Tom Petty

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Tom Petty live (2006)
Stern für Tom Petty and the Heartbreakers auf dem Walk of Fame

Thomas Earl Petty (* 20. Oktober 1950 in Gainesville, Florida) ist ein US-amerikanischer Musiker.

Leben[Bearbeiten]

Petty beendete 1968 die High School und ging ein Jahr lang auf das College. Seine erste Band The Sundowners benannte sich kurz darauf in Epics um. Die Band wurde schnell lokal bekannt. 1970 wurde die Band in Mudcrutch umbenannt. Bei Auftritten teilten sie sich häufig die Bühne mit einer anderen aufstrebenden Gruppe: Lynyrd Skynyrd. Mudcrutch hatten ihre eigene Musik und kombinierten den Einfluss britischer Bands mit dem kalifornischen Stil der Byrds, Buffalo Springfield und The Flying Burrito Brothers. 1974 bekamen sie einen ersten Plattenvertrag.

Von 1974 bis 1996 war Tom Petty mit Jane Benyo verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Seit 2001 ist er mit Dana York verheiratet.[1]

Karriere als Musiker[Bearbeiten]

Die eigentliche Karriere begann 1976 mit Tom Petty & the Heartbreakers und dem gleichnamigen Debüt-Album der Band (bestehend aus Mike Campbell an der Gitarre, Benmont Tench an Keyboards und Klavier, Stan Lynch am Schlagzeug und Ron Blair am Bass). Aufgenommen wurden die Stücke in den Shelter Studios in Los Angeles. Denny Cordell produzierte das Album, das mit Liedern wie Breakdown und American Girl vor allem in Europa ein Achtungserfolg wurde.

1978 erschien das Nachfolgealbum You’re Gonna Get It, ebenfalls von Danny Cordell produziert und in den Shelter Studios aufgenommen. Es enthält unter anderem die Single I Need to Know. Es folgten noch fünf weitere Alben sowie eine Live-CD.

1987 ging Petty mit Bob Dylan auf Welttournee und spielte im September 1987 mit Dylan und Roger McGuinn (The Byrds) vor etwa 81.000 Fans im Treptower Park in Ost-Berlin.[2]

1989 veröffentlichte Petty sein erstes Soloalbum, Full Moon Fever, co-produziert von Jeff Lynne (sein Partner bei den Traveling Wilburys mit Bob Dylan, George Harrison und Roy Orbison) und Mike Campbell. Hits dieses Albums waren I Won’t Back Down, Free Fallin’ und Runnin’ Down a Dream. Außerdem ist eine Coverversion des Byrds-Stücks Feel a Whole Lot Better auf dem Album enthalten, das Pettys kommerzieller Durchbruch werden sollte. Es erreichte den dritten Platz der US-amerikanischen Album-Charts und wurde dreimal mit der Platin-Schallplatte ausgezeichnet.[3]

Petty wurde 1989 für seine Arbeit mit den Traveling Wilburys mit einem Grammy Award ausgezeichnet.

1994 erschien Pettys zweites Soloalbum, Wildflowers, für das er einen weiteren Grammy Award erhielt. Unter den Hits dieses Albums, zu dessen Gastmusikern auch Ex-Beatle Ringo Starr zählte, waren You Don’t Know How It Feels, You Wreck Me und It’s Good to Be King. Am 29. November 2002, genau ein Jahr nach dem Tod George Harrisons, nahm Petty in der Londoner Royal Albert Hall am Gedenkkonzert für den ehemaligen Weggefährten teil. Im Juli 2006 erschien das Album Highway Companion, erneut produziert von Jeff Lynne.

Petty ist mit der amerikanischen Sängerin Stevie Nicks befreundet, mit der er 1981 den Hit Stop Draggin’ My Heart Around veröffentlichte. Bei vielen seiner Konzerte begleitet sie ihn. Ebenfalls erwähnt werden muss die Freundschaft zu Johnny Cash, dessen Begleitband der letzten Alben der American-Recordings-Reihe sich seit 1996 maßgeblich aus Mitgliedern der Heartbreakers zusammensetzte. Nicht zuletzt veröffentlichte Cash dort auch eigene Versionen von Pettys Southern Accents und I Won’t Back Down.

1997 spielte er sich selber in einer kleinen Gastrolle an der Seite von Kevin Costner in dem Film Postman.

2002 hatte er einen Gastauftritt in einer Folge der Simpsons, in der er seine Zeichentrickfigur sprach.

Im Februar 2008 trat er mit den Heartbreakers in der Halbzeitshow des Super Bowl XLII auf.[4]

Im April 2008 erschien ein neues Album, ein Reunionsalbum seiner ehemaligen Band Mudcrutch.[5]

Diskografie (Solo)[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Full Moon Fever
  DE 8 xx.xx.1989 (… Wo.)
  UK 3 xx.xx.xxxx (… Wo.)
  US 8 xx.xx.xxxx (… Wo.)
Wildflowers
  DE 15 xx.xx.1994 (… Wo.)
  AT 13 13.11.1994 (16 Wo.)
  CH 17 13.11.1994 (10 Wo.)
  UK 36 xx.xx.xxxx (… Wo.)
  US 8 xx.xx.xxxx (… Wo.)
Highway Companion
  DE 12 xx.xx.2006 (… Wo.)
  AT 60 04.08.2006 (3 Wo.)
  CH 44 06.08.2006 (3 Wo.)
  UK 56 xx.xx.xxxx (… Wo.)
  US 4 xx.xx.xxxx (… Wo.)
Singles
I Won’t Back Down
  DE 66 xx.xx.1989 (… Wo.)
  UK 28 xx.xx.xxxx (… Wo.)
  US 12 xx.xx.xxxx (… Wo.)
Runnin’ Down a Dream
  US 23 xx.xx.1989 (… Wo.)
Free Fallin’
  US 7 xx.xx.1989 (… Wo.)
Learning to Fly
  DE 31 xx.xx.1991 (… Wo.)
  US 28 xx.xx.xxxx (… Wo.)
You Don’t Know How It Feels
  US 13 xx.xx.1994 (… Wo.)
Saving Grace
  US 100 xx.xx.2006 (… Wo.)
  • 1989 Full Moon Fever
  • 1994 Wildflowers
  • 2006 Highway Companion

Diskografie (Solosingles)[Bearbeiten]

  • 1989 I Won’t Back Down
  • 1989 Free Fallin’
  • 1989 Runnin’ Down a Dream
  • 1989 Yer so Bad
  • 1994 You Don’t Know How It Feels
  • 1994 You Wreck Me
  • 1995 It’s Good to Be King
  • 2006 Saving Grace

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Zollo, Tom Petty: Conversations with Tom Petty. Omnibus Press, New York 2005, ISBN 1-84449-815-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Zollo, Tom Petty: Conversations with Tom Petty. Omnibus Press, New York 2005, ISBN 1-84449-815-8, S. 155–157.
  2. Stasi-Unterlage über das Konzert im Treptower Park 1987
  3. SWR3 Täglich Pop: Tom Petty mit erstem Album ohne die Heartbreakers, 4. April 1989
  4. www.nytimes.com: The Stubborn Voice of a Troubadour., 16. Januar 2011
  5. www.mudcrutch.com: Nashville's Leadon reunites with Petty on album and film

Weblinks[Bearbeiten]