Edremit (Balıkesir)

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Edremit (Balıkesir)
Wappen fehlt
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Edremit (Balıkesir) (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Balıkesir
Koordinaten: 39° 35′ N, 27° 1′ O39.58944444444427.019722222222Koordinaten: 39° 35′ 22″ N, 27° 1′ 11″ O
Einwohner: 55.255[1] (2012)
Telefonvorwahl: (+90) 266
Postleitzahl: 10300
Kfz-Kennzeichen: 10
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Kamil Saka (CHP)
Webpräsenz:
Landkreis Edremit (Balıkesir)
Einwohner: 127.459[1] (2012)
Fläche: 731 km²
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km²
Kaymakam: Osman Tunç
Webpräsenz (Kaymakam):
Der zentrale Platz der Republik in Edremit (Juli 2010).

Edremit (früher griechisch Άδραμύττιον) ist der Name einer Kreisstadt und des gleichnamigen Landkreises in der türkischen Provinz Balıkesir. Die Stadt liegt im Westen der Provinz, etwa 75 km westlich der Provinzhauptstadt Balıkesir, am Golf von Edremit (Edremit Körfezi) auf den flachen Ausläufern des Paşadağ. 2012 hatte die Stadt 55.255 und der Landkreis 127.459 Einwohner.

Die Umgebung des etwa 10 km vom Meer entfernten Ortes bildet eine fruchtbare Schwemmlandebene, in der hauptsächlich Oliven, Mais Getreide und Feigen geerntet werden. Im Zentrum des Landkreises, nördlich der Stadt, liegt der 21.300 ha umfassende Kazdağı-Nationalpark, der das Zentrum des Kaz Dağı, des historischen Ida-Gebirges umschließt.

Edremit besitzt einen Flughafen (Flughafen Balıkesir Körfez).

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Zerstörung der Vorgängersiedlung Adramyttion durch den Seldschuken Çaka Bey 1093 wurde die Stadt von Philokales, einem General des byzantinischen Kaisers Alexios, wieder aufgebaut. Manuel I. verstärkte die Befestigung gegen die türkische Gefahr. Im 14. Jahrhundert fiel die Stadt an das Beylik der Karesi, in der Regierungszeit von Sultan Orhan schließlich eroberten Mitte des 14. Jahrhunderts die Osmanen Edremit.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über ein Städtisches Museum, das neben spärlichen archäologischen Funden eine reiche Waffensammlung zeigt. Die Kurşunlu Cami (Kurşunlu Moschee) wurde 1231 von dem Seldschuken Yusuf Sinan erbaut.[3]

Am Golf von Edremit liegen

  • die Ruinen der antiken äolischen Stadt Antandros, etwa 20 km westlich bei Altınoluk
  • bei Küçükkuyu, etwa 35 km westlich, auf einem Berg die Reste einer römischen Militärstation, Zeusaltar genannt

Von der Vorgängersiedlung Adramyttion, etwa 13 km südwestlich beim heutigen Ören, sind keine nennenswerten Relikte erhalten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 13. Juli 2013
  2. J. H. Mordtmann, V. L. Ménage: Edremit In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. 2, Brill, Leiden, S. 686f.
  3. Marianne Mehling (Hrsg.): Knaurs Kulturführer in Farbe Türkei. Droemer-Knaur, 1987, S. 172, ISBN 3-426-26293-2