Eduard Habsburg-Lothringen

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Eduard Karl[1] Habsburg-Lothringen (* 12. Jänner 1967 in München; alle Vornamen Eduard Karl Joseph Michael Marcus Antonius Koloman Volkhold Maria) ist ein Drehbuchautor, Romancier und katholischer Philosoph.

Leben[Bearbeiten]

Eduard Habsburg-Lothringen studierte an der KU Eichstätt und wurde 1999 mit einer Arbeit über „Das Ende des Neuthomismus“ magna cum laude promoviert. In den Folgejahren schrieb er Drehbücher für Filme wie Der Weihnachtshund (Cult Film 2004) und Zwei Weihnachtshunde (Cult Film 2005) sowie SOKO Donau (Satel Film ab 2005). Mit der Veröffentlichung seiner Doktorarbeit wartete er nach eigenen Angaben auf Bitten des Dominikaner-Ordens bis 2006, weil sie „sehr delikate Prozesse“ innerhalb der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg (Schweiz) aus den 1960er bis 1980er-Jahren „zum Teil recht detailliert“ behandelt. Zu seiner Dissertation hielt er im April 2006 an der Hochschule Gaming ein Blockseminar auf Englisch (“Rise and Fall of Thomism in the 20th century”). 2007 wirkte er kurzfristig als Professor am Istituto di Filosofia Applicata der Facoltà di Teologia in Lugano (Schweiz), wo er auf Italienisch unter anderem über Comics, Zeichentrick und Philosophie Blockseminare hielt.

Im Frühjahr 2008 erschien sein erster Roman Die Reise mit Nella. Im Jahr 2008 übersetzte Habsburg zudem das christliche Kinderbuch Was eine Messe wiegt von Josephine Nobisso ins Deutsche. Seit 1. Juli 2009 ist er Medienreferent von Bischof Klaus Küng in der Diözese St. Pölten. Seit Januar 2014 läuft auf Servus TV die Dokumentationsserie Wo Grafen schlafen, die auf seinem Buch beruht und in welcher er mit der Schauspielerin Jessica Schwarz durch insgesamt 8 verschiedene Schlösser in Deutschland und Österreich führt.

Eduard Habsburg-Lothringen ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Die Familie lebt in einem modernen Architektenhaus in der Nähe von Wien.[2]

Vorfahren[Bearbeiten]

Eduard Habsburg-Lothringen ist der Sohn von Michael Habsburg-Lothringen (* 1942) und Christiana geb. Prinzessin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (* 1940). Sein Großvater väterlicherseits war Erzherzog Josef Franz von Habsburg-Lothringen (1895-1957), ein Sohn des Erzherzogs Joseph August (1872-1962) und der Prinzessin Auguste Maria Luise von Bayern (1875-1964). Augusta von Bayern war eine Tochter von Erzherzogin Gisela, der Tochter des Kaiserpaars Franz Joseph I. und Elisabeth. Eduard Habsburg-Lothringen ist somit ein Urururenkel von Franz Joseph und Elisabeth (Sisi).[3]

Werke[Bearbeiten]

  • Das Ende des Neuthomismus - die 68er, das Konzil und die Dominikaner. Nova et Vetera, Bonn 2007, ISBN 3-936741-43-3.
  • Luyten, Norbertus (gemeinsam mit Jörgen Vijgen). In: Thomistenlexikon, Hrsg. V. David Berger und Jörgen Vijgen, Nova et vetera, Bonn 2006, S. 399-402.
  • Wyser, Paul (gemeinsam mit David Berger) In: Thomistenlexikon, Hrsg. V. David Berger und Jörgen Vijgen, Nova et vetera, Bonn 2006, S. 725-728.
  • Der „Fürst der Neuplatoniker“ – Gallus M. Manser und Plotin. In: Doctor Angelicus. Annuarium Thomisticum Internationale, Vol. VI, 2006, S. 7-23.
  • Grafenegg - Das Schloss (Schlossführer). Mai 2007.
  • Die Reise mit Nella. Thiele und Brandstätter, München/Wien 2008, ISBN 978-3-85179-016-0.
  • Der Schlosspark Grafenegg (Parkführer). Tulln, Mai 2008.
  • James Bond in 60 Minuten. Thiele, München/Wien 2008 (unter Pseudonym Jonathan Byron).
  • Harry Potter in 60 Minuten. Thiele, München/Wien 2008 (unter Pseudonym Jonathan Byron).
  • Wo Grafen schlafen. Was ist wo im Schloß und warum? C. H. Beck, 2011.
  • Renaissanceschloss Schallaburg (Schlossführer). Schallaburg/Melk 2011.
  • Lena in Waldersbach. Eine Erzählung. C. H. Beck 2013. 124 S. ISBN 978-3-406-64494-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eduard Karl steht nach Eigenaussage von Habsburg-Lothringen in seinem Reisepass. Gesagt als Gastkommentator am 5. Juni 2012 in ORF 2.
  2. Verena Mayer: Das Märchen vom Märchenschloss. Eduard Habsburg-Lothringen hat wenig Lust, ein Schloss zu seinem Wohnsitz zu erwählen. In: Wiener Zeitung, 25. Juni 2011. Abgerufen am 5. Juni 2012.
  3. http://www.dinastias.com/cgi-bin/gwd.exe?b=dinastias&lang=en&m=A&i=56897&v=6&siblings=on&notes=on&t=T&bd=0&color=&after=&before=