Emil Cioran

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Zeichnung von Emil Cioran

Emil M. Cioran, rumän. [tʃoˈran], frz. [sjɔˈʀɑ̃], (* 8. April 1911 in Rășinari in Siebenbürgen, damals Österreich-Ungarn, heute Rumänien; † 20. Juni 1995 in Paris) war ein rumänischer Philosoph und einer der bedeutenden Aphoristiker des 20. Jahrhunderts. Der seit 1937 in Frankreich lebende E. M. Cioran war Dichterphilosoph, „Privatnachdenker“ und Meisterstilist der rumänischen und französischen Sprache. Er gilt manchen als bedeutendster Skeptiker und radikalster Kulturkritiker des 20. Jahrhunderts.

Leben[Bearbeiten]

Cioran-Haus in Rășinari
21 rue de l'Odéon (roter Punkt)
von der Coasta Boacii zur Rue de l'Odéon
Grab auf dem Friedhof Montparnasse

Emil Cioran wurde am 8. April 1911 als zweites Kind des orthodoxen Priesters Emilian und seiner Gattin Elvira Cioran in Rășinari (dt.: Städterdorf) geboren, einer kleinen Ortschaft zwölf Kilometer südlich von Hermannstadt im multiethnischen Transsilvanien, das damals zu Ungarn gehörte.

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums Colegiul National Gheorghe Lazăr im benachbarten Hermannstadt (Sibiu) begann er siebzehnjährig das Studium der Philosophie und Ästhetik an der Universität Bukarest und lernt dort 1928 andere Intellektuelle wie Constantin Noica, Mihail Sebastian, Eugène Ionesco, Mircea Eliade kennen, mit denen er eine intensive freundschaftliche Beziehung unterhielt. Die Bukarester Intellektuellen- und Studentenschicht war damals stark von Nae Ionescu beeinflusst. Nae Ionescu war der Begründer des rumänischen Existentialismus, bekannt als Trairism (rum. traire, „Erlebnis“), einer Bewegung, die durch Irrationalismus, Mystik, Messianismus, Anarchismus und sogar Faschismus gekennzeichnet war.

Cioran hat nicht abgestritten, dass er sich zeitweise – wie viele andere rumänische Intellektuelle damals[1] – von den gewaltverherrlichenden Elementen dieser faschistischen Bewegung angezogen fühlte und sie als vitalen Gegenpol einer vorgeblich in Durchschnitt und Mittelmaß erstickenden Kultur empfand. Später entschuldigte er seine Verirrung vor dem Hintergrund einer spezifisch nationalen Untergangsstimmung mit ihren politischen Auflösungserscheinungen.[2] Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs war er Sympathisant der Eisernen Garde und Bewunderer Hitlers, des NS-Regimes und seines Antisemitismus. 1933 schrieb er zur Person Hitlers: Es gibt keinen heutigen Politiker, den ich für sympathischer und bewunderungswürdiger halte als Hitler,[3] und 1934 in Bezug auf den Röhm-Putsch: Was ist für die Humanität verloren, wenn die Leben einiger weniger geistig und moralisch schwacher Menschen genommen werden?[4]

Ein dogmatischer Faschist – ob im Sinne Codreanus oder der Nazis – ist Cioran allerdings niemals gewesen. Marta Petreu weist detailliert nach, welche Beweggründe seine Abirrung motivieren. Da ist zunächst der Minderwertigkeitskomplex des „Balkanesen“. Alle politischen Extravaganzen scheinen gerechtfertigt, sofern sie zur Modernisierung des Landes beitragen. Zum andern ist eine hysterische Empfänglichkeit für alle Erscheinungsformen (vermeintlicher) politischer ‚Größe’ zu konstatieren. Es ist eine einzige Eigenschaft Hitlers, die Ciorans Aufmerksamkeit weckt: Des „Führers“ Fähigkeit, die Massen in den Bann zu schlagen, ein ganzes Volk (dem Anschein nach) auf ein Ziel auszurichten. (Deswegen kann Cioran sagen, ob eine „Bewegung“ rechts oder links stehe, sei ihm im Grunde egal. Auch Mao hätte seine Zustimmung gefunden.) Auch hier gilt: Allfällige ‚Opfer’ der nationalen Erhebung sind ohne Zögern in Kauf zu nehmen. Cioran sucht eine Intensität kollektiver Erfahrung, die ihm weder die westlichen Demokratien noch das verachtete Rumänien zu bieten vermögen. Dies vor allem erklärt seine Faszination durch den Faschismus.[5]

