Black Sabbath

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Black Sabbath (Begriffsklärung) aufgeführt.
Black Sabbath
Black Sabbath Logo.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Heavy Metal, Doom Metal, Hard Rock
Gründung 1968 als Earth
1969 als Black Sabbath
Website http://www.blacksabbath.com/
Gründungsmitglieder
Ozzy Osbourne (bis 1977, 1978–1979, seit 1997)
Tony Iommi
Geezer Butler (bis 1984, 1990–1994, seit 1997)
Bill Ward (bis 1980, 1983–1984, 1994, 1997–2012)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Mundharmonika
Ozzy Osbourne (bis 1977, 1978–1979, seit 1997)
Gitarre
Tony Iommi
Bass, Synthesizer
Geezer Butler (bis 1984, 1990–1994, seit 1997)
Tommy Clufetos (2012, seit 2013)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Dave Walker (1977–1978)
Gesang
Ronnie James Dio (1979–1983, 1991–1992; † 2010)
Gesang
Ian Gillan (1982–1984)
Gesang
David Donato (1984–1985)
Gesang
Glenn Hughes (1985–1986)
Gesang
Ray Gillen (1986–1987); † 1993
Gesang
Tony Martin (1987–1991, 1992–1997)
Geoff Nicholls (1985–1991, 1992–1997)
Bass
Dave Spitz (1985–1987)
Bass
Bob Daisley (1987)
Bass
Jo Burt (1987–1988)
Bass
Laurence Cottle (1988–1989)
Bass
Neil Murray (1989–1991, 1994–1997)
Schlagzeug
Vinny Appice (1980–1982, 1991–1992, 1998)
Schlagzeug
Bev Bevan (1983–1984)
Schlagzeug
Eric Singer (1985–1987)
Schlagzeug
Terry Chimes (1987–1988)
Schlagzeug
Cozy Powell (1988–1991, 1994–1995; † 1998)
Schlagzeug
Bobby Rondinelli (1992–1994, 1995–1997)
Brad Wilk (2013)

Black Sabbath ist eine englische Heavy-Metal-Band aus Aston (Birmingham), die als Mitbegründer dieses Genres und als prägende Größe des Hard Rock der frühen 1970er Jahre gilt.[1] Der Band wird ein maßgeblicher Einfluss auf die Entwicklung der Rock- und Heavy Metal-Musik der folgenden Jahrzehnte zugesprochen,[2] ebenso auf die Entstehung des Subgenres Doom Metal[3] und über ihre manchmal diabolischen Inhalte indirekt auf den Black Metal.[4][5]

Geschichte[Bearbeiten]

Entwicklung bis 1972[Bearbeiten]

Im August 1968 spielten die Schulfreunde Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler, Bill Ward, sowie zwei weitere Musiker aus Birmingham in der Polka Tulk Blues Band, abgekürzt auch Polka Tulk. Nachdem die zwei anderen Bandmitglieder die Gruppe verließen, benannte sich die Gruppe in Earth um. Die Musik wurde in dieser Zeit besonders von Blues und Jazz dominiert. 1968 und 1969 trat die Band im Vorprogramm von Ten Years After, John Mayall & the Bluesbreakers und Van der Graaf Generator auf und ging auf Tour durch Dänemark und Deutschland. Sie spielte auch mehrfach im Hamburger Star-Club.[6][7]

Im Dezember 1968 trat Iommi kurzzeitig mit Jethro Tull auf, kehrte aber zu Earth zurück. Da bereits eine andere Band namens Earth existierte, entschied man sich für eine weitere Änderung, um Verwechselungen zu vermeiden. Das Lied und der Bandname Black Sabbath wurde von dem Horrorfilm Die drei Gesichter der Furcht (I tre volti della paura, 1963) von Mario Bava mit Boris Karloff inspiriert, dessen englischer Titel Black Sabbath war.

