Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

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Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
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Gründung 1980 (als katholische Universität)
Trägerschaft kirchliche Stiftung
Ort Eichstätt, Ingolstadt
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Präsident vakant
Studenten 5.269 WS 2013/14
Professoren 120[1]
Website www.ku.de

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) ist die einzige katholische Universität in Deutschland. Mit 5.269 Studierenden, davon 883 Fachhochschul-Studenten, (Stand: WS 2012/13)[2] ist sie die kleinste bayerische Universität. Hauptstandort ist Eichstätt, Teile der Universität befinden sich in Ingolstadt. Die KU Eichstätt-Ingolstadt ist eine Stiftungshochschule.

Statut[Bearbeiten]

Sommerresidenz der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Eichstätt
Sommerresidenz der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Eichstätt

Die KU ist eine „Katholische Universität“ im Sinn der Apostolischen Konstitution Ex Corde Ecclesiae. Trägerin der Universität ist die Stiftung Katholische Universität Eichstätt, Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts, die den bayerischen Bischöfen unterstellt ist. Deren Vorsitzender ist nach einer Änderung der Satzungsregelung durch die Freisinger Bischofskonferenz vom 24. April 2009 seit 1. Oktober 2010[3] der Erzbischof von München und Freising als Vorsitzender der Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, der damit auch das Amt des Großkanzlers (Magnus Cancellarius) der Universität innehat.[4][5] Bis zum 30. September 2010 war der Bischof von Eichstätt Vorsitzender des Stiftungsrates und Großkanzler der Universität.

Finanziert wird die Universität zu 85 Prozent vom Freistaat Bayern und zu 15 Prozent von den bayerischen Diözesen.[6]

In Wissenschaft und Forschung gelten die gleichen Regeln wie an staatlichen Universitäten. Sie ist durch den Freistaat Bayern gegenüber den staatlichen Hochschulen gleichgestellt und besitzt in den wissenschaftlichen Fachbereichen das Promotions- und Habilitationsrecht. Die Zulassung für die Studierenden erfolgt unabhängig von der Konfessionszugehörigkeit. Ein wesentlicher Unterschied gegenüber den staatlichen Universitäten sind die im katholisch-christlichen Glauben basierten Grundlagen der Universität. Die von Papst Johannes Paul II. 1990 erlassene Apostolische Konstitution über die katholischen Universitäten regelt dazu was folgt:

„Die Katholische Universität ist wie jede andere Universität in die menschliche Gesellschaft eingebunden. Um der Kirche einen immer besseren Dienst leisten zu können, ist sie aufgerufen – freilich immer im Bereich ihrer Kompetenz – ein noch wirksameres Instrument des kulturellen Fortschrittes für den Einzelnen wie für die Gesellschaft zu sein. […] Ihre Forschungstätigkeit muss daher das Studium der schwierigen Probleme unserer Zeit umfassen, wie z. B. die Würde des menschlichen Lebens, die Förderung der Gerechtigkeit für alle, die Qualität der persönlichen und familiären Lebensverhältnisse, den Schutz der Natur, die Suche nach Frieden und politischer Stabilität, die gerechtere Verteilung der Güter der Welt und eine neue wirtschaftliche und politische Ordnung, damit sie besser dem allgemeinen Wohl der einzelnen Nationen und der Gemeinschaft aller Nationen dient. […] Die universitäre Forschung wird dahin zielen, die Wurzeln und die Ursachen der schwierigen Probleme unserer Zeit unter Beachtung vor allem der ethischen und religiösen Dimensionen von Grund auf zu erforschen.“

Gliederung[Bearbeiten]

Leitung[Bearbeiten]

Trägerin der Universität ist die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Eichstätt. Deren Vorsitzender ist Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, der damit auch das Amt des Großkanzlers der Universität innehat.

Die universitäre Leitung unterliegt dem Präsidenten (derzeit vakant[7]) sowie seinen beiden Vizepräsidenten (Vizepräsident für Studium und Lehre; derzeit vakant[8]) und Manfred Brocker (Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs). Das Amt des Kanzlers bekleidet Thomas Kleinert.