Von 1933 bis 1935 hielt sich Cioran in Berlin auf. 1937 zog er nach Paris, wo er den Rest seines Lebens in einer kleinen Mansardenwohnung im Quartier Latin verbrachte.

Seine frühen Werke verfasste er in rumänischer, die nach 1945 entstandenen in französischer Sprache. Dabei fügte der Philosoph das Initial M. seinem Namen hinzu: E.M. Cioran, denn er empfand E. Cioran als im Französischen zärtlich klingend und somit unpassend zum Charakter seiner Schriften.[6]

Werk[Bearbeiten]

Er zählt zu den bedeutendsten Essayisten und radikalen Kulturkritikern der Nachkriegszeit. Als hervorragender Stilist erregte er großes Aufsehen unter den französischen Existenzialisten durch seine pessimistischen und desillusionierenden Aphorismen und Essays. Aus einer generellen Abneigung gegenüber Denksystemen und schematisierenden Kategorien resultiert auch seine Vorliebe für die Form des Aphorismus. Er schrieb hierzu in Auf den Gipfeln der Verzweiflung:

Ich würde eine Welt lieben, in der es gar kein Kriterium gäbe, keine Form und keinerlei Prinzip, eine Welt der absoluten Unbestimmtheit. Denn in unserer Welt sind alle Kriterien, Formen und Prinzipien schal.[7]

Er wurde stark von Friedrich Nietzsche und dem Buddhismus beeinflusst. Susan Sontag sah Cioran 1991 in Im Zeichen des Saturn als einen Nietzsche unserer Tage,[8] und Gabriel Liiceanu bezeichnete ihn als einen zeitgenössischen, durch die Schule der französischen Moralisten gegangenen Nietzsche.[9] Für Cioran selber war Nietzsche dagegen zu optimistisch und im Denken zu wenig radikal. In den Syllogismen der Bitterkeit schreibt er: Dank der Reife unseres Zynismus sind wir weiter gegangen als Nietzsche,[10] und in Vom Nachteil, geboren zu sein: Gedanken und Aphorismen beantwortet er die Frage eines Studenten nach seinem Verhältnis zu Nietzsche folgendermaßen:

Ich antwortete ihm, daß ich seit langem den Umgang mit ihm aufgegeben hätte. [...] Weil ich ihn zu naiv finde. Ich werfe ihm seine Hingerissenheit vor und sogar seine Momente der Inbrunst. Er hat die Idole nur gestürzt, um sie durch andere zu ersetzen. [...] Er hat die Menschen nur aus der Ferne beobachtet. Hätte er sie aus der Nähe betrachtet, so hätte er niemals den Übermenschen aushecken noch preisen können.[11]

Ciorans Denken war von – auch im Kontext der damaligen Zeit – extrem hoffnungsarmen, pessimistischen und nihilistischen Ansichten geprägt. Diese brachte er in einer meist alles kritisierenden und zynischen Analyse gegenwärtiger und aktueller Zustände benutzenden Form zum Ausdruck.[12] Bereits als Zwangzigjähriger schrieb er in Auf den Gipfeln der Verzweiflung:

Ich weiß überhaupt nicht, weshalb wir hienieden etwas tun, warum wir Freude und Bestrebungen, Hoffnungen und Träume haben müssen. [...] Aber was gibt es in dieser Welt schon zu gewinnen? [...] Es gibt keinerlei Argumente für das Leben.[13]