Mit dem Namenswechsel ging auch ein Stilwechsel einher. Die Band probte damals gegenüber einem Kino und den jungen Musikern fiel auf, dass, wenn z.B. die damals sehr populären Gruselfilme aus den britischen Hammer Studios (Christopher Lee) liefen, das Kino besonders gut besucht war, Iommi, Osbourne, Butler und Ward wunderten sich und es wurde darüber diskutiert. So sei Iommi die Idee gekommen, dass man auch Musik machen könne, bei der sich die Zuhörer fürchten.[8]

Das in nur zwölf Stunden aufgenommene[9] Debüt Black Sabbath bietet harten Gitarrenrock, aggressive, düstere und auch melancholische Elemente, Songs mit Sessioncharakter und Bluesrockreferenzen wie etwa lange Gitarrensoli und ineinander übergehende Songs, ebenso Stücke mit mehreren Parts, was als typisch für die britische Herangehensweise zu komponieren, gelten kann. Die Platte erschien in zwei Versionen: Das auf der europäischen Version enthaltene Evil Woman wurde auf der amerikanischen und japanischen Version durch Wicked World ersetzt. Das Album erreichte in Großbritannien die Top 10 und hielt sich in den USA länger als ein Jahr in den Charts. Dort wurde eine Million Exemplare verkauft.[1]

Die zweite LP Paranoid repräsentiert den typischen Sabbath-Stil, der bis heute großen Einfluss auf Rockbands ausübt. In den meisten Stücken dieser Zeit kombinieren Black Sabbath einfache Riffstrukturen mit virtuosen Variationen von Bass, Gitarre, Schlagzeug und eingängigen Gesangslinien. Sänger Osbourne verzichtet ganz auf, zu dieser Zeit bei Rockbands, beliebte Bluesrockelemente. Sein hoher, falsettähnlicher melodiöser und ekstatischer Gesang besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Mit Paranoid, dem Titelstück der gleichnamigen LP, gelangte Black Sabbath weltweit in die Single-Charts. Das Album sollte ursprünglich War Pigs heißen, der Plattenfirma war das aber zu provokant und entschied im letzten Moment eigenmächtig, das Album Paranoid zu nennen, nach einem Song, der ironischerweise erst gegen Ende der Albumsessions eilig aufgenommen wurde, um die Platte zu füllen. Paranoid wurde schließlich zum größten Hit der Band und erreichte Platz eins in Großbritannien. In den USA wurde das Album vier Millionen Mal verkauft.[1]

Höhepunkt und Niedergang (1972–1978)[Bearbeiten]

Black Sabbath Live 1973

Das meiste Material der ersten beiden Alben war den vier Musikern wohlvertraut. Durch jahrelange Liveerfahrung waren diese Stücke gereift, sie waren schon zu 'Earth' Zeiten Bestandteil des Repertoires. Mit den Alben Master of Reality, Volume 4 und Sabbath Bloody Sabbath wurde es schwieriger denn neues und dementsprechend unvertrautes Material musste her. Doch der Erfolg gab den vier Musikern recht, sie erreichten alle die Top 10 in Großbritannien.[1] Sabbath Bloody Sabbath, Sabotage und Technical Ecstasy führten den klassischen Stil weiter, es flossen aber zusätzliche Stilmittel ein, der Bandsound wurde angereichert mit Klassikversatzstücken (Supertzar), erweiterten Arrangements (Wheels Of Confusion, Megalomania) oder auch Pop Anleihen (Who Are You). Zum bekannten Instrumentarium kamen Keyboard, Synthesizer, Streicher und klassischer Chor dazu. Gast bei verschiedenen Studiosessions und auf den Alben Vol.4 und Sabbath Bloody Sabbath zu hören, ist der Keyboarder und Star unter eigenem Namen Rick Wakeman, damals Keyboarder der Progressive Rock Band Yes. Die Bluesrockwurzeln verschwanden dabei immer mehr. Als die Plattenfirma trotz aufwändiger Produktionen weniger Geld für Promotion springen ließ, fühlten sich Sabbath sabotiert, worauf sie, als kleinen Seitenhieb, ihr sechstes Studioalbum Sabotage nannten. Doch auch mit diesem Album wurden die erwarteten Verkaufszahlen nicht erreicht. Dessen ungeachtet zählt auch dieses Album heute als Klassiker.