Gremien[Bearbeiten]

Es existieren die folgenden vier Gremien als demokratische Vertretungsorgane an der KU:

Fakultäten[Bearbeiten]

Die Universität bietet heute in ihren acht Fakultäten über 40 Studienfächer an.

  • Theologische Fakultät
  • Philosophisch-Pädagogische Fakultät
  • Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät
  • Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Mathematisch-Geographische Fakultät
  • Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt (WFI – Ingolstadt School of Management)
  • Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit (FH)
  • Fakultät für Soziale Arbeit (FH)

Jede Fakultät besitzt einen eigenen Fakultätsrat, deren studentische Mitglieder auch zugleich Abgeordnete des Konvents sind.

Mathematisch-geographische Fakultät[Bearbeiten]

Die Mathematisch-Geographische Fakultät (MGF), die sich aus der Mathematik und der Geographie zusammensetzt, deckt Kernfächer an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ab. Das Fach Mathematik leistet eine Ausbildung im Bachelor- und Masterbereich mit einem wirtschaftsmathematischen Schwerpunkt und darüber hinaus in Vernetzung mit Wirtschaftswissenschaften und Psychologie auch im Lehramt. Die Geographie bietet sowohl für die Humangeographie (Wirtschafts- und Kulturgeographie) mit dem Tourismus als auch für die Physische Geographie mit der Umweltgeographie entsprechende Spezialisierungen an. Zusätzlich zu einem Bachelorstudium für Geographie kann man im Masterbereich einen Schwerpunkt für Tourismus und Regionalplanung oder Naturgefahren- und Umweltprozesse absolvieren.[9]

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (WFI – Ingolstadt School of Management)[Bearbeiten]

Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, die unter der Bezeichnung WFI – Ingolstadt School of Management öffentlich auftritt, befindet sich auf dem zweiten Campus der Universität in Ingolstadt. Sie wurde 1989 gegründet und bietet mit 20 Lehrstühlen bei knapp 1.000 Studenten ein Betreuungsverhältnis von Lehrenden zu Lernenden von 1:11. Das Motto der Management School lautet: „klein – fein – anspruchsvoll“.

Die Auswahl der Studenten erfolgt seit 1996 über ein hochschuleigenes Verfahren. Ein Komitee evaluiert hierbei das Potential der Bewerber mit dem Ziel gesellschaftlich engagierte und intellektuell leistungsstarke Studenten zu einem Studium an der WFI zuzulassen. Die Bewertungskriterien sind vielschichtig, neben den Leistungen der Hochschulzugangsberechtigung werden u. a. Praxiserfahrung, soziales Engagement und Leistungsmotivation berücksichtigt.

Für ihre Leistungen und Verdienste beim Austausch von deutschen und ausländischen ERASMUS-Studierenden und Dozenten ist die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit dem europäischen Qualitätssiegel E-Quality (2006) ausgezeichnet worden.

Forschungseinrichtungen[Bearbeiten]

Die Universität unterhält drei zentrale Forschungseinrichtungen:

  • Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG)
  • Zentralinstitut für Lateinamerika-Studien (ZILAS)
  • Zentralinstitut für Mittel- und Osteuropastudien (ZIMOS)

Daneben existieren noch vier weitere Forschungsstellen:

  • Aueninstitut Neuburg: Forschungseinrichtung der Professur für Angewandte Physische Geographie mit Sitz in Neuburg an der Donau; Forschung im Bereich der Auen- und Gewässerökologie
  • Forschungsstelle Christlicher Orient: Forschungseinrichtung der Theologischen Fakultät; Forschung im Bereich des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens orientalischer Christen
  • Forschungsstelle Geistliche Literatur des Mittelalters
  • Simon-Mayr-Forschungsstelle: Forschung über Johann Simon Mayr auf Grundlage der Forschungsliteratur von John Stewart Allitt

Bibliothek[Bearbeiten]

