Awaren

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem historischen Herrschervolk. Zum heutigen Volk im Kaukasus siehe Awaren (Kaukasus).
Awarisches Statussymbol: mehrteilige Gürtelgarnitur

Die Awaren (auch Avaren) waren im Frühmittelalter Herrscher über ein Reich mit dem Schwerpunkt in der Pannonischen Tiefebene. Ihr Herrschaftsgebiet umfasste die heutigen Länder Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Rumänien sowie Teile von Polen, Österreich, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Über 200 Jahre lang waren sie der wichtigste Machtfaktor zwischen dem Fränkischen und dem Byzantinischen Reich. Sie gingen aus einem Bündnis verschiedener Stämme und Reitervölker hervor und standen in enger Verbindung mit den Slawen. Den Status als Aware oder Slawe bestimmte nicht die ethnische Zugehörigkeit, sondern das soziale Prestige. Nach zeitgenössischen Quellen bildeten die Awaren eine herrschende, aber zahlenmäßig geringe Oberschicht in ihrem Reich. Nach den Eroberungskriegen Karls des Großen gegen die Awaren verloren sie zu Beginn des 9. Jahrhunderts ihre politische Bedeutung. Awarische Einflüsse und Lebensweisen sind noch bis ins 10. Jahrhundert unter der Oberhoheit der Ungarn und der Bulgaren nachweisbar. Danach verloren sie ihre kulturelle Identität.[1]

Herkunft der Awaren[Bearbeiten]

Aufgrund des äußerst dürftigen überlieferten Sprachmaterials ist eine allgemein anerkannte ethnisch-sprachliche Zuordnung der Awaren nicht möglich. Laut dem chinesischen Geschichtsbuch Liang-shu waren die „War“ zeitweilig Vasallen beziehungsweise Angehörige der proto-mongolischen Rouran. Neben einer prototürkischen[2] oder mongolischen wurde auch eine indogermanische oder finno-ugrische Herkunft der Awaren in Betracht gezogen. Das vorliegende Quellenmaterial macht jedoch eine Entscheidung für oder gegen eine dieser Annahmen unmöglich (siehe Awarische Sprache). Erschwerend kommt hinzu, dass Verbände im zentralasiatischen und pontischen Raum (Schwarzmeerregion) ethnisch kaum homogen waren und sogar Namen „wandern“ konnten. So wurden Gruppen aus diesem Raum von den klassizistisch orientierten byzantinischen Geschichtsschreibern oft schlicht als „Skythen“ oder „Hunnen“ bezeichnet, ohne dass damit eine Aussage über ihre Ethnie gemacht wurde.[3]

Nach der Encyclopædia Iranica gehörten die Awaren, wie auch die späteren Mongolen, zu der Nomadenkonföderation Śyän-bi und waren somit „ohne Zweifel der erste geschichtlich erfasste mongolische Stamm“.[4] Andere Quellen geben dagegen an, dass schon die ethnische Zusammensetzung der Śyän-bi unbekannt ist.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Awarische Gürtelschnallen aus dem 7. Jahrhundert

Awarische Frühzeit[Bearbeiten]

Nach chinesischen Chroniken sollen die War ursprünglich ein aus dem Tarimbecken nach Afghanistan ausgewanderter Zweig der indogermanischen Yüe-tschi gewesen sein. Bald nach einer Niederlage gegen die Nördliche Wei-Dynastie tauchten sie 463 als neue Gruppe am Schwarzen Meer auf, die sich selbst „War und Chunni“ (evtl. ein versteckter Hinweis auf Reste vom Reitervolk der Hunnen) nannte; allerdings sind derartige etymologische Ableitungen kein zwingender Beweis für einen rekonstruierbaren Verlauf der awarischen Wanderung. Der awarische Traditionskern bestand jedenfalls demnach aus zwei herrschaftsfähigen Geschlechtern, die ihre Namen von den beiden mythischen Königen gleichen Namens ableiteten. Die Awaren waren möglicherweise in der Folgezeit auch ein führender Zweig der Hephthaliten[6] und hatten ihr Siedlungsgebiet demnach vermutlich in der Nähe des Aralsees.