Im Oktober 1977 verließ Osbourne die Band. Als Ersatz trat der Sänger Dave Walker, der schon bei Savoy Brown und Fleetwood Mac am Mikro stand, der Band bei und wirkte bei einigen Konzerten, nicht jedoch bei Albumaufnahmen mit. Nach nur drei Monaten kehrte Osbourne jedoch zurück und nahm mit der Band das vorerst letzte Album Never Say Die! auf. In Klang und Habitus deutlich rauher, geprägt von schweren Alkoholeskapaden, war Osbourne nicht in der Lage das Album zu beenden, der letzte Track, 'Swinging The Chain' wurde von Drummer Bill Ward eingesungen, der schon auf dem Vorgängeralbum Technical Ecstasy als Sänger eingesprungen war. Im Januar 1979, als Black Sabbath in Los Angeles vergeblich versuchten, ein neues Album aufzunehmen, wurde er dann von der Band entlassen. Dennoch spielte er auf seinen Konzerten stets auch Klassiker seiner Stammformation, Paranoid, War Pigs, Iron Man oder auch Sweet Leaf u.a.m.

Osbournes Ausstieg & erste Besetzung mit Dio (1979–1982)[Bearbeiten]

In der Folgezeit trat Black Sabbath unter der Führung des Gitarristen Tony Iommi mit verschiedenen Sängern, Bassisten und Schlagzeugern weiter auf. Der Keyboarder Geoff Nicholls hatte vorher bei der Band Quartz Gitarre gespielt und wechselte zunächst nur als Studiomusiker und Gast zu Black Sabbath. Obwohl er nicht auf allen folgenden Alben der Band genannt wird, war er an diesen als Musiker und Komponist beteiligt. In einigen Phasen wurde er sogar dazu gebracht, seinen Part bei Konzerten hinter der Bühne zu spielen, da er nicht als vollwertiges Bandmitglied gelten sollte.[10]

1979 stieß schließlich Ronnie James Dio, der zuvor bei Elf und Rainbow gesungen hatte, zur Band. Er wurde ursprünglich von Tony Iommi kontaktiert, da dieser die Band ebenfalls verlassen wollte, um eine neue Band zu gründen. Während der Aufnahmen zum Album Heaven and Hell verließ Geezer Butler die Band, wodurch Dio, Iommi und Ward zuerst zu dritt an dem Album arbeiteten. Während die Band dabei war, ihn durch den ehemaligen Elf und Rainbow Bassisten Craig Gruber zu ersetzen, kam Butler zur Band zurück. Trotz der Skepsis zu Beginn kam das Album in der Öffentlichkeit gut an. Auf der Tour zu Heaven and Hell (1980) popularisierte Dio die mano cornuta, das Handzeichen, das sich zu einem der Identifikationsmerkmale der Heavy Metal-Szene entwickelte. Während dieser Tour verließ Schlagzeuger Bill Ward die Band, da seine Eltern kurz hintereinander verstorben waren und er mit Alkoholproblemen kämpfte. Er wurde durch Vinny Appice ersetzt, der auch das zweite Album mit Dio, Mob Rules, mit einspielte. Bei den Aufnahmen gab es aufgrund des Erfolgsdruckes erste Spannungen innerhalb der Band. Im Jahr 1982 wurde noch das Live Album Live Evil veröffentlicht. Bei dem Mix dieses Albums kam es zum Bruch der Band, die sich in zwei Lager (bestehend aus Geezer Butler/Tony Iommi und Ronnie James Dio/Vinny Appice) aufgeteilt hatte. Dio wurde Vorgeworfen, ein Kontrollfreak zu sein. Der Schwerwiegendste Vorwurf kam von Seiten der Techniker: ihm und Appice wurde vorgeworfen, nachts heimlich im Studio den Mix geändert zu haben. Im Zuge dieser Vorwürfe trennten sich Iommi und Butler von den beiden.