Nach Auf den Gipfeln der Verzweiflung und Das Buch der Täuschungen erschien 1949 das wohl bedeutendste Werk Ciorans, die Lehre vom Zerfall. Es wurde 1953 von Paul Celan ins Deutsche übersetzt. Cioran nimmt hier das erst später aufkommende Programm der Dekonstruktion, welches vor allem von den Poststrukturalisten wie Jacques Derrida und anderen vertreten wurde, vorweg. Der Originaltitel des Werkes lautet auch Précis de décomposition. Cioran setzt hier alles, was die Tradition an Werten aufzubieten hat, dem unerbittlichen Widerspruch kritischer Reflexion aus.[14] Cioran beschrieb diesen von ihm verfolgten Ansatz der Dekonstruktion folgendermaßen:

Man denkt, man beginnt zu denken, um Bindungen zu zerreißen, um Verwandtschaften aufzulösen, um das Gerüst des „Wirklichen“ zu untergraben.[15]

Ciorans jahrzehntelange Gedanken zu Themen wie Gott, verfehlte Schöpfung, Gnosis, Schlaflosigkeit oder Selbsttötung schlugen sich in einer Fülle von Aphorismen, Reflexionen und Essays nieder, ohne den Charakter von Lehrsätzen anzunehmen. Nachfolgendes Zitat vereinigt einige seiner Leitmotive und vermittelt einen Eindruck von seinem Denken, das wesentlich existentielles Ringen war:

Wir alle haben sie geerbt, die Unfähigkeit, bei sich zu bleiben, von welcher der Schöpfer eine so bedauerliche Demonstration geboten hat: Zeugen, das heißt, auf andere Weise, in anderer Größenordnung das Unternehmen fortsetzen, das seinen Namen trägt, es heißt, aus beklagenswerter Nachäffung seiner „Schöpfung“ etwas hinzufügen. Ohne den von ihm gegebenen Impuls würde das Bedürfnis, die Kette der Wesen zu verlängern, nicht bestehen, noch auch die Notwendigkeit, die Umtriebe des Fleisches zu unterschreiben. Jedes Gebären ist verdächtig; die Engel sind dazu glücklicherweise unfähig, denn die Fortsetzung des Lebens ist den Gefallenen vorbehalten[15]

Anekdoten[Bearbeiten]

  • Cioran wies alle literarischen Preise zurück (Sainte-Beuve, Combat, Nimier, Morand, etc.) – bis auf einen: 1949 nahm er den „prix Rivarol“ an; dies rechtfertigte er mit seiner Finanzlage.
  • 1940 gelang es ihm nicht, das erste Opfer des Einmarschs der Deutschen in Paris zu sein: An der Place Saint-Michel warf er Zigarettenpakete nach einem Konvoi von Gefangenen.
  • Als Eingeladener einer amerikanischen Universität wurde er präsentiert wie einer, der den größten Philosophen ebenbürtig/gleichgestellt ist. Darauf erklärte er ängstlich: « Mais je ne suis qu'un plaisantin ! » (etwa: „Aber ich bin doch nur ein Schalk/Witzbold!“)[16]

