Eels

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Dieser Artikel behandelt die Rockband. Weitere Bedeutungen werden unter EELS aufgeführt.
Eels
E (Wien, Juli 2006)
E (Wien, Juli 2006)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock
Gründung 1995
Website www.eelstheband.com
Aktuelle Besetzung
Mark Oliver Everett alias „E“
Chet Lyster alias „The Chet“
Allen Hunter alias „Krazy Al“
Derek Brown alias „Knuckles“
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Beautiful Freak
  UK 5 08.02.1997 (27 Wo.)
  US 114 07.09.1996 (11 Wo.)
Electro-Shock Blues
  DE 59 05.10.1998 (2 Wo.)
  UK 12 03.10.1998 (4 Wo.)
Daisies of the Galaxy
  DE 49 13.03.2000 (4 Wo.)
  CH 69 26.03.2000 (3 Wo.)
  UK 8 11.03.2000 (3 Wo.)
Souljacker
  DE 47 15.10.2001 (3 Wo.)
  AT 34 14.10.2001 (5 Wo.)
  CH 75 07.10.2001 (3 Wo.)
  UK 12 06.10.2001 (2 Wo.)
Shootenanny!
  DE 56 16.06.2003 (4 Wo.)
  CH 54 15.06.2003 (5 Wo.)
  UK 35 14.06.2003 (2 Wo.)
  US 145 21.06.2003 (1 Wo.)
Blinking Lights and Other Revelations
  DE 30 09.05.2005 (5 Wo.)
  AT 32 08.05.2005 (3 Wo.)
  CH 18 08.05.2005 (6 Wo.)
  UK 16 07.05.2005 (4 Wo.)
  US 93 14.05.2005 (1 Wo.)
Meet the Eels - Essential Vol. 1
  UK 26 02.02.2008 (3 Wo.)
Useless Trinkets
  DE 88 03.03.2008 (3 Wo.)
  UK 69 02.02.2008 (1 Wo.)
Hombre Lobo
  DE 20 15.06.2009 (3 Wo.)
  AT 42 12.06.2009 (2 Wo.)
  CH 10 14.06.2009 (6 Wo.)
  UK 18 13.06.2009 (2 Wo.)
  US 43 20.06.2009 (3 Wo.)
End Times
  DE 29 05.02.2010 (3 Wo.)
  AT 33 05.02.2010 (2 Wo.)
  CH 10 07.02.2010 (5 Wo.)
  UK 21 30.01.2010 (3 Wo.)
  US 66 06.02.2010 (1 Wo.)
Tomorrow Morning
  DE 12 03.09.2010 (3 Wo.)
  AT 18 03.09.2010 (4 Wo.)
  CH 9 05.09.2010 (4 Wo.)
  UK 18 04.09.2010 (2 Wo.)
  US 83 11.09.2010 (1 Wo.)
Wonderful, Glorious
  DE 19 15.02.2013 (… Wo.)
  AT 18 15.02.2013 (… Wo.)
  CH 4 17.02.2013 (… Wo.)
  UK 14 16.02.2013 (… Wo.)
  US 74 23.02.2013 (… Wo.)
Singles[1]
Novocaine for the Soul
  UK 10 15.02.1997 (5 Wo.)
Susan's House
  UK 9 17.05.1997 (5 Wo.)
Your Lucky Day in Hell
  UK 35 13.09.1997 (2 Wo.)
Last Stop - This Town
  UK 23 26.09.1998 (3 Wo.)
Cancer for the Cure
  UK 60 12.12.1998 (1 Wo.)
Mr E's Beautiful Blues
  UK 11 26.02.2000 (4 Wo.)
Flyswatter
  UK 55 24.06.2000 (1 Wo.)
Souljacker Part 1
  UK 30 22.09.2001 (2 Wo.)
Hey Man (Now You're Really Living)
  UK 45 28.05.2005 (1 Wo.)

Eels ist eine US-amerikanische Rockband, die vom Singer/Songwriter Mark Oliver Everett (Pseudonym: E), gegründet wurde. Er ist der Frontmann der Band, deren andere Mitglieder sowohl im Studio als auch auf der Bühne schon mehrmals ausgewechselt wurden. Die Live-Shows der Band sind sehr überraschend, da jeder Song im Stil des aktuellen Albums neu interpretiert wird. Normalerweise werden auch mehrere Coverversionen von bekannten Songs anderer Interpreten gespielt.