Ian Gillan als Sänger (1982–1984)[Bearbeiten]

Als neuen Sänger engagierte man den ehemaligen Deep-Purple-Frontmann Ian Gillan. Zu dieser Zeit (1983) veröffentlichte man das Album Born Again, für das auch Schlagzeuger Bill Ward in die Band zurückkehrte. Allerdings konnte er wegen seiner Alkoholprobleme die anschließende Tour nicht absolvieren und wurde durch den ehemaligen Electric Light Orchestra-Schlagzeuger Bev Bevan ersetzt. Das Album erreichte Platz 4 der englischen und Platz 39 der US-Charts.[11] Diese Besetzung zerbrach, als Gillan aufgrund der Wiedervereinigung von Deep Purple im Jahr 1984 ausstieg. Black Sabbath testete nach der Gillan-Ära verschiedene talentierte Rock-Sänger wie z.Bsp. David Donato (später White Tiger (Band)) oder Jeff Fenholt (später Joshua), mit denen jedoch keine offiziellen Verträge zustande kamen.

Beim Live Aid-Konzert 1985 trat die Band noch einmal für drei Songs mit Ozzy Osbourne auf.

Ständig wechselnde Besetzungen (1986–1991)[Bearbeiten]

Im Jahr 1986 folgte als neuer Sänger Glenn Hughes, mit dem das Album Seventh Star aufgenommen wurde, das ursprünglich als Soloalbum von Iommi geplant war. Auf Druck des Plattenlabels wurde es unter dem Namen Black Sabbath feat. Tony Iommi veröffentlicht.[12] Am Bass war Dave Spitz und am Schlagzeug der spätere Kiss-Schlagzeuger Eric Singer. In Großbritannien erreichte es Platz 27 der Charts. Danach gab es diverse Besetzungswechsel. Sänger Glenn Hughes wurde durch Ray Gillen ersetzt, ebenso kehrte Bev Bevan in die Band zurück. Zudem wurde Keyboarder Geoff Nicholls zum offiziellen Bandmitglied.

Während der Aufnahmen für das nächste Album, The Eternal Idol, wurde Bassist Spitz entlassen und durch Bob Daisley ersetzt. Nachdem die Aufnahmen abgeschlossen waren, verließ Ray Gillen die Band und wurde durch den Sänger Tony Martin ersetzt, der den Gesang noch einmal neu aufnahm. Das Album erreichte Platz 66 der englischen Hitparade und blieb dort für eine Woche. Für das Album Headless Cross spielte Laurence Cottle die Basslinien ein. Zudem übernahm der bekannte Drummer Cozy Powell das Schlagzeug. Als besonderen Gast konnte man Brian May für die Aufnahmesession gewinnen, er spielte Gitarre bei dem Lied When Death Calls. Das Album erreichte Position 31 der britischen Charts und gilt als das beste der Tony Martin Ära.

Cozy Powell brachte nun den Bassisten Neil Murray in die Band ein. In dieser Besetzung konnte die Band im Jahr 1990 mit dem Album Tyr erneut einen Erfolg verbuchen. Thematisch beschäftigt sich dieses nach dem germanischen Kriegsgott benannte Album mit der nordischen Mythologie.