Die Zentralbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Den Studenten und Dozenten steht eine Universitätsbibliothek mit über 1,5 Millionen Bänden zur Verfügung, die in mehrere Standorte aufgeteilt ist: Zentralbibliothek, Teilbibliothek 1 „Ulmer Hof“, Teilbibliothek 2 „Aula“, Handschriftenabteilung/Teilbibliothek 3 „Staats- und Seminarbibliothek“ und die Wirtschaftswissenschaftliche Zweigbibliothek Ingolstadt.[10]

Bücherentsorgung[Bearbeiten]

Im Februar 2007 wurde bekannt, dass die Bibliothek der Universität 80 Tonnen (ca. 100.000) Bücher der Altpapierverwertung zugeführt hatte.[11] Davon sollen mehr als zwei Drittel aus ehemaligen circa 350.000 Bücher umfassenden Kapuziner-Beständen (speziell der ehemaligen Bibliothek der Kapuziner in Altötting) stammen.[12] Ein Zehntel der Kapuziner-Bände stammten aus der Zeit vor der Säkularisation und gehörten dem Freistaat Bayern. Laut Klaus Graf, Geschäftsführer des Aachener Hochschularchivs, tauchten auch „unersetzliche Einzelstücke“ aus dem Bestand der Eichstätter Bibliothek in „großem Maße“ in deutschen Antiquariaten auf. Er bezeichnete dies als „Vernichtung von Kulturgut“.[13]

Nach einer Anzeige hatte die Staatsanwaltschaft Ingolstadt Ermittlungen aufgenommen und Anfang Januar 2008 wurde von dort Anklage gegen Angelika Reich, die Leiterin der Universitätsbibliothek, wegen Untreue in fünf Fällen erhoben.[14] Der frühere Bibliotheksdirektor Hermann Holzbauer bemerkte zum Vorgehen seiner Nachfolgerin: „Nach meiner Kenntnis ist so was in Bibliothekskreisen noch nie vorgekommen.“ Der Provinzial der bayerischen Kapuziner, Josef Mittermaier, erklärte in einem internen Rundschreiben, dass das Vorgehen der Bibliotheksleitung „von unserer Seite mitgetragen“ wurde.[15]

Eine Untersuchung der Bayerischen Staatsbibliothek als Aufsichtsbehörde kam zum Schluss: „Der Vorwurf der massenweisen Vernichtung wertvoller Bücher aus dem Kapuzinerbestand kann nicht bestätigt werden“. „Die Vorgehensweise von Frau Dr. Reich“ sei „bibliotheksfachlich im Grundsatz nicht zu beanstanden. Einzelne Fehlentscheidungen lassen sich jedoch insbesondere im Hinblick auf die zu bearbeitende Menge nicht ausschließen.“[16][17] Die Vorgehensweise sei den Umständen entsprechend angemessen gewesen.[18] Im September 2009 wurde die Leiterin der Unibibliothek freigesprochen.[19][20]

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Lehrtradition in Eichstätt[Bearbeiten]

Die Hochschultradition Eichstätts begann im 16. Jahrhundert. Im Zuge der Tridentinischen Reform wurde am 16. November 1564 das Collegium Willibaldinum als Ausbildungs- und Wohnstätte für den künftigen Klerus der Diözese eröffnet; auch heute noch ist das Collegium Willibaldinum das Priesterseminar der Diözese. 1616 bis 1773 leitete der Jesuitenorden das Collegium Willibaldinum, das Scholaren weit über die Grenzen der Diözesen hinaus anzog; danach ging es unter. Erst 1843 wurde in Eichstätt mit dem Bischöflichen Lyzeum wieder eine akademische Lehranstalt gegründet, die 1922 in Philosophisch-theologische Hochschule umbenannt wurde. 1972 verschmolz diese mit der 1958 gegründeten Pädagogischen Hochschule Eichstätt zur Gesamthochschule Eichstätt. Diese wurde 1980 in Katholische Universität Eichstätt umbenannt. Der heutige Name Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt entstand 2001, nachdem 1989 die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in Ingolstadt gegründet worden war.