Geschichte[Bearbeiten]

Mark Oliver Everett wird am 10. April 1963 als Sohn des Quantenphysikers Hugh Everett und einer Schriftstellerin in Washington, DC geboren. Beeinflusst durch die musikalischen Vorlieben seiner Schwester Elizabeth (Neil Young After the Gold Rush), lässt er sich mit 10 Jahren ein Schlagzeug schenken und nimmt sich als Teenager die Gitarre seiner Schwester. In den 80ern ist E (oder Mark E., wie er sich in dieser Zeit nennt) in mehreren Bands (darunter in The Toasters [1]), nimmt unzählige Promo-Tapes auf und produziert schließlich sein erstes Album (Bad Dude In Love), welches auf 500 Kopien limitiert ist. Mit 24 zieht er schlussendlich von Virginia nach Los Angeles. 1991 unterschreibt er einen Vertrag bei Polydor und bringt dort unter dem Namen „E“ die Alben A Man Called E (1992) und Broken Toy Shop (1993) heraus und spielt im Vorprogramm von Tori Amos. In diesem Jahr wurde er auf der Bühne durch Jonathan „Butch“ Norton unterstützt. Nach Broken Toy Shop wurde Everett aus dem Vertrag mit Polydor entlassen.

Als Norton und Everett auf Tommy Walter trafen, gründeten sie Eels. Der Hauptgrund für diesen Namen war, dass die Alben der Band in alphabetischer Reihenfolge gleich auf die von E folgen würden. Später mussten sie aber feststellen, dass die Alben von The Eagles zwischen denen von E und denen von Eels eingeordnet werden. Sie unterschrieben einen Vertrag mit Steven Spielbergs Produktionsfirma DreamWorks und waren damit eine der ersten Bands bei DreamWorks. Im Jahr 1996 veröffentlichten sie ihr Debütalbum Beautiful Freak, ein melancholisches Pop-Album, auf dem die Texte eines gequälten Everett durchscheinen. Mit den Singles Novocaine for the Soul und Susan’s House hatte die Band bescheidenen internationalen Erfolg. In den Jahren 1996 und 1997 machte die Band eine ausgedehnte Tour und spielte an zahlreichen Festivals, um sich einen Namen als gute Live-Band zu erarbeiten. Im September 1997 verließ Walter die Band.

Zu dieser Zeit hatte Everett große persönliche Probleme. Kurz vor der Veröffentlichung von Beautiful Freak beging seine Schwester Suizid, und bei seiner Mutter wurde Krebs festgestellt. Diese Ereignisse inspirierten ihn zum Album Electro-Shock Blues, das im Jahr 1998 veröffentlicht wurde. Für die darauffolgende Tour wurde Tommy Walter durch Adam Siegel ersetzt, der zuvor schon bei Suicidal Tendencies gespielt hat. Nachdem Everetts Mutter gestorben war, wurde ein großer Teil der Tour durch die USA abgebrochen. Später in diesem Jahr fuhren sie in Europa fort, wo sie als Vorgruppe für Pulp auftraten. Nach der Tour verließ Siegel die Band wieder, um sein eigenes Projekt My Head weiter zu verfolgen.

Im Jahr 2000 wurde mit Daisies of the Galaxy ein weitaus fröhlicheres Album veröffentlicht. Wie Everett sich ausgedrückt hatte, war Electro-Shock Blues ein Anruf in der Mitte der Nacht, auf den die Welt nicht antworten wollte, Daisies of the Galaxy jedoch ist ein Weckanruf in einem Hotel, der einem mitteilt, das Frühstück sei fertig. Um für das Album zu werben, wurde wieder eine große Tour durch Amerika und Europa gestartet, diesmal mit sechs Musikern auf der Bühne, unter anderem Lisa Germano. Zusätzlich machte Everett einige Solo-Shows als Vorgruppe für Fiona Apple.

2001 wurde Souljacker veröffentlicht, wiederum düsterer als Daisies of the Galaxy. John Parish, der vorher in der Band von P J Harvey gespielt hatte, schrieb auch an den Texten mit und spielte die Gitarre im Studio und auf den ersten paar Konzerten der Tour. Koool G Murder spielte Bass und Keyboard und war ebenfalls auf der Tour dabei. Er wurde auf der Bühne als Witz von Everett als „the other guy“ (dt. „der andere Typ“) vorgestellt. Wim Wenders führte Regie beim Videoclip für Souljacker, Part I. Nachdem Parish Vater wurde, wurde er durch Joe Gore ersetzt.

