Egidio Duni

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Egidio Duni, porträtiert von Louis Carmontelle

Egidio Romoaldo Duni (* 9. Februar 1709 in Matera (Süditalien); † 11. Juli 1775 in Paris) war ein italienischer Opernkomponist und gilt als einer der Begründer der französischen Opéra comique.

Leben[Bearbeiten]

Egidio Duni war ein Sohn des Francesco Duni, dem „Maestro di capelle“ in Matera, der seine Söhnen ersten Musikunterricht erteilte. Ab dem neunten Lebensjahr studierte er in Neapel am Conservatorio di S. Maria di Loreto und später am Conservatorio della Pietà dei Turchini. Als nicht gesichert gilt der Unterricht bei Francesco Durante, wie in einer 1775 veröffentlichen Eloge erwähnt wurde.

Duni wurde als 26-Jähriger durch seine erste Oper Nerone bekannt, die 1735 in Rom aufgeführt wurde und mit ihr Giovanni Battista Pergolesis Olympiade aus dem Felde schlug. Dann schrieb er für Neapel, Venedig, London und kehrte nach ausgedehnten Reisen durch Europa nach Neapel zurück. 1748 erhielt er vom spanischen Infanten eine Anstellung am Hof zu Parma. Hier herrschte der französische Geschmack vor und so begann Duni, französische Opern zu schreiben – als erstes die Opéra comique Ninette à la cour.

Ihr Erfolg veranlasste ihn, 1757 nach Paris zu übersiedeln, wo sein leichter, gefälliger Stil genau den Bedürfnissen der damaligen französischen Gesellschaft entsprach. Er brachte eine stattliche Reihe von 18 komischen Opern im leichten Stil der neueren neapolitanischen Schule zur Aufführung, die außerordentlichen Erfolg hatten, so dass Duni als der eigentliche Begründer der französischen komischen Oper betrachtet werden muss.

Der Komponist Antonio Duni (* um 1700 in Matera; † nach 1766 möglicherweise in Schwerin), war ein Bruder von Egidio Duni. Egidio Dunis Sohn, Jean-Pierre Duni (* 1759) widmete der Prinzessin de Poix, eine Sammlung mit Trois Sonates pour Clavecin ou forte-piano avec accomponpagnement du violon.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Italienische Opern[Bearbeiten]

Französische Opern[Bearbeiten]

  • Ninette à la cour (Parma, 1755)
  • La chercheuse d'esprit (Paris, 1756)
  • Le peintre amoureux de son modèle (Paris, 1757)
  • Le docteur Sangrado (Saint Germain, 1758)
  • La fille mal gardée (Paris, 1758)
  • La veuve indécise (Paris, 1759)
  • L’isle de foux (Paris, 1760)
  • Nina et Lindor (1761)
  • Mazet (Paris, 1761)
  • La bonne fille (Paris, 1762)
  • Le retour au village (Paris, 1762)
  • La plaidreuse et le procés (Paris, 1763)
  • Le milicien (Versailles, 1763)
  • Les deux chasseurs et la laitière (1763)
  • Le rendez-vous (Paris, 1763)
  • La fée Urgèle (Fontainebleau, 1765)
  • L'école de la jeuness (Paris, 1765)
  • La clochette (Paris, 1766)
  • Les moissonneurs (Paris, 1768)
  • Les sabots (Paris, 1768)
  • Themire (Fontainebleau, 1770)

Kirchenmusik[Bearbeiten]

  • Gios re di Giuda (Oratorium, 1749)
  • Giuseppe riconosciuto (Oratorium, 1759)
  • Athalie (oratorio, ?)
  • Le sacrifice d’Issac (Oratorium, 17?)
  • Messe (fünfstimmig und Orchester, 17?)
  • Te Deum (vierstimmig und Orchester, 17?)
  • Litany (vierstimmig und Orchester, 17?)
  • Tantum ergo (für Sopran, Alt, zwei Violinen und Orgel, 17?)

Instrumental Musik[Bearbeiten]

  • 6 Triosonaten, op.1 (Rotterdam, 1738)
  • 30 Minuetti e contridanze (London, 1738)

Weblinks[Bearbeiten]