Falko Daim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Falko Daim (* 28. Februar 1953 in Wien) ist ein österreichischer Mittelalterarchäologe.

Nach dem Studium der Ur- und Frühgeschichte sowie mittelalterlicher und neuerer Geschichte 1971 bis 1976 in Wien promovierte er dort 1976 über „Die Awaren in Niederösterreich“. Danach war er zunächst Assistent und schließlich seit 2000 Professor am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien. Seit 2003 ist er als Nachfolger von Konrad Weidemann Generaldirektor des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) in Mainz.

Daim ist als Vertreter des RGZM Mitglied des Steering Committees des Forschungszentrums Erdsystemwissenschaften.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Archäologie des Frühmittelalters und hier besonders Chronologie und Formenkunde der Awaren sowie die Problematik des Klimawandels aus Sicht der Geisteswissenschaften. Dazu initiierte er 2009 zwei Tagungen am RGZM.

Daim ist ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und korrespondierendes Mitglied im Ausland der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Im Jahre 2010 kuratierte er die Ausstellung Byzanz - Pracht und Alltag in der Bundeskunsthalle in Bonn sowie 2012 Das goldene Byzanz und der Orient auf der Schallaburg.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Das Gräberfeld von Sommerein.
  • Das Gräberfeld von Leobersdorf.
  • Die Awaren am Rande der byzantinischen Welt. Innsbruck 2000
  • mit Ernst Lauermann: Das frühungarische Reitergrab von Gnadendorf (Niederösterreich). Mainz 2006

Weblinks[Bearbeiten]