Werke (chronologisch) (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Revelațiile durerii („Entdeckungen des Schmerzes“), 1932, Editura Echinox 1990, ISBN 973-9114-01-6.
  • Auf den Gipfeln der Verzweiflung. Frankfurt/M. 1989.(O.A.: Pe culmile disperării. 1934)
  • Das Buch der Täuschungen. Bibliothek Suhrkamp 1046, Frankfurt/M. 1990. (O.A.: Cartea amăgirilor. Bukarest 1936)
  • Schimbarea la față a României („Die Verklärung Rumäniens“), 1937
  • Von Tränen und von Heiligen , Frankfurt/M. 1988, umfangreiche Überarbeitung C. von Lacrimi si Sfînți (1937), als Des larmes et des saints (1986) in Paris.
  • Gedankendämmerung. Suhrkamp Frankfurt/M. 1993. (O.A.: Amurgul gândurilor. Sibiu (Hermannstadt) 1940)
  • Über Frankreich. Suhrkamp 2010, ISBN 978-3518421468 („Despre Franta / De la France“)[17]
  • Leidenschaftlicher Leitfaden. Suhrkamp 1996, ISBN 3-518-40765-1 (entstanden ≈ 1941–1944).
  • Lehre vom Zerfall. Übers. v. Paul Celan. Reinbek 1953, ISBN 3-608-93302-6 (O.A.: 1949)
  • Mon pays („Mein Land“) (≈ 1949, 1996 publiziertes Fragment)
  • Syllogismen der Bitterkeit. Frankfurt/M. 1969, ISBN 3-518-37107-X (O.A.: Syllogismes de l’ Amertume 1952)
  • Dasein als Versuchung. Stuttgart 1983, ISBN 3-608-95177-6 (Frz. Erstausgabe 1956).
  • Über das reaktionäre Denken. Zwei Essays (über Joseph de Maistre und Paul Valery). Frankfurt/M. 1980, ISBN 3-518-01643-1 (Erstauflage 1957).
  • Geschichte und Utopie. Stuttgart 1965, ISBN 3-608-93267-4 (O.A.: Histoire et utopie, 1960)
  • Der Absturz in die Zeit. Stuttgart 1972, ISBN 3-608-93392-1 (O.A.: La chute dans le temps. 1964)
  • Aufzeichnungen aus Talamanca (1966), weissbooks 2008, ISBN 978-3-940888-24-2 (Frz. E.A. 1997)
  • Die verfehlte Schöpfung. 1979 suhrkamp tb 550, ISBN 3-518-37050-2 (Erstausgabe 1969).
  • Cahiers 1957–1972. (Auswahl); Frankfurt/M. 2001, ISBN 3-518-41274-4 (s.a. 2011)
  • Vom Nachteil, geboren zu sein: Gedanken und Aphorismen. 1979 suhrkamp tb 549, ISBN 3-518-37049-9 (Frz. E.A. 1973).
  • Gevierteilt. suhrkamp tb 1838 Frankfurt/M. 1982 , ISBN 3-518-38338-8 (Erstausgabe 1979)
  • Widersprüchliche Konturen: Literarische Porträts. Frankfurt/M. 1986, ISBN 3-518-01898-1 (1985)
  • Der zersplitterte Fluch. Aphorismen. Frankfurt/M. 1987, ISBN 3-518-01948-1 (Frz. O.A. 1987)
  • Werke. Suhrkamp Quarto, 2008, ISBN 978-3-518-42007-2 (16 Hauptwerke, 2085 Seiten)
  • Über Deutschland. Aufsätze aus den Jahren 1931-1937. Hg., a.d. Rumänischen übersetzt, m.e. Nachbemerkung v. Ferdinand Leopold, Suhrkamp 2011, ISBN 978-3-518-42197-0.
  • Notizen 1957-1972. Hg. v. Simone Boué. Karolinger Verlag, Wien und Leipzig 2011 ISBN 978-3-85418-143-9
  • Audio:
    • Cafard. Originaltonaufnahmen 1974–1990, hrsg. v. Thomas Knöfel und Klaus Sander. Audio-CD, 77 Minuten und Begleitbuch, 96 Seiten. Köln: supposé 1998, ISBN 3-932513-00-2.
  • Beiträge:
    • Prometheus ist für immer kompromittiert. Aussichten auf die Nach-Geschichte. In: Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Hrsg.): Die Zukunft der Vergangenheit: lebendige Geschichte, klagende Historiker (Herderbücherei 9508: Initiative 8, Freiburg im Breisgau – Basel – Wien 1975), ISBN 3-451-09508-4, S. 135–144. – Anm.: Dieser Text, übersetzt von Elmar Tophoven, findet sich auch als Kapitel „Nach der Geschichte“ in Gevierteilt, dort übersetzt von Bernd Mattheus.
    • Mehrere Beiträge in Der Pfahl. Jahrbuch aus dem Niemandsland zwischen Kunst und Wissenschaft
    • A Portrait of Civilized Man. In: The Hudson Review (Spring, 1964), S. 9-20. [18]
  • Gespräche:
    • Emile M. Cioran, Ein Gespräch: geführt von Gerd Bergfleth, Tübingen: Konkursbuchverlag 1985, ISBN 3-88769-301-9.
    • E.M. Cioran; Ein Gespräch mit Sylvie Jaudeau: Erker Verlag, St Gallen 1992, ISBN 3-905546-21-3.
    • Entretiens, Gallimard 1995 (versch. gesammelte Gespräche, Interviews)
  • Ausgewählte Texte:
    • Zersplitternde Gewißheiten. Ein E. M. Cioran-Lesebuch, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2002, ISBN 3-518-39778-8.
  • Briefe:

