Disteln

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Dieser Artikel beschreibt Disteln genannte Pflanzen. Der Stadtteil von Herten findet sich unter Disteln (Herten).
Mariendistel (Silybum marianum)
Silberdistel (Carlina acaulis)

Als Disteln werden umgangssprachlich mit Dornen bewehrte, „stachelige“ Pflanzen bezeichnet. Der Begriff geht auf indogermanische Ursprünge zurück und bedeutet etwa „spitz“ oder „stechen“.[1] Daher ist Distel in der Botanik keineswegs ein eindeutiger Name, sondern ein Namensbestandteil bei verschiedenen Arten und Gattungen der Carduoideae, einer Unterfamilie der Korbblütler (Asteraceae):

Wegen ihres ähnlichen Habitus werden die Karden (Dipsacus) und der Mannstreu (Eryngium) umgangssprachlich gelegentlich als Disteln angesprochen.

Disteln in der Heraldik[Bearbeiten]

Wappen von Nancy
Hauptartikel: Distel (Heraldik)

Die Distel ist in der Heraldik eine gemeine Figur und gehört, wie die Rose und die Lilie, zu den bekanntesten Wappenblumen. So gelten Disteln als Nationalblumen Schottlands, sie finden sich sowohl in der Wappenzier Schottlands als auch beim schottischen Orden von der Distel. Zudem benennen sich viele Sportvereine Schottlands nach den Disteln; bekanntester Vertreter ist Partick Thistle. Die Distel ist auch ein Emblem von Encyclopædia Britannica, die aus Edinburgh stammt.

Literarische Hinweise[Bearbeiten]

  • Im Lied The Thistle o' Scotland wird die Pflanze als Metapher für den Stolz und die Standhaftigkeit der Schotten verwendet:

„It’s the flowret the proud eagle greets in his flight,
as he covers the sun with the wings of his might.
It’s the flowret that laughs at the storm as it blows,
for the stronger the tempest, the greener it grows!“

– Volkslied

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dietmar Aichele, Renate Aichele, Hans-Werner Schwegler, Anneliese Schwegler: Der Kosmos-Pflanzenführer. Blütenpflanzen, Farne, Moose, Flechte, Pilze, Algen. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1996, ISBN 3-86047-394-8, S. 363.