Docks

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Dieser Artikel beschreibt den Musikclub in Hamburg; für Docks in der Schifffahrt siehe Dock (Schifffahrt).
Docks

Das Docks, auch als D-Club bekannt, ist ein Veranstaltungs- und Kulturzentrum in Hamburg. Es ist im Stadtteil St. Pauli unmittelbar am Spielbudenplatz gelegen. Mit einer Kapazität zwischen 1.250 und 1.500 Besuchern ist es der größte unter den Hamburger Musikclubs.[1][2] Ehemals befand sich in dem Gebäude Knopfs Lichtspielhaus, das oftmals als ältestes ortsfestes Kino in Deutschland genannt wird.[3] In der angeschlossenen Prinzenbar finden ebenfalls Konzerte und Veranstaltungen statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem Eberhard Knopf bereits vor 1900 „Eberhard Knopfs Konzert und Automatenhaus“ am Spielbudenplatz 21 betrieben hatte und Kuriositäten wie die „Weltwunder Australiens“ und den „größten Mann der Welt“ gezeigt hatte, präsentierte er am 20. Februar 1900 seinem Publikum das „lebende Laufbild“, mehrere 25-30 Meter lange Filme. Es hatte nahebei bereits ein Ladenkino in einem Laden der Firma Kobero & Co bestanden. Knopf erwarb diese Einrichtung, begann längere Filme zu zeigen – 1902 bereits eine Verfilmung von Robinson Crusoe – und eröffnete im September 1906 wegen des zunehmenden Erfolgs in einem Anbau des alten Knopfs am Spielbudenplatz 19, wo sich das Gebäude bis heute befindet, ein Filmtheater mit 667 Plätzen. 1922 umgebaut und vergrößert, überstand es die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs überwiegend unbeschadet.[3]

Am 27. Juli 1945 war es eines jener Filmtheater, die für die Zivilbevölkerung wiedereröffnet werden konnten. Von 1930 bis 1950 besuchten etwa elf Millionen Besucher das Kino.[3] 1965 wurde es als Sexfilmtheater „Eros-Cine-Center“ umgebaut, 1974 als Hollywood-Kino bzw. Varieté im Nostalgiestil. Da letzteres erfolglos blieb, erfolgte die Umwandlung in „Knopfs Music Hall“, aus der am 14. September 1988 die Diskothek bzw. der Musikclub Docks wurde.[4] Zahlreiche namhafte Künstler traten dort in den etwa 25 Jahren des Bestehens auf. 1997 spielten dort Metallica und nannten das Docks den „verdammt beste(n) Klub der Welt“.[5] Weitere Künstler waren (Auswahl): David Bowie mit Tin Machine, die Red Hot Chili Peppers, Iggy Pop, Peter Maffay, Die Ärzte, Black Sabbath, Public Enemy, Nelly Furtado, Roxette, die Ramones, Tom Petty und Blondie.[5]

Ende der 1990er-Jahre wurde dem Club der Untertitel D-Club beigegeben und außen sichtbar angebracht – dennoch ist der Club weithin als Docks bekannt und firmiert auch offiziell so. Ab etwa 2008 kam es zu Diskussionen um die Zukunft des Docks. Pläne u. a. des Betreibers des benachbarten St.-Pauli-Theaters und Schmidt-Theaters, Norbert Aust, sahen den Abriss und die Errichtung eines weiteren Revuetheaters an dieser Stelle vor. Aust bezeichnete das Docks im Verlaufe dessen als „Ruine“. Docks-Betreiber Amir Ahmadi wehrte sich gegen diese Pläne.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.hlk.me: Docks
  2. www.konzerte-events.de: Docks
  3. a b c www.filmmuseum-hamburg.de
  4. Docks: Die Schleusen sind geöffnet, in: Hamburger Abendblatt vom 15. September 1988
  5. a b www.abendblatt.de: Wo Courtney Love und Kim Gordon die Gitarren droschen
  6. www.abendblatt.de: Heftiger Streit ums Docks: Pöbelei vor TV-Kamera

Weblinks[Bearbeiten]

53.549259.9645277777778Koordinaten: 53° 32′ 57″ N, 9° 57′ 52″ O