Eteokles
Eteokles (altgriech. Ἐτεοκλῆς) ist eine Person der griechischen Mythologie.
Eteokles entstammte der inzestuösen Ehe von Ödipus und Iokaste. Er war Bruder des Polyneikes, der Antigone und der Ismene, und Vater des Laodamas. Die Bibliotheke des Apollodor nennt eine zweite Gattin des Ödipus, Euryganeia als Mutter der genannten Kinder. Auch Eteokles wurde ein Opfer des Fluches der Labdakiden. Nach dem Fortgang des Ödipus sollte er im jährlichen Wechsel mit Polyneikes über Theben herrschen, weigerte sich aber nach seiner ersten Amtsperiode, den Thron aufzugeben. Polyneikes ging nach Argos, sammelte dort ein Heer ('Sieben gegen Theben') und zog gegen Eteokles zu Felde. An sechs der sieben Stadttore Thebens blieb Eteokles siegreich, am siebenten töteten die Brüder einander im Zweikampf.
Literatur [Bearbeiten]
- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, dtv, München 1994. ISBN 3-423-30030-2
- Michael Grant und John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, München 2004. ISBN 3-423-32508-9
- Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie - Quellen und Deutung. rororo, Hamburg 2001. ISBN 3-499-55404-6
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Polyneikes | König von Theben 13. Jahrh. v. Chr. (fiktive Chronologie) |
Kreon |