Wiedervereinigung mit Dio (1991–1992)[Bearbeiten]

Trotz dieses Erfolges entließ Iommi im Anschluss Martin, Murray, Powell und Nicholls, um den Weg für eine Wiedervereinigung mit den ehemaligen Mitgliedern Ronnie James Dio und Vinny Appice sowie dem Gründungsmitglied Geezer Butler zu ebnen. Geezer Butler hatte den Anstoß dazu gegeben, als er privat ein Dio-Konzert besuchte und diesen dort traf. In dieser Besetzung nahm die Band 1992 das Album Dehumanizer auf, das sich stark am Black Sabbath-Stil der 70er Jahre orientierte. Während der Aufnahmen kam es zu Unstimmigkeiten in der Band und Dio dachte darüber nach, Black Sabbath wieder zu verlassen. Die Single-Auskopplung TV Crimes wurde in Großbritannien ein Top-30-Hit und das Album erreichte die Top-40. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Ozzy Osbourne auf seiner ersten Abschiedstour. Für die beiden letzten Konzerte in Costa Mesa, Kalifornien, wollte er gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen von Black Sabbath auftreten. Verträge wurden ausgehandelt, allerdings weigerte sich Dio aus persönlichen Gründen, die Bühne mit Ozzy zu teilen. Dio verließ die Band daraufhin. Später erklärte er, dass das Konzert ein Versuch war, die Wiedervereinigung mit Ozzy zu erreichen.

Cross Purposes & Abstieg der Band (1992–1997)[Bearbeiten]

Iommi setzte die Arbeit mit Butler, dem zurückgekehrten Tony Martin und dem Schlagzeuger Bobby Rondinelli fort. Diese neue Besetzung nahm das Album Cross Purposes (1994) und das darauffolgende Live-Album Cross Purposes Live (1995) auf. Im Anschluss daran kündigten Butler und Rondinelli und wurden erneut von Murray und Powell ersetzt. Zusätzlich nahm Iommi Geoff Nichols wieder auf, womit die Besetzung des Tyr-Albums wieder hergestellt war. 1995 nahm die Band ihr für lange Zeit letztes Studioalbum Forbidden auf. Tony Iommi, der 'starke Mann' der Band und Entscheidungsgeber, war dermaßen unzufrieden mit dem Ergebnis, dass er schon nach Veröffentlichung der ersten Auflage das Album aus dem Katalog des Labels streichen ließ. Als Gastmusiker trat der Rapper Ice-T im Stück The Illusion of Power auf. Allerdings erfolgte direkt nach den Aufnahmen erneut ein Wechsel: Powell verließ die Band, während Rondinelli wieder einstieg.

Wiedervereinigung (1997–2006)[Bearbeiten]

Black Sabbath auf der Bühne mit dem Markenzeichen, der Mano cornuta

Für die Ozzfest-Tour 1997 konnte Iommi schließlich die ursprüngliche Besetzung von Black Sabbath mit Ausnahme von Bill Ward (stattdessen spielte Mike Bordin Schlagzeug) wiedervereinigen. So spielte Black Sabbath 1997 die ersten beiden Konzerte nach ihrer Wiedervereinigung in ihrer Heimatstadt Birmingham in der NEC Arena. Aus diesen Konzerten entstand das Live-Album Reunion, das im darauf folgenden Jahr veröffentlicht wurde. Das Material bestand zu einem großen Teil aus Stücken der frühen Geschichte wie Paranoid, Black Sabbath oder War Pigs, enthielt aber auch Studioaufnahmen von zwei neuen Liedern, Selling My Soul und Psycho Man, die beide von Osbourne und Iommi geschrieben wurden. Das Album war insbesondere in den USA erfolgreich, wo es Platz 11 der Charts erreichte und Platin-Status erlangte. Für die Aufarbeitung von Iron Man erhielt die Band im Jahr 2000 den Grammy Award for Best Metal Performance.

Im Jahr 2005 erfolgte eine weitere Tournee der Original-Besetzung. Dabei beschränkte sich die Band bei ihren Auftritten auf Songs der ersten fünf Studio-Alben. Im November desselben Jahres wurden Black Sabbath in die UK Music Hall of Fame, 2006 dann in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Heaven And Hell (2006–2010)[Bearbeiten]

2007 erschien die Compilation The Dio Years, welche die Höhepunkte der Schaffensperiode von Black Sabbath mit Ronnie James Dio am Gesang abdeckt. Ronnie James Dio, Tony Iommi, Geezer Butler und Vinny Appice (die Besetzung der Alben Mob Rules von 1981 und Dehumanizer von 1992) waren im Jahr 2007 unter dem Namen Heaven and Hell auf Tournee. Gespielt wurden ausschließlich Lieder der drei Alben der Dio-Ära und des neuen Best-of-Albums. Im Jahr 2009 erschien in dieser Besetzung ein neues Studioalbum namens The Devil You Know und die Band ging erneut auf Welttournee. Die Tournée konnte nicht beendet werden, da Ronnie James Dio an Magenkrebs erkrankte und schließlich im Mai 2010 verstarb.