Literatur[Bearbeiten]

  • Rupert Guth: Die Philosophie der einmaligen Augenblicke: Überlegungen zu E. M. Cioran. Königshausen & Neumann, Würzburg 1990, ISBN 3-88479-523-6.
  • Cornel Mișinger: Monografia Satului Fântânele (Cacova) din Mărginimea Sibiului. Casa de Presă și Editura Tribuna, Sibiu 2006, ISBN 973-7749-11-1.
  • Cornelius Hell: Skepsis, Mystik und Dualismus. Eine Einführung in das Werk E. M. Ciorans. Bouvier, Bonn 1985, ISBN 3-416-01814-1.
  • Till Kinzel: „Autorenporträt Emil Cioran“. In: Sezession. 16 (Februar 2007), S. 6–10.
  • Thomas Knöfel; Klaus Sander (Hrsg.): Cafard: Originaltonaufnahmen 1974–1990. (CD) supposé, Köln 1998, ISBN 3-932513-00-2.
  • Richard Reschika: E. M. Cioran zur Einführung. Junius, Hamburg 1995, ISBN 3-88506-906-7.
  • Fernando Savater: Versuch über Cioran. Raben-Verlag, München 1985, ISBN 3-922696-45-7.
  • Ciprian Valcan: La concurrence des influences culturelles francaises et allemandes dans l'oeuvre de Cioran. ICR Verlag, București 2008.
  • Peter Sloterdijk: Der selbstlose Revanchist. In: Nicht gerettet: Versuche nach Heidegger. Suhrkamp, Frankfurt 2001, ISBN 3-518-41279-5.
  • Thomas Stölzel: Ein Säulenheiliger ohne Säule: Begegnung mit E. M. Cioran. Droschl, Wien 1998, ISBN 3-85420-485-X.
  • William Totok: Die Generation von Mircea Eliade im Bann des rumänischen Faschismus. In: Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik. 7. Jg., Nr. 1/1995, ISSN 0939-3420, S. 42–55; (gekürzte Fassung in: Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte. 42. Jg., Nr. 10/1995, S. 921–928. Ungarische Fassung: Mircea Eliade generáció a román fasizmus bűvkörében. In: Magyar Filozófiai Szemle. Nr. 1-2-3/1996, S. 274–291.)
  • William Totok: Schimbarea la faţă a României (Emil Cioran, 1936), in: Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Publikationen, Bd. 6, herausgegeben von Wolfgang Benz, De Gruyter Saur, Berlin/Boston 2013, S.619-620.
  • Bernd Mattheus: Sein Leben verunstalten. Émile Cioran, die Eiserne Garde und die Versuchung des Faschismus. In: Lettre international. (Bln.) 63/2003
  • Bernd Mattheus: Cioran: Porträt eines radikalen Skeptikers. Matthes & Seitz, Berlin 2007, ISBN 978-3-88221-891-6.[19] (Leseprobe)
  • Patrice Bollon: Cioran, der Ketzer. Suhrkamp, Frankfurt 2006, ISBN 3-518-41674-X. (Ausführl. Rezension In: Frankfurter Rundschau. 5. September 2006, S. 26)
  • Franz Winter: Emil Cioran und die Religionen. Eine interkulturelle Perspektive. Bautz (Interkulturelle Bibliothek), Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-291-1.
  • Marta Petreu: An Infamous Past : E.M. Cioran and the Rise of Fascism in Romania.
  • Friedgard Thoma: Um nichts in der Welt. Eine Liebe von Cioran. Weidle Verlag, Bonn 2001, ISBN 3-931135-60-8.