Auf das Album Shootenanny!, das 2003 veröffentlicht wurde, folgte die Tour Of Duty (dt. Pflichttour), während der die Eels zum ersten Mal auch in Australien spielten. Die Band bestand aus Everett, Shon „Golden Boy“ Sullivan (Gitarre), Koool G Murder (Bass) und Puddin (Schlagzeug). Golden Boy verließ die Band wieder, um an seinem eigenen Projekt Goldenboy zu arbeiten und wurde durch Chet Atkins III ersetzt. In diesem Jahr komponierte Everett auch den Soundtrack zum Film Levity.

2005 erschien Blinking Lights and Other Revelations und wurde von der Presse begeistert aufgenommen.

Im Sommer und Herbst 2005 gingen Eels dann als siebenköpfige Band (4 Violinistinnen, 2 Multi-Instrumentalisten, Everett) auf Welttournee. Die Konzerte wurden von den Fans und der Presse begeistert aufgenommen. Festgehalten wurde diese Tour auf der im Februar 2006 erschienenen Live DVD/CD Eels with Strings.

Im Mai 2007 steuerte die Band bereits zum 3. Mal einen Song für das Shrek Franchise bei. Royal Pain heißt der Song, der als Opening Track im Film Shrek der Dritte zu hören ist. Auch das schon von Blinking Lights And Other Revelations bekannte Losing Streak ist auf dem OST zu finden.

Im Februar 2008 erschienen zeitgleich das Best-of-Album Meet the Eels – Essential Eels Vol. 1 1996–2006 sowie das Doppel-Album Useless Trinkets.

Im Juni 2009 erschien ein weiteres Album, Hombre Lobo. Im Januar 2010 wurde das achte Studioalbum „End Times“ veröffentlicht.[2]

Fanszene[Bearbeiten]

Die Eels haben einen weit verbreiteten Fankreis. Die diversen Welttourneen brachte die Band nach Europa, Australien, Japan und natürlich Amerika. Besonders erfolgreich ist die Band in Großbritannien und im mittel- bis nordeuropäischen Bereich.

Es gab schon diverse Zusammenarbeiten zwischen der Band und den Fans. So wurde zum Beispiel im Jahre 2001 ein Song namens „Hidden Track“ aufgenommen, dessen Text nur aus Einsendungen der Fans bestand.

Die relativ große Fanszene ist auch selbstständig sehr aktiv. So gab es 1999 ein Tribute-Album der Fans, organisiert von der damaligen Fansite The Galaxy. Im Jahre 2006 entstand das zweite Tribute-Album. Das dritte Tribute-Album wurde Ende 2010 veröffentlicht.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

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Studioalben[Bearbeiten]

Beautiful Freak (1996)[Bearbeiten]

Debüt-Album.

Electro-Shock Blues (1998)[Bearbeiten]

Die vorrangigen Themen dieses Albums sind Suizid, Tod und Krebs, beeinflusst durch Everetts persönliche Erlebnisse zu dieser Zeit. Obwohl es ein sehr düsteres Album ist und lange nicht so erfolgreich war wie sein Vorgänger, bleibt Electro-Shock Blues trotzdem der Favorit vieler Fans. Zu dem Album beigetragen haben außerdem Jon Brion, Michael Simpson (von den Dust Brothers) und T-Bone Burnett. Last Stop: This Town war ein kleiner Erfolg als Single und die zweite Single Cancer For The Cure wurde für den Film American Beauty verwendet.

Daisies of the Galaxy (2000)[Bearbeiten]

Nach dem eher melancholischen Electro-Shock Blues besitzt Daisies of the Galaxy eine deutlich optimistischere Grundstimmung. Das Album wurde fast gänzlich im Keller von Everetts Haus aufgenommen. Neben ihm spielen auf dem Album noch Michael Simpson, Grant Lee Phillips (Grant Lee Buffalo), und Peter Buck (von R.E.M.). Im Stück It’s a Motherfucker und Selective Memory spielt Everett dasselbe Piano, welches Neil Young auf seinem Album After the Goldrush spielte. Die erste Single Mr. E’s Beautiful Blues wurde von Everett und Simpson geschrieben und beginnt mit dem Klang seines Pagers. Eigentlich sollte das Stück nicht veröffentlicht werden, doch die Plattenfirma bestand darauf. Es wurde dann als „Bonus Track“ ans Ende des Albums gestellt, wo es mit 20 Sekunden Stille von den anderen Songs getrennt wird. Dieses Stück erschien ebenfalls auf dem Soundtrack des Filmes Road Trip, und im Videoclip zum Song tritt auch ein Darsteller aus dem Film auf.