Übernahme der Herrschaft in Pannonien[Bearbeiten]

Nach 555 zogen die Awaren unter dem Druck der Kök-Türken (siehe Sizabulos) nach Westen und wurden 558 Föderaten des Byzantinischen Reichs. Um 560 besiegten sie die Protobulgaren am Schwarzen Meer, zogen aber wegen der sie verfolgenden Göktürken weiter in Richtung Balkan.[7] Nachdem sie im Jahr 567 gemeinsam mit den Langobarden das Reich der Gepiden, das sich im späteren Siebenbürgen befand, zerstört hatten, ließen sie sich vor allem im Karpatenbecken nieder und übernahmen die Herrschaft über Pannonien. Schon früh fand dort eine Besiedlung mit tributpflichtigen Slawen statt, wie u. a. Grabfunde aus Hennersdorf bei Wien zeigen. Die Awaren vermischten sich aber wohl auch mit den in der ungarischen Tiefebene verbliebenen Resten der Hunnen.

Am Höhepunkt der Macht[Bearbeiten]

Awarisch-slawische Kriegsaxt im Archäologischen Museum Split
(ca. 7. bis 8. Jahrhundert)

Schon bald reichte ihr Einflussgebiet von der Ostsee bis zur Wolga. Unter ihrem Khagan Baian stellten die Awaren eine Großmacht dar, die es sich leisten konnte, vom Byzantinischen Reich und von den Franken Tribut zu fordern. Dennoch wurden sie Ende des 6. Jahrhunderts von dem byzantinischen Kaiser Maurikios in die Defensive gedrängt, so dass ihr Reich kurz vor dem Zusammenbruch stand (→ Balkanfeldzüge des Maurikios). Doch nachdem Maurikios im Jahr 602 gestürzt wurde und das byzantinische Reich in Chaos und Anarchie versank, erzielten die Awaren Erfolge gegen die Langobarden in Friaul 610 und gegen die Franken 611. Anschließend überrollten die Awaren die Balkanhalbinsel ungeachtet der Tatsache, dass der inzwischen gestürzte Kaiser Phokas mit ihnen 604 einen Tributfrieden geschlossen hatte. Zusammen mit den von ihnen unterworfenen Slawen belagerten die Awaren mehrmals Thessaloniki, zuletzt 626 mit Hilfe der persischen Sassaniden sogar die oströmische Hauptstadt Konstantinopel, was aber misslang (→ Belagerung von Konstantinopel (626)). Ihren im Kampf gegen Maurikios verlorenen Ruf der Unbesiegbarkeit konnten sie jedoch nicht mehr herstellen. Im Verlaufe der folgenden Jahrzehnte entzogen sich immer mehr slawische Fürsten dem direkten awarischen Einfluss und dehnten ihren Machtbereich auf der Balkanhalbinsel aus. Auch erhoben sich anderorts slawische Stämme unter dem fränkischen Kaufmann Samo und schüttelten die Awarische Oberhoheit ab. Damit war der Höhepunkt der Macht der Awaren überschritten und die Feindschaft zu Byzanz in Ermangelung einer gemeinsamen Grenze beendet. Am Ende des 7. Jahrhunderts beherrschten sie noch ganz Pannonien sowie Karantanien.

Niedergang des Reiches[Bearbeiten]

Albrecht Altdorfers Gemälde „Sieg Karls des Großen über die Awaren bei Regensburg“ nimmt Bezug auf die Kämpfe zwischen Franken und Awaren am Ende des 8. Jahrhunderts
Awarische Beigaben aus einem Frauengrab von Morrione bei Campochiaro

