Fabio Mussi

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Fabio Mussi

Fabio Mussi (* 22. Januar 1948 in Piombino, Provinz Livorno) ist ein italienischer Politiker der Sinistra Democratica (SD), die er als Coordinatore politico (Politischer Koordinator) anführt. Vom 17. Mai 2006 bis zum 8. Mai 2008 amtierte er im zweiten Kabinett Prodi als Hochschul- und Forschungsminister.

Politische Karriere[Bearbeiten]

Als Sohn einer Arbeiterfamilie trat Mussi 1965 in den Partito Comunista Italiano (PCI) ein, für den er zunächst in der Hochschulpolitik tätig wurde. Von 1967 bis 1970 studierte er Geisteswissenschaften an der Scuola Normale Superiore in Pisa, wo er Massimo D’Alema kennenlernte. 1972 schloss er sein Philosophiestudium an der Universität Pisa mit einer Arbeit über Theodor W. Adorno und die Frankfurter Schule ab.

1979 wurde Mussi in das Zentralkomitee seiner Partei gewählt, während er gleichzeitig seine journalistische Karriere bei der kommunistischen Wochenzeitschrift Rinascita fortsetzen konnte, wo er im selben Jahr die Zuständigkeit für die Kulturseiten sowie für die Presse- und Propaganda-Abteilung erhielt und zum stellvertretenden Chefredakteur aufstieg. Von 1980 bis 1984 war er Regionalsekretär des PCI in Kalabrien und rückte danach in den nationalen Parteivorstand auf. Von 1986 bis 1988 arbeitete er zudem als einer der leitenden Redakteure (condirettori) der Tageszeitung L’Unità. Im Zuge des Wandlungsprozesses seiner Partei zum Partito Democratico della Sinistra 1991 und zu den Democratici di Sinistra (DS) 1998 wurde Mussi zu einer bedeutenden Leitfigur des als Correntone (dt. „große Strömung“) bezeichneten linken Parteiflügels.

1992 wurde er erstmals in seinem toskanischen Wahlbezirk Pisa – LivornoLuccaMassa-Carrara in die italienische Abgeordnetenkammer gewählt, deren Vizepräsident er von 2001 bis 2006 war. Nach dem Wahlsieg seiner Partei im Mitte-links-Bündnis von Romano Prodi wurde er im Mai 2006 zum Forschungsminister in dessen Regierung berufen. Am 29. Mai 2006 wurde er zudem in den Gemeinderat von Rio Marina (Insel Elba) gewählt.

Auf dem IV. Parteikongress der DS (19. – 21. April 2007) kandidierte Mussi gegen Piero Fassino um den Parteivorsitz, unterlag jedoch mit nur 15,04 % der abgegebenen Stimmen. Dabei sprach er sich gegen die mehrheitlich beschlossene Absicht seiner Partei aus, mit anderen Kräften des Mitte-links-Lagers L’Unione zum Partito Democratico (PD) zu fusionieren. Am 5. Mai 2007 trat er deshalb, wie angekündigt, aus der Partei aus und gründete mit Gleichgesinnten die Sinistra Democratica als laizistisch-sozialistische Kraft am linken Rand des PD.

Weblinks[Bearbeiten]