  • Mihail Sebastian: Voller Entsetzen, aber nicht verzweifelt. Tagebücher 1935–1944. 1997.
  • Norman Manea: Fünfzig Jahre Nouvelle Revue Française in Bukarest. Die Cioran-Noica-Debatte. In: Sinn und Form. 3/2010, S. 326–330.
  • Norman Manea: Begegnung mit Cioran. In: Sinn und Form. 6/2010, S. 725–738.
  • Sigrid Irimia-Tuchtenhagen: CIORAN, Emile Michel. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 16, Bautz, Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4, Sp. 261–267.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emil Cioran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hannelore Müller: Der frühe Mircea Eliade. Sein rumänischer Hintergrund und die Anfänge seiner universalistischen Religionsphilosophie. LIT, 2004, S. 88.
  2. Ingeborg Breuer, Peter Leusch, Dieter Mersch: Welten im Kopf. Profile der Gegenwartsphilosophie. Rotbuch Verlag, Hamburg, 1996, S. 52 u. 53.
  3. Zitiert nach: Zigu Ornea: Anii treizeci. Extrema dreaptă românească. Ed. Fundației Culturale Române, Bukarest 1995, S. 191.
  4. Zitiert nach: Zigu Ornea: Anii treizeci. Extrema dreaptă românească. Ed. Fundației Culturale Române, Bukarest 1995, S. 192.
  5. Daniel Krause: Posthume Enthüllung. Neuere Veröffentlichungen zu E. M. Cioran. In: Tabvla Rasa. Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken, Ausgabe 28, April 2007
  6. Sanda Stolojan: Nori peste balcoane. Jurnal din exilul parizian. Ed. Humanitas, Bukarest 1996, S. 191.
  7. Emil Cioran: Auf den Gipfeln der Verzweiflung. Frankfurt/M., 1989, S. 86.
  8. Wider sich denken. Reflexionen über Cioran. In: Susan Sontag: Im Zeichen des Saturn. Hanser, 1990, S. 17–39.
  9. Zitiert nach Mazzino Montinari, Wolfgang Muller-Lauter, Heinz Wenzel: Nietzsche-Studien. Band 35, de Gruyter, 2005, S. 225.
  10. Emile M. Cioran: Syllogismen der Bitterkeit. Fischer, Frankfurt, 1969, S. 26.
  11. Emile M. Cioran: Vom Nachteil geboren zu sein: Gedanken und Aphorismen. suhrkamp tb 549, 1979, S. 71 f.
  12. Ingeborg Breuer, Peter Leusch, Dieter Mersch: Welten im Kopf. Profile der Gegenwartsphilosophie. Rotbuch Verlag, Hamburg 1996, S. 49 ff.
  13. Auf den Gipfeln der Verzweiflung. Frankfurt, 1989, S. 11, 15 f., 76 und 93 ff.
  14. Ingeborg Breuer, Peter Leusch, Dieter Mersch: Welten im Kopf. Profile der Gegenwartsphilosophie. Rotbuch Verlag, Hamburg, 1996, S. 51.
  15. a b Emil Cioran: Die verfehlte Schöpfung. suhrkamp tb 550, 1979, S. 100.
  16. Quelle: Emil Cioran#Anecdotes in der franz. Wikipedia
  17. Adam Soboczynski: Schlaflos in den Abgrund. Cioran war der Aphoristiker der Verneinung. Aus dem Nachlass erscheint jetzt sein frühes Werk „Über Frankreich“. In: Die Zeit. 24/2010 vom 10. Juni 2010
  18. Online-Archiv Hudson Review
  19. DKultur: „Sinnenfreudiger Menschenfeind“., Rezension der Biografie Mattheus, 15. Januar 2008.