Um 740 wandte sich der Herzog der Karantanen Borouth an den baierischen Herzog Odilo um Hilfe gegen die Awaren. 741 wurden die Awaren von Odilo geschlagen. Danach sind jahrzehntelang keine Auseinandersetzungen an der awarischen Westgrenze bekannt. Entscheidenden Einfluss auf die Politik des Awarenreichs gewann die Übernahme des Frankenreiches durch Karl den Großen. 773/774 unterwarf der Frankenkönig die Langobarden unter deren König Desiderius und ließ sich danach selbst zum König der Langobarden krönen. Damit verloren die Awaren ihren besten Verbündeten. 776 flohen langobardische Oppositionelle nach einem gescheiterten Aufstand an den Hof des Khagans. Auch mit den benachbarten Baiern pflegten die Awaren friedliche Beziehungen. 781 musste Baiernherzog Tassilo III. vor Karl den Lehenseid erneuern und Geiseln stellen. Daraufhin sandte der Khagan 782 „wegen des Friedens“ Gesandte zum König der Franken nach Lippspringe. Gleichzeitig ließ er an der Ennsgrenze ein großes awarisches Heer aufmarschieren, überschritt aber die Grenze nicht. 788 übernahm Karl endgültig auch die Macht in Baiern. Ab nun waren die Awaren an ihrer Westgrenze auf sich allein gestellt.

Schwert eines Kriegers
Reflexbogen vom awarischen Gräberfeld Gyenesdiás

Noch im selben Jahr reagierten die Awaren kriegerisch, indem die das langobardische Friaul angriffen, ohne dabei nennenswerte Erfolge zu erzielen. Auf dem Ybbsfeld an der Donau griffen hingegen die Franken an und errangen unter deren Führern Graman und Otakar einen Sieg gegen die Awaren. 788 versuchten die Truppen des Khagans einen Vergeltungsschlag in Baiern, wo sie aber wieder verloren. Daraufhin ließen die Awaren von weiteren Angriffen ab. Der fränkische Adel hingegen fand neues Interesse daran, seinen Besitz ins Land jenseits der Enns hinein auszuweiten. 790 kamen abermals awarische Gesandte, um in Worms über die Reichsgrenze zu verhandeln. Ergebnislos. Offensichtlich forderten die Franken Gebietsabtretungen und hielten die Awaren am Status quo fest.

791 eröffnete Karl der Große den Krieg gegen die Awaren.[8] Den ersten (misslungenen) Feldzug des Nordheeres von 791 führte Karl persönlich an. Danach blieb aber wahrscheinlich immerhin das Land bis zum Wienerwald in fränkischer Hand und bald wurden dort fränkische Stützpunkte errichtet, beispielsweise in Comagena-Tulln und Aelium Cetium-St. Pölten. Karls Sohn König Pippin von Italien griff von Italien aus an. Vermutlich unweit von Cividale eroberte er eine awarische Grenzbefestigung. Zahlreiche Awaren wurden dabei getötet, etwa 150 gefangen genommen. Nun konnte sich die awarische Führungsschicht nicht auf die weitere Vorgangsweise einigen. Ein Bündnisangebot der Sachsen führte zu nichts. Schließlich brach das awarische Führungssystem zusammen und 795 ein Bürgerkrieg aus, dem die beiden obersten Führer Khagan und Iugurrus zum Opfer fielen. Danach übernahm der Tudun die Macht. 795 sandte er Abgeordnete nach Hliune an der Elbe und ließ Karl dem Großen die Unterwerfung von Tudun und seinem Volk sowie die Annahme des Christentums unterbreiten. Doch die Franken nützten die Schwächung der Awaren für einen neuerlichen Angriff.[8]

Der zweite Feldzug der Franken war sorgfältig vorbereitet. Möglicherweise gehörte auch der Bau der Fossa Carolina zu diesen Vorbereitungen. Der Vorstoß von 795/796 unter Führung Erichs von Friaul und König Pippins von Italien wurde ein durchschlagender Erfolg. Dabei fiel auch der für die Menschen der Zeit außerordentlich große Awarenschatz in die Hände der Franken. Die Beute wurde nach Aachen überführt, wo man sie unter geistlichen und weltlichen Getreuen Karls des Großen verteilte. Den größten Teil schenkte Karl Papst Leo III.[9] 796 erschien der Tudun persönlich beim König der Franken, um sich zu unterwerfen und mitsamt seinem Gefolge die Taufe zu empfangen. Doch sein Treueversprechen hielt nur kurz.[8] Eine Reihe von Kämpfen mit den Franken begleitete den weiteren Niedergang. So fiel am 1. September 799 der Präfekt von Baiern und des bairischen Ostlandes Gerold im Kampf gegen die Awaren.

