Gaming

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gaming (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gaming
Wappen von Gaming
Gaming (Österreich)
Gaming
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Scheibbs
Kfz-Kennzeichen: SB
Fläche: 243,87 km²
Koordinaten: 47° 56′ N, 15° 5′ O47.92888888888915.089444444444431Koordinaten: 47° 55′ 44″ N, 15° 5′ 22″ O
Höhe: 431 m ü. A.
Einwohner: 3.186 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3292
Vorwahl: 07485
Gemeindekennziffer: 3 20 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Markt 1-3
3292 Gaming
Website: www.gaming.gv.at
Politik
Bürgermeister: Renate Gruber (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
16 SPÖ, 5 ÖVP, 2 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Gaming im Bezirk Scheibbs
Gaming Göstling an der Ybbs Gresten Gresten-Land Lunz am See Oberndorf an der Melk Puchenstuben Purgstall an der Erlauf Randegg Reinsberg (Niederösterreich) Scheibbs St. Anton an der Jeßnitz St. Georgen an der Leys Steinakirchen am Forst Wang Wieselburg Wieselburg-Land Wolfpassing NiederösterreichLage der Gemeinde Gaming im Bezirk Scheibbs (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gaming, Ansicht von Westen
Gaming, Ansicht von Westen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Gaming ist eine Marktgemeinde mit 3186 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Gaming liegt im Mostviertel am westlichen Fuß des Ötschers im niederösterreichischen Teil der Eisenwurzen. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 244,07 Quadratkilometer. 85,87 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 10 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Brettl-Gaming (133)
  • Gaming (2142)
  • Kienberg (478)
  • Lackenhof (272)
  • Langau (152)
  • Nestelberg-Lackenhof (24)
  • Neuhaus-Langau (11)
  • Rothwald-Langau (3)
  • Taschelbach-Langau (15)
  • Trübenbach-Gaming (14)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altenreith, Brettl, Gaming, Kienberg, Lackenhof, Mitterau, Nestelberg, Neuhaus und Polzberg.

Die Kartause

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

In Gaming befand sich von 1330 bis 1782 ein bedeutendes Kartäuser-Kloster, die Kartause Gaming. Hier wirkte unter anderem auch der Mystiker und Theologe Nikolaus Kempf. In der Kartause war bis Sommer 2009 das Internationale Theologische Institut für Studien zu Ehe und Familie untergebracht, das dann nach Trumau südlich von Wien übersiedelte.

Gaming war sehr lange die größte Gemeinde in Niederösterreich, bis vor einigen Jahren die Gemeinde Zwettl den Truppenübungsplatz Allentsteig zu ihrem Gebiet hinzuzählen durfte. Seit diesem Zeitpunkt ist Gaming mit 244 km² die zweitgrößte Gemeinde in Niederösterreich.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Ergebnisse der Volkszählung seit 1971:

2013: 3.165 Einwohner[2]
2001: 3.840 Einwohner
1991: 3.793 Einwohner
1981: 4.089 Einwohner
1971: 4.181 Einwohner

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 171, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 153. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1530. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,48 Prozent.

Ein bedeutendes Unternehmen mit mehr als 360 Arbeitnehmern ist der in Kienberg seit 1817 bestehende und seit 1998 in amerikanischem Besitz befindliche Druckbehälter-Hersteller Worthington Cylinders.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
67,44 %
(+7,52 %p)
22,47 %
(-6,57 %p)
10,09 %
(+5,71 %p)
n. k.
(-6,66 %p)
2005

2010


Der Gemeinderat hat 23 Sitze, Bürgermeister der Marktgemeinde ist Renate Gruber, Amtsleiter Alfred Six.

Bei der Gemeinderatswahl 2010 erreichte die SPÖ 16 (+ 2), die (Liste) ÖVP 5 (- 2), die FPÖ 2 (+1) und Die Grünen traten nicht mehr an.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gaming

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Kienberg ist mit dem Bahnhof Kienberg-Gaming Endpunkt der Erlauftalbahn und gleichzeitig Ausgangspunkt der Ybbsthalbahn-Bergstrecke, einer schmalspurigen Museumsbahn. Die Österreichischen Bundesbahnen stellten den öffentlichen Personenverkehr auf der Erlauftalbahn zwischen Scheibbs und Kienberg mit Fahrplanwechsel im Dezember 2010 ein, die zunächst für den Güterverkehr verbliebene Infrastruktur wird seit Jänner 2011 ebenfalls nicht mehr genutzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hermann Lechner (1924–2012), Bürgermeister und Abgeordneter im Landtag von Niederösterreich

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gaming – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. statistik.at
  3. Worthington Cylinders Österreich abgerufen am 11. Oktober 2010
  4. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010