Lehrtradition in Ingolstadt[Bearbeiten]

Steyler Missionshaus; heute: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der KU in Ingolstadt

In Ingolstadt wurde bereits 1472 mit päpstlicher Genehmigung die Universität Ingolstadt, die erste bayerische Universität gegründet. (Würzburg, das schon seit 1402 eine Universität besaß, gehörte damals nicht zu Bayern.) Einer der bedeutendsten Rektoren der Universität war Petrus Canisius, der als Heiliger verehrt wird, in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Kurfürst Max IV. Joseph (der spätere König Maximilian I.) von Bayern verlegte 1800 die Universität nach Landshut.

1826 holte König Ludwig I. die Universität in die Landeshauptstadt München (heute die Ludwig-Maximilians-Universität München).

Entstehung[Bearbeiten]

1972 erfolgte der Zusammenschluss der Pädagogischen Hochschule und der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Eichstätt zu einer Gesamthochschule. Die Katholische Universität Eichstätt wurde zum 1. April 1980 errichtet und durch den Heiligen Stuhl anerkannt. Maßgeblich hieran beteiligt waren der frühere Erzbischof von München-Freising Joseph Kardinal Ratzinger (der spätere Papst Benedikt XVI.), welcher hierfür mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet wurde, sowie der Eichstätter Bischof Alois Brems, der sich als örtlich zuständiger Bischof nachhaltig um Ausbau und Förderung bemüht hatte und Rudolf Mosis, Präsident der Universität von 1978 bis 1983.

Entwicklung seit 2000[Bearbeiten]

Seit dem Wintersemester 2007/2008 besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Lehramtsstudiums, das zum Ersten Staatsexamen hinführt, zugleich einen Bachelor und Master in der gewählten Unterrichtsfachkombination zu erwerben („Lehramt Plus“).[21]

Seit 2008 hat die Universität über den Lehrstuhl für Politische Theorie und Philosophie (Manfred Brocker, Politikwissenschaft) Teil am Bayerischen Zentrum für Politische Theorie (BayPol). Die KU Eichstätt ist Mitglied im MedienCampus Bayern, dem Dachverband für die Medienaus- und -weiterbildung in Bayern.

Federführend bei dem 2014 in Planung befindlichen Fakultätenumbau ist Wilhelm Vossenkuhl, der Vorsitzende des Hochschulrats.[22]

Präsidentensuche[Bearbeiten]

Der am 30. Januar 2008 vom Hochschulrat der Katholischen Universität als Nachfolger von Ruprecht Wimmer zum Präsidenten der KU gewählte Theologe und Manager Ulrich Hemel konnte sein Amt als neuer Präsident nicht antreten. Laut Medienberichten blockierte der Heilige Stuhl die Ernennung des neuen Präsidenten.[23] Der zuständige Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke teilte als Begründung für seine Entscheidung gegen die Bestellung Hemels mit, es habe sich nicht das „notwendige und für eine Stiftungsuniversität erforderliche wechselseitige Vertrauen entwickeln können, das die gewünschte Weichenstellung und Ausrichtung der Hochschule auf zukunftsweisende Perspektiven hin gewährleistet“. Die Entscheidung hänge weder mit dem nicht erteilten, römischen Nihil obstat noch mit der Lebensführung Hemels zusammen.[24]

Großkanzler Bischof Hanke teilte am 16. Juni 2008 mit, dass er, nach der sofortigen Beurlaubung des Kanzlers der Hochschule, Gottfried Freiherr von der Heydte, den Soziologen Rudolf Fisch und den Ordenshistoriker Gert Melville mit der kommissarischen Leitung der Universität beauftragt habe.[25] Dabei wurde er von Erzbischof Reinhard Marx unterstützt, der betonte, dass die bayerischen Bischöfe in großer Einmütigkeit Bischof Gregor Maria Hanke das Vertrauen ausgesprochen und ihn in der angemessenen Bewältigung der schwierigen Aufgabe bestärkt hätten.[26] Melville trat zum 30. März 2009 von der Hochschulleitung zurück.