Grabkammer des fränkischen Grafen Cadaloc, der 803 im Kampf gegen die Awaren fiel, in der Pfarrkirche von Traismauer

Die Awaren, inzwischen längst sesshaft, verloren den Kontakt zu den übrigen Steppenvölkern und ihr politischer Einfluss nahm ab. Schon im Zuge des ersten Feldzuges Karls von 791 wurde über deren Christianisierung beraten. Die Überreste der awarischen Bevölkerung wurden letztlich zwangschristianisiert. Um 800 errichtete der fränkische König (und ab 800 Kaiser) Karl der Große zum Schutz der Handelswege und der Reichsgrenzen gegen die Awaren im Osten seines Reiches eine Grenzmark (Awarenmark). Die durch die zeitgenössische fränkische Propaganda verbreitete Kriegslust und Aggressivität der Awaren ist aufgrund der heutigen Erkenntnisse allerdings nicht zu belegen. Die jüngere Forschung geht davon aus, dass die Zeit der größeren awarischen Kriegszüge um 800 längst beendet war.[9] Dafür spricht auch, dass Einhard in seiner Vita Karoli Magni von verhältnismäßig geringem Widerstand der Awaren bei Karls Feldzügen berichtet. Die von Einhard beschriebenen Schätze der Awaren würden demnach aus längst vergangenen Zeiten stammen.

Anfangs wurde ihnen noch eine eigene Herrschaftsorganisation innerhalb der fränkischen Awarenmark (das so genannte Awaren-Khaganat zwischen Carnuntum und Sabaria) zugestanden. Im Dritten Awarenaufstand im Jahre 803 (nach Aufständen in den Jahren 797 und 799) wurden die beiden fränkischen Grafen Cadaloc und Goteram I. (Präfekt des bairischen Ostlandes) beim Kastell Guntio (möglicherweise im nördlichen Burgenland)[10] getötet. Nach 803 traten die Awaren nicht mehr als Gegner der Franken auf.

Im 9. Jahrhundert sahen sich die Awaren zunehmenden Angriffen von Bulgaren, Kroaten und anderen Slawenstämmen ausgesetzt. Wie das Suda-Lexikon berichtet, dürfte vermutlich nach 804 der bulgarische Khan Krum bis an die Theiß vorgestoßen sein und dort eine awarische Gruppe besiegt haben, die sich dem fränkischen Einfluss entzogen hatte. Laut Suda habe Krum awarische Gefangene befragt, warum ihr einst so mächtiges Reich untergegangen sei, und von ihnen „Rechtsstreitigkeiten, Handelsgeschäfte und übermäßigen Weingenuss“ als Antwort bekommen. Im Jahre 811 nahmen bereits awarische Hilfstruppen an einem Feldzug Krums gegen den byzantinischen Kaiser Nikephoros I. teil. Ebenfalls 811 wurde auf dem fränkischen Reichstag zu Aachen die Entsendung eines Heeres nach Pannonien beschlossen, um Streitigkeiten zwischen Awaren und Slawen zu schlichten. Im Jahre 822 erschien zum letzten mal eine Abordnung dieses Khaganats beim fränkischen Kaiser in Frankfurt. Danach verschwanden die Awaren praktisch spurlos aus der Geschichte.[8]

Siedlungsgebiet, Bevölkerung[Bearbeiten]

Das Siedlungsgebiet der Bevölkerung unter awarischer Herrschaft war in erster Linie die Pannonische Tiefebene (Karpatenbecken). Diese Landschaft ist die westlichste Region der Eurasischen Steppe und bot Reitervölkern mit Weidehaltung wie den Awaren günstige Voraussetzungen. Aufgrund archäologischer Funde wird das Siedlungsgebiet der Awaren für das 6. und 7. Jahrhundert mit ungefähr 100.000 km² und für das 8. Jahrhundert mit etwa 140.000 bis 160.000 km² geschätzt. Neben der awarischen Oberschicht und den Slawen, die den Hauptanteil der Bevölkerung bildeten, lebten verschiedene Minderheiten im Awarenreich.

