'Malley und Peter Rehberg/Pita; 2007)
  • 'Un Belle Enfant Blonde" (gemeinsam mit Catherine Robbe Grillet, Regie: Gisele Vienne, Score: Peter Rehberg/Pita; 2005)
  • I Apologize (Regie: Gisele Vienne, Score: Peter Rehberg/Pita; 2004)
  • The Undead (Regie: Ishmael Houston-Jones, Score: Tom Recchion; Visual Design: Robert Flynt; 1990)
  • Knife/Tape/Rope (Regie: Ishmael Houston-Jones, Sets: John De Fazio; 1985)
  • Them (Regie: Ishmael Houston-Jones, Score: Chris Cochrane; 1984)

Weblinks[Bearbeiten]