Souljacker (2001)[Bearbeiten]

Viertes Studioalbum, benannt nach einem Serienmörder in San Francisco. Das Album konterkariert Rock mit romantischen Stücken. Letztere sind laut „E“ auf seine kürzlich geschlossene Ehe zurückzuführen. John Parish schrieb an den meisten Liedern mit, verließ die Band aber nach der Geburt seines Sohnes. Das Musikvideo zu „Souljacker part I“ wurde von Wim Wenders gedreht.

Shootenanny! (2003)[Bearbeiten]

Von Everett wurde das Album als Pause von den Aufnahmen zum Album Blinking Lights … bezeichnet. Es wurde in nur zehn Tagen live im Studio aufgenommen. Saturday Morning wurde als Single veröffentlicht. Nach den Aufnahmen verließ Norton die Band, um bei Tracy Chapman zu spielen. Er wurde durch Puddin ersetzt. Der Name des Albums bedeutet dabei so viel wie „ein gesellschaftliches Zusammentreffen, bei dem die Teilnehmer Volkslieder singen und auch tanzen, am meisten aber mit Schusswaffen feuern“ und kommt vom englischen Begriff „Hootenanny“, der dieselbe Bedeutung hat, allerdings das Feuern von Schusswaffen ausschließt.

Blinking Lights and Other Revelations (2005)[Bearbeiten]

Das sechste Studioalbum ist ein 33-Track-Doppelalbum, auf dem auch Tom Waits, Peter Buck und John Sebastian (von The Lovin’ Spoonful) zu hören sind. Es wurde statt bei DreamWorks Records bei Vagrant Records veröffentlicht. Da sich Vagrant aber auch im Vertriebsnetzwerk von Universal Records befindet, ist der Wechsel der Plattenfirma de facto nur kosmetischer Natur. Im Vorfeld der Veröffentlichung wurde auf eBay ein Papierstück mit handgeschriebenen Texten vom Stück In The Yard, Behind The Church vom neuen Album für 544 US-Dollar für wohltätige Zwecke versteigert.

Hombre Lobo (2009)[Bearbeiten]

„Hombre Lobo“ ist spanisch für „Werwolf“. Es ist das siebte Studioalbum, es trägt den Untertitel „12 Songs of Desire“, bildet zusammen mit End Times und Tomorrow Morning eine Trilogie, die innerhalb eines guten Jahres veröffentllicht wurde und das Thema „Liebe“ behandelt. Hombre Lobo behandelt das Thema „Begehren“.

End Times (2010)[Bearbeiten]

Achtes Studioalbum und zweiter Teil der Trilogie. Das Thema des Albums ist „Vernichtung“, der Liebesschmerz wird behandelt. Das Album wurde größtenteils mit einem Vierspurrekorder aufgenommen, es gab keine Tour zu dem Album.

Tomorrow Morning (2010)[Bearbeiten]

Neuntes Studioalbum und Abschlussalbum der Trilogie. Das Thema ist hier „Erlösung“, d.h. das Weitermachen nach dem Ende einer Beziehung. Das Album besteht komplett aus elektrischer Musik, die Eels wollten beweisen, das auch diese Musik fröhlich klingen kann. Gleichzeitig mit dem Album wurde die erste Welttournee der Eels seit 2007 bekanntgegeben, unter anderem spielte die Band zum ersten Mal in China.

Wonderful, Glorious (2013)[Bearbeiten]

Zehntes Studioalbum, 13 Songs mit Deluxe-Beigabe CD

Kompilationen und Sonstiges[Bearbeiten]

Electro-Shock Blues Show (2002)[Bearbeiten]

aufgenommen 1998, Live-Album

Sixteen Tons (Ten Songs) (2005)[Bearbeiten]

aufgenommen 2003–2005, Live-Album

Eels with Strings – Live at Town Hall (2006)[Bearbeiten]

aufgenommen 2005, Live-Album und -DVD

Meet the Eels: Essential Eels: 1996–2006 (2008)[Bearbeiten]

Best-of-Doppelalbum inklusive einer DVD mit den bisherigen Bandvideos.

Useless Trinkets: 1996–2006 (2008)[Bearbeiten]

Untertitel: B-Sides, Soundtracks, Rarities and Unreleased. Neben B-Seiten und bisher unveröffentlichten Live- und Studioaufnahmen beinhaltet dieses Doppelalbum eine DVD mit einem 6-Song-Livemitschnitt des Lollapalooza Festivals 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. Amazon.de
  3. Tribute Album #3