2010 erschien das Live-Album Neon Nights: 30 Years of Heaven & Hell Live at Wacken auf CD und DVD, dass einen Auftritt der Band auf dem Wacken Open Air 2009 zeigt. Nach Dios Tod trat die Band noch einmal unter dem Namen Heaven And Hell auf. Dies geschah am 24. Juli 2010 und dabei halfen die Sänger Glenn Hughes und Jørn Lande aus.

Das Album 13 (seit 2011)[Bearbeiten]

Am 16. August 2011 wurde das Gerücht verbreitet, dass die Originalbesetzung (mit Ward) für eine Wiedervereinigung zurückgekehrt sei. Obwohl Tony Iommi dies auf seiner Internetpräsenz dementierte,[13] gab er nur einen Tag später ein Statement ab, das eine Wiedervereinigung nicht hundertprozentig ausschloss. Für den 11. November 2011 wurde eine wichtige Nachricht angekündigt, die dann in Form einer Videobotschaft auf YouTube gelüftet wurde: Die Urbesetzung hatte ihre Wiedervereinigung für lange Zeit verschwiegen und plante für 2012 ein neues Studioalbum sowie eine Welttournee.[14] Anfang 2012 wurde jedoch die Krebserkrankung von Tony Iommi bekannt, worauf die Tournee vorerst verschoben wurde. Im Februar 2012 vermeldete Schlagzeuger Bill Ward seinen Ausstieg aus der Band. Über die Gründe veröffentlichte er eine Stellungnahme auf seiner Homepage.[15]

Im Januar 2013 gab die Band bekannt, dass im Juni 2013 das neue Album erscheinen werde. Es trägt den Titel 13 und wurde von Rick Rubin produziert. Am 19. April 2013 wurde die Singleauskopplung God Is Dead? aus dem Album als digitaler Download veröffentlicht.[16] Der Titel konnte sich als erste Single der Band seit dem Nr.1-Erfolg Paranoid aus dem Jahr 1971 in den Verkaufscharts platzieren.[17] Bei den Grammy Awards 2014 wurde das Lied als beste Metal-Darbietung des Jahres ausgezeichnet.

Im November 2013 erschien das Live-Album Black Sabbath: Live…Gathered in Their Masses, das am 30. April und 1. Mai in Melbourne, Australien aufgenommen worden war.[18] Aufgrund des kommerziellen Erfolges des damals aktuellen Albums und der Konzerte wurde die Tour 2013 bis in das Jahr 2014 verlängert.[19]

Besetzungen[Bearbeiten]

Einfluss auf andere Bands[Bearbeiten]

