entheogen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Adjektiv entheogen (altgriechisch en „in“, theos „Gott“, und genesthai „bewirken“) bezeichnet eine spirituelle Erfahrung, die als All-Einheit empfunden wird und die häufig bei Gebrauch bestimmter Drogen vom Konsumenten beschrieben wird. Die Bezeichnung Entheogene wurde 1970 bei einem informellen Komitee von R. Gordon Wasson und Jonathan Ott und anderen eingeführt und ersetzt abwertende Bezeichnungen für spirituell nutzbare Substanzen mit halluzinogenen Wirkeigenschaften wie Psilocybin, LSD oder Dimethyltryptamin (DMT). Gemäß dieser Definition sind Entheogene weitgehend identisch mit den Psychedelika.

In einem allgemeineren Sinne werden als Entheogene solche Stoffe und Zubereitungen bezeichnet, die traditionell zu spirituellen, mystischen und religiösen Zwecken benutzt werden. Ihr Gebrauch in diesen Zusammenhängen kann dazu führen, dass die unter Einfluss stehende Person das Gefühl hat, mit einem Gott oder anderen Wesenheiten verbunden zu sein oder das ganze Universum zu erfassen und zu schauen (Vision). Dieser Zustand ist vergleichbar mit dem eines Schamanen, der glaubt, sich etwa durch die Wirkung eines Elixiers in die Lage versetzen zu können, mit den Geistern zu kommunizieren. Zu den Entheogenen gehören beispielsweise Ayahuasca, psychoaktive Pilze oder der Azteken-Salbei (Götter-/Wahrsage-Salbei).

Entheogene wirken psychotomimetisch durch Beeinflussung verschiedener Neurotransmitter-Systeme.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]