Nach einem erfolgreich durchgeführten Wahlverfahren wurde am 6. Mai 2009 der in den USA lehrende Theologe Reinhard Hütter zum neuen Präsidenten gewählt. Zuvor war die Grundordnung der KU mit dem Ziel geändert worden, dem kirchlichen Träger ein größeres Mitspracherecht bei der Vorauswahl der Kandidaten einzuräumen.[27] Hütter nahm die Wahl umgehend an, teilte am 25. Mai 2009 jedoch mit, dass er das Amt nicht antreten werde. Als Gründe führte die Bayerische Bischofskonferenz eine nicht erfolgreiche Einigung beim Zustandekommen des Vertrages an.[28]

Andreas Lob-Hüdepohl

Am 4. Juni 2009 wurde mit Andreas Lob-Hüdepohl ein neuer interimistischer Präsident gefunden, der bis 2011 ein neues Präsidium erstellen sollte. Er trat seinen Dienst am 1. Oktober 2009 an.[29] Andreas Lob-Hüdepohl war im Jahre 2011 neben Richard Schenk Kandidat für die Präsidentschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.[30] Richard Schenk wurde am 26. Mai 2011 durch den Hochschulrat der Universität zum Präsidenten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt gewählt.[31] Ernannt wurde der neue Präsident vom Vorsitzenden des Stiftungsrates der Universität, dem Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx.[32] Nachdem Schenk das Amt des Präsidenten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) am Dienstag, 4. Oktober 2011 übernommen hatte,[33] kündigte er am 24. Februar 2014 seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt an.[7]

Am 13. Juni legte der Stiftungsvorstand dem Stiftungsvorsitzenden einen Wahlvorschlag mit zwei Kandidaten vor. Nach dem am 15. Juni einer der Kandidaten seine Kandidatur zurückzog, wurde das formelle Verfahren zur Wahl eines Präsidenten von den verantwortlichen Vertreter der Stiftung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt für beendet erklärt. Der Träger wird noch vor der Sommerpause einen Interimspräsidenten für die Dauer von zwei Jahren einsetzen, um genügend Zeit für die Vorbereitung eines neuen Wahlverfahrens zu gewinnen.

Lehre[Bearbeiten]

Studienfächer[Bearbeiten]

nicht vollständige Auswahl

Hinzu kommen fächerübergreifende Lehrgänge für alle Studierenden, das sogenannte Studium Generale.

Professoren[Bearbeiten]

Auswahl nach Fachbereich:

Fremdsprachendidaktik[Bearbeiten]

Jean-Pol Martin, 2004

Geographie[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Journalistik[Bearbeiten]

Musikwissenschaft[Bearbeiten]

Pädagogik[Bearbeiten]

Philosophie[Bearbeiten]

Politikwissenschaft[Bearbeiten]

Religionspädagogik/Kirchliche Bildungsarbeit[Bearbeiten]

  • Sabine Bieberstein, Professorin für Neuen Testaments seit 2006
  • Markus Eham, Professor für Liturgik seit 1993
  • Petra Kurten, Professorin für Dogmatik seit 1993
  • Uto Meier, Professor für Religionspädagogik seit 1995
  • Bernhard Sill, Professor für Moraltheologie seit 1997
  • Janusz Surzykiewicz, Professor für Pastoraltheologie seit 2008
  • Ulrich Willers, Professor für Fundamentaltheologie seit 1990
  • Leo Zirker, Professor für Moraltheologie und Pastorale Gesprächsführung 1986 bis 2003

Sozialpädagogik[Bearbeiten]

Soziologie[Bearbeiten]

Theologie[Bearbeiten]

  • Theodor Maas-Ewerd, Professor für Liturgiewissenschaft von 1980 bis 2000
  • Ludwig Mödl, Professor für Spiritualität von 1992 bis 1996
  • Paul Wehrle, Professor für Religiönspädagogik und Pastoraltheologie von 1979 bis 1981

Wirtschaftswissenschaft[Bearbeiten]

Studentenleben[Bearbeiten]

Studentische Gruppierungen[Bearbeiten]

An der katholischen Universität gibt es einige studentische Gruppierungen.[34][35]