Black Sabbath gilt als einer der großen Wegbereiter des Heavy Metal und auch viele Rockbands zählen die Musik von Black Sabbath zu ihren Einflüssen, u. a. Alice in Chains,[20] Anthrax,[21][22] Bathory,[23] Blessed Death,[24] Candlemass,[25] Celtic Frost,[26] Death,[27] Disturbed,[28] Down,[29] Fear Factory,[30] Foo Fighters,[31] Godsmack,[32] Guns N' Roses,[33] Iron Maiden,[34] Judas Priest,[33] Korn,[27] Manowar, Megadeth,[35] Metallica,[27][36] Opeth,[37] Pantera,[27] The Smashing Pumpkins,[38] Slayer,[27][39] Slipknot,[40] und Venom.[5][27]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Black Sabbath/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [41] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1970 Black Sabbath 8
(… Wo.)
8
(42 Wo.)
23
(66 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Februar 1970
Verkäufe: + 1.000.000
1970 Paranoid 2
(… Wo.)
1
(22 Wo.)
12
(70 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 1970
Verkäufe: + 4.000.000
1971 Master of Reality 5
(… Wo.)
5
(13 Wo.)
8
(43 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juli 1971
Verkäufe: + 2.000.000
1972 Black Sabbath Vol. 4 14
(… Wo.)
8
(10 Wo.)
13
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. September 1972
Verkäufe: + 1.000.000
1973 Sabbath Bloody Sabbath 49
(… Wo.)
4
(11 Wo.)
11
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 1973
Verkäufe: + 1.060.000
1975 Sabotage 44
(… Wo.)
9
(8 Wo.)
7
(7 Wo.)
28
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Juli 1975
Verkäufe: + 560.000
1976 Technical Ecstasy 13
(6 Wo.)
51
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. September 1976
Verkäufe: + 500.000
1978 Never Say Die! 12
(6 Wo.)
69
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. September 1978
Verkäufe: + 500.000
1980 Heaven and Hell 9
(22 Wo.)
28
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. April 1980
Verkäufe: + 1.100.000
1981 Mob Rules 12
(13 Wo.)
29
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. November 1981
Verkäufe: + 560.000
1983 Born Again 4
(7 Wo.)
39
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. August 1983
1986 Seventh Star 27
(5 Wo.)
78
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Januar 1986
1987 The Eternal Idol 66
(1 Wo.)
168
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. November 1987
1989 Headless Cross 23
(2 Wo.)
31
(2 Wo.)
115
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. April 1989
1990 Tyr 12
(… Wo.)
24
(5 Wo.)
24
(5 Wo.)
24
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. August 1990
1992 Dehumanizer 14
(16 Wo.)
7
(10 Wo.)
13
(8 Wo.)
28
(2 Wo.)
44
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juni 1992
1994 Cross Purposes 32
(9 Wo.)
23
(6 Wo.)
41
(3 Wo.)
41
(1 Wo.)
122
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Januar 1994
1995 Forbidden 35
(9 Wo.)
40
(1 Wo.)
48
(1 Wo.)
71
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Juni 1995
2013 13 1
(29 Wo.)
2
(14 Wo.)
1
(19 Wo.)
1
(11 Wo.)
1
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 2013
Verkäufe: + 1.000.000 (4. Juli 2014)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Billboard.com: Black Sabbath (Version vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  2. VH1.com: Black Sabbath. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  3. Robert Müller: Jetzt mal schön langsam…. In: Metal Hammer, Dezember 2010, S. 89.
  4. Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos. First Edition. Feral House, Venice 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 22.
  5. a b „We were all into the older stuff—Judas Priest, Deep Purple, Motorhead, Black Sabbath. Mantas had always been a huge Kiss fan. We were drawing inspiration from these bands. We’d take some of the diabolical content of Black Sabbath and we’d mix it with some of the stage presence of Kiss, and with the originality of Deep Purple. That’s were we got Venom from. Venom was never meant to be a blacker Iron Maiden or anything, it was really based on older bands and what little pieces of those bands we wanted to emulate.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos. First Edition. Feral House, Venice 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 10.
  6. Band: Black Sabbath – Biographie und Diskographie bei HardHarderHeavy
  7. SABBATHLIVE – Timelines