Bei der Synode an der Donau unter König Pippin von Italien im Zuge des fränkischen Feldzuges von 796 wurden christliche Gemeinschaften im Awarenreich erwähnt. Bei diesen handelte es sich vermutlich um jene geschlossenen, christlichen Bevölkerungsgruppen der Keszthely-Kultur, die im südwestlichen Ufergebiet des Plattensees sowie in der Umgebung von Pécs angesiedelt waren. Sie waren die Nachkommen der römischen Bevölkerung der Provinz Pannonia. Reiche Grabbeigaben aus Gold- und Silberschmuck deuten darauf hin, dass sie auch unter der awarischen Herrschaft nicht in vollkommener Unterdrückung gelebt haben. Häufig wird angenommen, dass auch Gruppen mit langobardischen Wurzeln in Awarenreich gelebt haben. Eine bedeutende Gruppe waren Überreste der gepidischen Bevölkerung. Zudem dürften Gruppen bedeutend gewesen sein, die auf Kriegsgefange aus dem Byzantinischen Reich zurückgehen und im Reich der Awaren angesiedelt wurden.[11]

Grenzen[Bearbeiten]

Das Reich der Awaren um 600

Bis zur Zeit der Machtkrisen in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts hatte das Reich noch keine festen Grenzen. Danach passten sich die politischen Strukturen stärker an die europäischen Machtstrukturen an. Um die Jahrhundertwende zum 8. Jahrhundert begann das Khaganat seine Siedlungsgebiete mit einem unbewohnten Grenzstreifen zu schützen. Diese Art der Grenzsicherung übernahmen bzw. erneuerten die Ungarn später in Form des Gyepű nahezu unverändert. Solche Grenzstreifen entstanden im Westen gegen das Fränkische Reich an der Siedlungsgrenze der Baiern entlang der Traun und dann Richtung Lorch und von Linz bis in die Umgebung von Regensburg. Die Enns bildete eine offizielle Grenze zwischen Awaren und Baiern und wird als limes certus bezeichnet.

Weitere Grenzverhaue entstehen gegen das Herzogtum Karantanien und das langobardische Königreich zwischen den Flüssen Zala und Mur sowie zwischen Drau und Mur in der Region Prekmurje. Die Schanzen, die der bulgarische Khan Asparuch in den 680er Jahren gegen die Awaren aufbauen ließ, waren relativ weit vom awarischen Siedlungsgebiet entfernt. Dennoch sind hier im Süden und Osten des Reiches gegen das Bulgarische Reich zu dieser Zeit noch keine künstlichen awarischen Grenzen nachweisbar. Erst am Ende des 8. Jahrhunderts wurde diese Grenze an den Flüssen Timok und Iskar befestigt. Im Norden, wo die Karpaten eine natürliche Grenze bildeten, gab es ebenfalls kein Schutzsystem.[12]

Wirtschaft, Lebensweise[Bearbeiten]

Zaumzeug mit verzierten Beschlägen
Töpferwaren aus dem 7. oder 8. Jahrhundert
Awarische Amphore (Bronzeguss) aus dem späten 8. Jahrhundert

Bei der Ankunft der Awaren in der Pannonischen Tiefebene war ihre Wirtschaftsbasis die Viehzucht. Wichtigstes Zuchttier war das Pferd. Daneben züchteten sie auch Rinder, Schafe eines aus dem Osten mitgebrachten Typs, Ziegen, Schweine, Hühner und Gänse. Die Tiere waren Fleischlieferanten für die Ernährung, ebenso Milch und Milchprodukte. Seit Ende des 6. Jahrhunderts betrieben sie auch Ackerbau. Die Äcker lagen neben den Winterquartieren der Bevölkerung. Im Ackerbau wurden eiserne Sicheln und Hacken benutzt. Über die Bedeutung von Getreide für die Ernährung im Awarenreich ist wenig bekannt. Gejagt wurden Hirsch, Reh und Wildschwein. Auch Angeln wurden in Gräberfeldern (selten) gefunden. Fischfang hat also ebenfalls (vielleicht in geringerem Ausmaß) eine Rolle gespielt. Der Weinbau wurde bereits von den Römern in Pannonien eingeführt und von den Awaren weiter betrieben.

