Ethnobotanik

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Botanici an die Arbeit, von Gerbrand van den Eeckhout

Ethnobotanik ist die Wissenschaft vom Studium der Pflanzen (Botanik) in Bezug auf ihre Verwendung durch den Menschen: als Nutzpflanzen, als Medizin (Ethnopharmazie, Pflanzenheilkunde) und in Brauchtum, besonders in vorindustriellen Gesellschaften.

Aufgabenstellung[Bearbeiten]

Zweck der Ethnobotanik ist die Entdeckung und Erforschung für den Menschen wertvoller Materialien/Pflanzen, widmet sich aber auch den Aufgaben der Ernährung, Biochemie, Gesundheit und anderen lebenswichtigen Beschaffenheiten des menschlichen Lebens in Bezug auf die Botanik. Sie verwendet daher sowohl Methoden der Botanik wie der Ethnologie.

Der Begriff Ethnobotanik wurde 1895 erstmals von dem US-amerikanischen Botaniker John William Harshberger (1869–1929) verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik. 2. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, S. 105. ISBN 3-8274-1398-2.
  • Vagn Jorgensen Brøndegaard: Ethnobotanik. Pflanzen im Brauchtum, in der Geschichte und Volksmedizin (Beiträge zur Ethnomedizin, Ethnobotanik und Ethnozoologie; Bd. 6). Verlag Mensch & Leben, Berlin 1985, ISBN 3-88911-006-1.
  • Richard Evans Schultes, Siri von Reis (Hrsg.): Ethnobotany. Evolution of a Discipline. Dioscorides Press, Portland, Or. 1995, ISBN 0-931146-28-3.
  • C. M. Cotton: Ethnobotany. Principles and applications. Wiley, Chichester 1997, ISBN 0-471-95537-X.
  • Gary J. Martin: Ethnobotany. A methods manual. Earthscan, London 2004, ISBN 1-84407-084-0.
  • Roy Ellen: Ethnobiology and the science of humankind. Blackwell Publ., Malden 2006, ISBN 978-1-4051-4589-3.

Weblinks[Bearbeiten]