  8. Music Madness! – Black Sabbath
  9. laut MTV Masters Ozzy Osbourne/ Black Sabbath
  10. Internet Movie Database: Geoff Nicholls
  11. allmusic ((( Born Again > Charts & Awards > Billboard Albums )))
  12. allmusic ((( Seventh Star > Overview )))
  13. Tony Iommi: Gerüchte von Reunion stimmen nicht
  14. Black Sabbath 11-11-11
  15. http://www.billward.com/2012/05/statement-on-upcoming-black-sabbath-shows/#more-1428
  16. Radio 66.6 – Weekly Music News from the Crypt: April 15th, 2013, abgerufen am 17. April 2013
  17. Hot Spot 05-03-13 auf germanchartblog; abgerufen am 6. Mai 2013
  18. http://www.blabbermouth.net/news/black-sabbath-complete-livegathered-in-their-masses-blu-ray-dvd-cd-details-revealed/
  19. Black Sabbath Tourdaten. Abgerufen am 14. November 2013.
  20. 15 Most Influencial Albums.... In: Spin, April 2003. Abgerufen am 9. Oktober 2012. 
  21. MTVNews.com: The Greatest Metal Bands of All Time. MTV. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  22. Metal Israel » Blog Archive » Scott Ian – Lifestyles Magazine, September 2003
  23. Luxi Lahtinen: BATHORY – An Epic Interview With Quorthon. 2001, abgerufen am 22. Februar 2010 (englisch): „After all, BATHORY's origin is a mixture of early Black Sabbath, early Motörhead and early GBH. […] I have always said that if you want to know where the initial BATHORY stuff came from, all you have to do is to listen to early Black Sabbath, early Motörhead and early GBH at the same time.“
  24. POWERMETAL.de – Interviews: Blessed Death – Nick Fiorentiono
  25. Candlemass (Leif Edling) 02/04/2009. MetalObsession.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  26. Interview of: Tom G. Warrior – Celtic Frost/Hellhammer. PyroMusic.net, abgerufen am 6. September 2010: „There was basically two fields of music that influenced me. There was Heavy Metal, and New Wave. In Heavy Metal, it's fair to say bands like Black Sabbath, Angel Witch and Venom influenced us. Martin and I were heavily influenced by the New Wave music of the time too, such as Bauhaus, Siouxsie And The Banshees, Christian Death etc and I think it's a mix of these musical directions that influenced the sound of Celtic Frost.“
  27. a b c d e f Chris Gill: The Eternal Idol. In: Guitar World, December 2008. 
  28. DISTURBED Guitarist: Don't Call Us 'Nu Metal'. Blabbermouth.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  29. Down | Music Artist | Videos, News, Photos & Ringtones | MTV
  30. Ex-FEAR FACTORY Axeman DINO CAZARES Talks Guitars. Blabbermouth.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  31. HEAVEN AND HELL, MEGADETH Perform In Los Angeles; Photos Available. Blabbermouth.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  32. GODSMACK'S Next Album Will Rock In A Bluesier Way. Blabbermouth.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  33. a b Black Sabbath. Rock and Roll Hall of Fame. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  34. IRON MAIDEN Bassist Talks About His Technique And Influences. Blabbermouth.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  35. Turman, Katherine: Black Sabbath – Bank One Ballpark, Phoenix, December 31, 1998. Rollingstone.com. Archiviert vom Original am Juni 2008. Abgerufen am 25. April 2008.
  36. Metallica.com
  37. OPETH Pays Tribute To Classic Heavy Metal Artists. Blabbermouth.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  38. Di Perna, Alan. "Zero Worship", Guitar World. Dezember 1995.
  39. Mark Eglinton: The Crypts Of 25 Years: Tom Araya On The Anniversary Of Slayer's Hell Awaits. The Quietus, 16. August 2010, abgerufen am 6. September 2010 (englisch): „We did covers of Venom, Maiden, Priest. We were listening to the same stuff everybody else was – you can name them all. They were the metal bands. Sabbath was there, Richie Blackmore... Jeff’s a big fan of fuckin’ Richie Blackmore – I found that out last night [laughs]. So those core bands were the ones. Venom was a big influence on Kerry as far as the imagery, and how we did the song-writing.“
  40. BLACK SABBATH Bassist: 'It's Great When Bands Cite Us As Their Influence. Blabbermouth.net. Abgerufen am 9. Oktober 2012.
  41. Chartquellen: DE AT CH UK US

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Black Sabbath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien