Enda Kenny

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Enda Kenny (2007)

Enda Kenny (irisch: Éanna Ó Coinnigh) (* 24. April 1951 in Castlebar, County Mayo) ist ein irischer Politiker der Fine Gael und seit dem 9. März 2011 Ministerpräsident Irlands.[1]

Laufbahn[Bearbeiten]

Kenny besuchte das St. Patrick’s Teacher Training College in Drumcondra/Dublin und die National University in Galway City. Im Jahr 1975 wurde er bei einer Nachwahl im Wahlkreis Mayo West in den 20. Dáil Éireann gewählt und besetzte dabei den vakanten Sitz seines verstorbenen Vaters Henry Kenny. Bei allen darauffolgenden Wahlen konnte er sein Mandat verteidigen. Während des 24. Dáil bekleidete er vom 13. Februar 1986 bis zum März 1987 das Amt eines Staatsministers im Bildungsministerium. Im Dezember 1994 wurde Kenny von Taoiseach John Bruton zum Minister für Tourismus und Handel berufen und gehörte bis Juni 1997 der Regierung an.

Als die Fine Gael bei den Wahlen 2002 zum Dáil Éireann erdrutschartige Verluste erlitt und 23 der 54 Abgeordnetenmandate verlor, wurde Kenny im Juni des gleichen Jahres als Nachfolger von Michael Noonan zum neuen Vorsitzenden der Fine Gael gewählt. Als solcher gelang es ihm, die Wahlverluste von 2002 bei den Unterhauswahlen im Mai 2007[2] nahezu auszugleichen, bei der die Fine Gael nunmehr 51 Mandate erzielte und wiederum deutlich zweitstärkste Kraft im Parlament wurde. Nach dem Wahlsieg seiner Partei bei den Unterhauswahlen im Februar 2011 wurde Kenny am 9. März 2011 Taoiseach und löste damit Brian Cowen von der Fianna Fáil ab.

Neben seiner Tätigkeit im Parlament gehörte er von 1975 bis 1995 dem Mayo County Council an.

Persönliches[Bearbeiten]

Kenny ist seit 1992 mit Fionnuala O'Kelly verheiratet und hat mit ihr drei gemeinsame Kinder. Er ist in seiner Freizeit ein engagierter Wanderer und Bergsteiger. Eine seiner bergsteigerischen Leistungen beinhaltet die Besteigung des Kilimandscharo. In seiner Jugend war er weiterhin ein aktiver Gaelic-Football-Spieler und ist heute noch Fan-Mitglied des Mayo-Gaelic-Football-Vereins. Der Fine-Gael-Vorsitzende spricht darüber hinaus fließend Irisch, was für irische Politiker keine Selbstverständlichkeit ist.

Eine besondere Beziehung unterhält Kenny zu Inis Oírr, der kleinsten der drei Aran-Inseln. Ein Vorfahre von ihm hatte auf der Insel den Posten des Leuchtturmwärters inne und Kenny erzählt gerne, dass es dort am Strand von Inis Oírr war, wo er seiner Frau Fionnuala den Heiratsantrag machte.[3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Enda Kenny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kenny neuer irischer Ministerpräsident. Abgerufen am 9. März 2011.
  2. Unterhauswahlen im Mai 2007
  3. Porträt von Enda Kenny in der IT vom 26. Februar 2011.