Ernst Küster (Chirurg)

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Ernst Georg Ferdinand Küster

Ernst Georg Ferdinand Küster (* 2. November 1839 auf Wollin; † 19. April 1930 in Berlin) war ein deutscher Chirurg.

Inhaltsverzeichnis

Biografie [Bearbeiten]

Küster legte sein Abitur in Stettin ab und studierte in Bonn (wo er 1859 der Burschenschaft Frankonia beitrat[1]), Würzburg und Berlin. Nach seiner Promotion wurde er am Krankenhaus Bethanien in Berlin Schüler und Assistent von Robert Friedrich Wilms. 1875 habilitierte sich Küster für Chirurgie und wurde 1879 a.o. Professor sowie Leitender Arzt am Augusta-Hospital Berlin. 1890 erhielt er den Ruf als Ordinarius für Chirurgie an die Philipps-Universität Marburg. 1907 kehrte er als Chirurg ohne Lehrverpflichtungen nach Berlin zurück.

Mitgliedschaft [Bearbeiten]

Am Gründungskongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) im Jahr 1872 nahm Küster teil. Die Jahresversammlung 1903 wählte ihn für ein Jahr zu ihrem Vorsitzenden. 1922 wurde er Ehrenmitglied der Gesellschaft.

Während seiner Zeit in Marburg vertrat Küster seine Universität im preußischen Herrenhaus.

Veröffentlichungen [Bearbeiten]

  • Die Chirurgie der Nieren, der Harnleiter und der Nebennieren. Enke, Stuttgart 1896–1902, 2 Bd.
  • Geschichte der neueren deutschen Chirurgie. Enke, Stuttgart 1915.
  • Die Krankenpflege in Vergangenheit und Gegenwart. Rede, gehalten bei Übernahme des Rektorats an der Universität Marburg am 13. Oktober 1895, N.G. Eiwert, Marburg 1895.

Literatur [Bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 3: I–L. Heidelberg 1999, S. 202–203.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Ernst Elsheimer (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom Wintersemester 1927/28. Frankfurt am Main 1928, S. 284.