  • Arbeitskreise
    • AK Freie Bildung
    • AK Guatemala
    • AK International
    • AK Terre des hommes
    • AK Shalom
    • AK Tun – Starthilfe für Flüchtlinge im Landkreis Eichstätt
  • Politische Hochschulgruppen
    • Grüne Hochschulgruppe
    • Juso-Hochschulgruppe
    • Liberale Hochschulgruppe (LHG)
    • RCDS
    • SDS.Die Linke Hochschulgruppe Eichstätt
  • Studentenverbindungen
  • weitere Gruppierungen
    • Amnesty Hochschulgruppe Eichstätt
    • BLLV-Studentengruppe
    • DenkNachhaltig! e. V.
    • Finance Network Ingolstadt e.V.
    • IN KONTAKT e. V.
    • Ingolstadt IN-Team
    • Junge Europäer
    • KHG Eichstätt und KHG Ingolstadt
    • Kreuz & Queer
    • Mentorat
    • PANGEOs
    • Project e. V.
    • TOPAS e. V. – Touristische Organisation, Planung und Ausführung von Studenten
    • WFI-Hochschulmarketing
    • WFI Consulting Cup e. V. – Der WFI Consulting Cup e. V. ist eine studentische Organisation der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit dem Jahr 2007 veranstalten die Studenten alljährlich einen Fallstudienwettbewerb mit dem Ziel, Studenten mit Unternehmen aus der Beratungsbranche zusammenzuführen.
    • WFI Summer Challenge e. V. – Die WFI Summer Challenge e.V. ist eine studentische Organisation der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit 2002 organisiert sie das gleichnamige Recruitingevent WFI Summer Challenge. Ziel dieser Veranstaltung, die unter dem Motto „Recruiting einmal sportlich“ steht, ist der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerkes und die Förderung der Kommunikation zwischen Studierenden und Unternehmen.
    • Debattierclub Wortsport e. V.

Katholische Hochschulgemeinde[Bearbeiten]

Die Katholische Hochschulgemeinde ist auch in Eichstätt aktiv. Neben regelmäßigen Gottesdiensten und Vorträgen betreibt sie auch die universitäre Studentenkneipe Theke.

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Uniradio heißt Radio Pegasus und wird von Studierenden der Journalistik betrieben. Gesendet wird wöchentlich einstündig auf dem Sendeplatz von Radio In.

Daten zur Universität[Bearbeiten]