Das große Heer hatte einen enormen Bedarf an Eisen für Waffen und Pferdegeschirr. Über Bergbau und Hüttenwesen der Awarenzeit ist ebenfalls wenig bekannt. Das Eisen wurde jedenfalls großteils aus Raseneisenstein vor Ort hergestellt. In Zusammenhang mit der Salzgewinnung war das Gebiet zwischen Dornstadt und Jerischmarkt in Siebenbürgen relativ dicht besiedelt. Das Handwerk im Awarenreich deckte den Bedarf der Bevölkerung. Zum Teil wurden Handwerksprodukte in Hausindustrie hergestellt. Es gab aber auch Werkstätten. Hohes Niveau erreichte die Produktion im Bereich der Metallverarbeitung. Besonders hochwertige Produkte der Eisenwaffenerzeugung und des Pferdegeschirrs wurde höchstwahrscheinlich in den Höfen des Khagans und von Fürsten hergestellt.

Besonders hohes Ansehen genossen Goldschmiede. Im 8. Jahrhundert wurde die Technik des Bronzegusses im Awarenreich alleinherrschend. Weitere Bereiche des Gewerbes waren Bogenerzeugung, Sattler, Lederer, Töpferei, Textilherstellung und der Bau von Jurten. Im awarischen Binnenhandel spielte Geld als Zahlungsmittel keine Rolle.[11]

Die Führungselite lebte im Hring des Khagans. Hierbei handelte es sich wahrscheinlich um eine feste, kreisförmig angelegte Palastsiedlung aus Zelten und Holzhäusern. Sie wurde 796 beim Angriff König Pippins von Italien geplündert und vollkommen zerstört. Überreste dieser Herrschaftsresidenz konnten bis heute nicht gefunden werden. Sie befand sich wahrscheinlich zwischen Donau und Theiss. Die lange Zeit geltende Vorstellung, das ganze Awarenreich sei von neun kreisförmigen Befestigungsanlagen (den so genannten Ringen) umgeben, geht auf einen Bericht des Sankt Gallener Möchnes Notker zurück und ist heute überholt.[13] Die Bezeichnung „Hring“ geht wahrscheinlich auf dasselbe Wort zurück wie das Wort „Hiung-nu“ für eine asiatische Befestigungsanlage.[14]

Aufgrund nomadischer Traditionen wurde im Awarenreich beim Siedlungsbau eher geringer Aufwand betrieben. Prestigeobjekte waren weniger aufwändige Wohnhäuser als Pferde und Großvieh. Ihre Siedlungen lagen meist am Wasser.[15] Die nomadisch lebenden Teile der Bevölkerung lebte vor allem in der Frühzeit des Reiches in Jurten. Im Lauf der Zeit lebte aber ein immer größerer Teil in sesshafter Lebensform. Das Gemeinvolk lebte dann in Grubenhäusern, die wahrscheinlich oft als Winterquartier genutzt wurden. Es wurden mehr als 50 awarische Siedlungen mit mehreren Hunderten von Grubenhäusern archäologisch erschlossen. Alle Fundorte wiesen zumeist quadratische Grubenhäuser auf, die mit Steinöfen ausgestattet waren. Es gab aber auch Häuser mit nicht eingetieften Fußböden sowie Häuser oder Hütten, die als provisorisches Quartier dienten. Die Verbreitung fester Häuser unterstützte auch der Umstand, dass der Filz der Jurten aufgrund der relativ häufigen Niederschläge im Karpatenbecken schnell verdirbt.[16]

Kunst, Kultur, Sprache[Bearbeiten]

Die Goldgefäße des Schatzes von Nagyszentmiklós sind möglicherweise awarischen Ursprungs

Die Metallkunst der Awaren war im 6. und 7. Jahrhundert stark vom Byzantinischen Reich beeinflusst. Die awarische Kunst des 8. Jahrhunderts zeigt eine Mischung aus asiatischem Tierstil, späthellenistischer und sassanidischer Elemente. Es wurden tausende Gürtelbeschläge mit Menschendarstellungen, Tierkampfszenen, schamanistischen Motiven, Pflanzenornamentik und Greiffiguren gefunden.

