Elena Sedina

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Elena Sedina 2012 in Karlsruhe

Elena Sedina (* 1. Juni 1968 in Kiew) ist eine italienische Schachspielerin ukrainischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Elena Sedina lernte als Siebenjährige Schachspielen. Trainiert wurde sie unter anderem vom ukrainisch-israelischen Schachgroßmeister Artur Kogan.

Erfolge[Bearbeiten]

Sie wurde ukrainische Meisterin U14 und gewann die sowjetische U18-Meisterschaft der Mädchen 1984 in Tschernigow.

1990 wurde Elena Sedina Internationaler Meister der Frauen (WIM). Seit 1996 trägt sie den Titel Großmeister der Frauen (WGM) und seit 1999 ist sie Internationaler Meister (IM). Ihre Elo-Zahl beträgt 2303 (Stand: Dezember 2014), damit liegt sie hinter Olga Zimina auf dem zweiten Platz der italienischen Elo-Rangliste der Frauen. Zuletzt unter den besten 25 der Frauenweltrangliste war sie mit ihrer bisher höchsten Elo-Zahl von 2434 im April 2003.

Sie war Vorstandsmitglied des Schachspielerverbandes PCA.[1]

2001 gewann sie das Open in San Martino di Castrozza. Im selben Jahr gewann sie in Scuol die offene Schweizer Meisterschaft. 2005 gewann sie in Mount Buller die australische offene Meisterschaft und war damit die erste Frau, der dies gelang.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sedina nahm an zehn Schacholympiaden der Frauen teil, und zwar 1994, 1996, 1998 und 2000 für die Ukraine, 2004, 2006, 2008, 2010, 2012 und 2014 für Italien.[3][4]. 1994 in Moskau holte sie, für die ukrainische Nationalmannschaft spielend, eine individuelle Silbermedaille für ihre Elo-Performance von 2605 und eine Einzelgoldmedaille für ihr Ergebnis von 10,5 aus 12 am ersten Reservebrett, 1996 in Jerewan holte sie eine Bronzemedaille für ihr Ergebnis von 9,5 aus 13 am dritten Brett.[3] Sedina nahm außerdem mit Italien an den Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen 2001, 2003, 2009, 2011 und 2013 teil.[5] Beim Mitropapokal spielte sie sowohl zweimal (2002 und 2003) in der offenen Klasse[6] als auch siebenmal im Frauenwettbewerb, den sie mit Italien 2008, 2010, 2011 und 2014 gewinnen konnte, wobei sie 2008 in Olbia und 2011 in Merlimont zusätzlich indidiuelle Goldmedaillen erhielt.[7]

Vereine[Bearbeiten]

In der deutschen Frauenbundesliga spielt sie zuerst in der Saison 2001/02 für die SG Heiligenhaus, in der darauffolgenden Saison für den USV Halle und ab 2003/04 für die OSG Baden-Baden, mit der sie 2004, 2005, 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013 die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Frauen gewann. In der Schweizer Nationalliga A und Nationalliga B spielt sie für Mendrisio und holte 2007 die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft. Die britische Four Nations Chess League gewann sie 2005 und 2006 mit Wood Green 1, sie spielte aber auch schon in der französischen (für Clichy-Echecs-92) und italienischen 1. Liga. Am European Club Cup nahm sie in der offenen Klasse 2008 mit Mendrisio[8] und bei den Frauen 1998 bis 2001 mit dem slowenischen Verein ŠK Nova Gorica sowie 2011 mit dem italienischen Verein ASD CS R.Fischer Chieti teil[9].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressebuch zur Schacholympiade 2004, Seite 58 (PDF, italienisch; 1,9 MB)
  2. Australian Open Chess Championship 2005 auf rootyhillchess.org (englisch)
  3. a b Elena Sedinas Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  4. Ergebnisse der italienischen Mannschaft bei der Schacholympiade der Frauen 2014 auf chess-results.com
  5. Elena Sedinas Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  6. Elena Sedinas Ergebnisse bei Mitropacups auf olimpbase.org (englisch)
  7. Elena Sedinas Ergebnisse bei Mitropacups der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  8. Elena Sedinas Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  9. Elena Sedinas Ergebnisse bei European Club Cups der Frauen auf olimpbase.org (englisch)