Die Universität hat 5.064 Studierende (Wintersemester 2012/13; Universitäts- und FH-Studiengänge)[2] und mehr als 330 Lehrpersonen, davon 120 Professoren.[1] Das Betreuungsverhältnis beträgt etwa 1:14. Im Hochschulranking des Nachrichtenmagazins Der Spiegel belegte die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt im Jahr 1999 den ersten Platz. Der ehemalige Diplom-, jetzt Bachelor-Studiengang Geographie erreichte 2011 in drei von fünf Feldern die Spitzengruppe.[36]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ruprecht Wimmer (Hrsg.), Claudia Grund, Rüdiger Klein: Tradition und Zukunft. Die Architektur der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 2008; ISBN 978-3-89870-494-6.
  • Häußler Gertrud, Reto Luzius Fetz (Hrsg.): Prof. Dr. Bernhard Schleißheimer“, Schriftenreihe Präsidenten und Wegbereiter der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstad Bd. 2, Wolnzach: Kastner 2007, ISBN 9783937082776.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Unsere KU, ku.de
  2. a b Studentenstatistik im Wintersemester 2013/2014. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, abgerufen am 21. Januar 2013.
  3. Erzbischof Marx wird Großkanzler der Universität Eichstätt – Schritt zur Stärkung, domradio.de vom 29. September 2010; Zugriff am 13. Dezember 2013
  4. Stiftungsrat, ku.de
  5. „Marx wird Großkanzler der Uni Eichstätt“, Radio Vatikan, 1. Februar 2010
  6. Art. 5, § 2 Abs. 1 des Konkordats vom 26. Juli 1988
  7. a b Katholische Universität Eichstätt: Präsident Richard Schenk kündigt Rücktritt an, Münchner Kirchennachrichten vom 25. Februar 2014; Zugriff am 1. April 2014
  8. Zurück in die Wissenschaft, donaukurier.de vom 12. Februar 2014; Zugriff am 1. April 2014
  9. Übersicht über die mathematisch-geographische Fakultät, abgerufen am 4. November 2013
  10. Standorte der Universitätsbibliothek auf der Website der KU Eichstätt-Ingolstadt
  11. Bayerische Unibibliothek: 80 Tonnen historische Bücher im Altpapier spiegel.de, 22. Februar 2007, abgerufen am 21. Juni 2013
  12. sueddeutsche.de: Wertvolles Kulturgut im Altpapier?. Meldung vom 23. Februar 2007
  13. Bayerische Unibibliothek: 80 Tonnen historische Bücher im Altpapier spiegel.de, 22. Februar 2007, abgerufen am 21. Juni 2013
  14. DLF: „Schlecht gelaufen“, 8. Januar 2008
  15. Bayerische Unibibliothek: 80 Tonnen historische Bücher im Altpapier spiegel.de, 22. Februar 2007, abgerufen am 21. Juni 2013
  16. FAZ: Das nächste Kloster schließt bestimmt, 21. Februar 2008, Nr. 44, Feuilleton, S. 33
  17. Die Presse:Eichstätter Uni: Keine wertvollen Bücher weggeschmissen 10. Januar 2008
  18. Andreas Dauerer: Bücherschwund an deutschen UnisFocus online
  19. Eine Anklageschrift fürs Altpapier, Süddeutsche Zeitung, 24. September 2009, S. 45
  20. Eichstätter Bibliotheksleiterin Angelika Reich freigesprochenBörsenblatt
  21. Lehramtsstudiengänge und lehramtsgeeignetes Studium für den außerschulischen Bereich: LehramtPlus. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, abgerufen am 21. Januar 2013.
  22. Martina Scherf: Kabale und Hiebe. Süddeutsche.de, 6. Juli 2014, abgerufen am 6. Juli 2014.
  23. Vatikan blockiert Ernennung des neuen Präsidenten
  24. Presseerklärung zur Entscheidung von Bischof Gregor Maria Hanke OSB, Prof. Hemel nicht zum Präsidenten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zu ernennen. Bischöfliches Ordinariat Eichstätt, 8. Mai 2008, abgerufen am 21. Januar 2013.
  25. http://www.sueddeutsche.de/bayern/uni-eichstaett-kanzler-weg-bischof-setzt-kanzler-vor-die-tuer-1.189093
  26. http://www.kath.net/detail.php?id=20119
  27. Georg Etscheit: Um Himmels willen. Die Zeit, 21. September 2014, abgerufen am 4. Oktober 2014.
  28. M. Maier-Albang und C. Burtscheidt: „Führungsdebakel in Eichstätt“, Süddeutsche Zeitung, 25. Mai 2009, abgerufen am 25. April 2011
  29. Der neue Uni-Präsident geht ins Kloster (Eichstätter Kurier vom 30. September 2009.)
  30. „Zwei Kandidaten für KU-Spitze“, Radio Vatikan, 21. April 2011
  31. „Präsidentenwahl in Eichstätt – Berkeley-Professor setzt sich durch“, Spiegel Online, 26. Mai 2011
  32. „Richard Schenk neuer Unipräsident in Eichstätt“, Radio Vatikan, 26. Mai 2011
  33. Prof. Dr. Richard Schenk übernimmt Präsidentenamt an KU. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 4. Oktober 2011, abgerufen am 21. Januar 2013.
  34. Übersicht der studentischen Gruppierungen
  35. WFI: Studentenorganisationen. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, abgerufen am 21. Januar 2013.
  36. CHE-Hochschulranking für den ZEIT Studienführer 2011 Geografie

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.88944444444411.189722222222Koordinaten: 48° 53′ 22″ N, 11° 11′ 23″ O