Die Kultur der Awaren in Hinblick auf Tracht, Waffen, Pferdegeschirr und Bestattungsbräuche wies zentralasiatische Elemente auf. Die byzantinisch-orientalisch orientierte Tracht der awarischen Führungsschicht bestimmte noch entscheidend die Mode des Adels der fränkischen Tributärfürstentümer mit überwiegend slawischer Bevölkerung des 9. Jahrhunderts im Bereich des ehemaligen Awarenreiches.[17] Auf Bezüge zum Schamanismus weisen entsprechende Darstellungen auf Gürteln hin. Aus schriftlichen Quellen ist ein Hauptschamane am Hof des Khagans namentlich bekannt. Byzantinischen Quellen folgend sind aber auch buddhistische Glaubensvorstellungen denkbar. Über Musik und Lieder der Awaren gibt es schriftliche Überlieferungen bei Theophylakt[14]. In Gräbern wurde die Doppelschalmei und ein der Harfe ähnliches Saiteninstrument gefunden.[11][14] Wichtiges Status- und Erkennungszeichen der Awaren war der mehrteilig ausgeführte Gürtel. An diesen Gürteln konnte man die Abstammung und den militärischen Rang einer Person erkennen.[13]

In awarischen Gräbern wurden bislang etwa ein Dutzend Knochenobjekte mit Runenbeschriftungen gefunden. Die Schrift entspricht dem Zeichenbestand auf den Goldgegenständen von Nagyszentmiklós. Möglicherweise gehen daher diese Goldfunde auf die Awaren zurück. Über die Awarische Sprache ist aufgrund der dürftigen Überlieferungen nahezu nichts bekannt. Die bisherigen Einordnungsversuche können sich bislang nur auf einige wenige überlieferte Eigennamen, Titel und Landschaftsbezeichnungen stützen.[18] Ob das gleichnamige Kaukasusvolk der Awaren bzw. präziser Neu-Awaren in der russischen Teilrepublik Dagestan Nachfahren eines Teils der historischen Awaren sind, ist umstritten. Der Sprachwissenschaftler Harald Haarmann hält es für möglich, dass Teile der awarischen Bevölkerung bei Einfällen nach Europa im Kaukasus blieben. Dort hätte sich ihre Kultur und Sprache an das Kaukasische angepasst.[19] Haarmann warf auch die Frage auf, ob die Kenntnis der sibirischen Runenschrift möglicherweise mit den Awaren nach Europa gelangt und dort möglicherweise von den Ungarn übernommen sein könnte.[20]

Verschwinden und Nachwirkungen[Bearbeiten]

Aus einer awarischen Werkstatt: Goldene Ohrringe mit großen Anhängern (ca. 550 bis 650 n. Chr.)

Der über zwei Jahrzehnte währende Krieg mit den Franken zwischen 788 und 803, innere politische und militärische Auseinandersetzungen sowie der Angriff der Bulgaren um das Jahr 804 schwächten das Reich entscheidend. Zudem verlor die awarische Führungsschicht mit der Übernahme des Christentums ihre sakralen Traditionen. Vermutlich wurde das auf ein kleines Gebiet zusammengeschrumpfte, zu jener Zeit bereits zu Tribut an die Franken verpflichtete, Awarische Fürstentum im Jahr 828 von Kaiser Ludwig dem Frommen aufgelöst. Danach verloren die Awaren ihre Bedeutung als politische Macht. Ihr Siedlungsraum wurde zum größten Teil in die Verwaltung des Fränkischen Reiches eingegliedert. Der Teil östlich der Theiß wurde bereits unter Khan Krum von den Bulgaren erobert und besetzt. Im Norden übernahmen die Fürsten der Mährer die Macht über das Land.[18]

In kultureller Hinsicht sind awarische Einflüsse im 9. Jahrhundert beispielsweise noch im Plattensee-Fürstentum nachweisbar. Danach verliert sich die eigenständige awarische Identität und Kultur.[21] Bis in die Zeiten des byzantinischen Kaisers Konstantin VII. leiteten manche Kroaten ihren Ursprung von den Awaren her und wurden daher auch als Awaren bezeichnet. Molekulargenetische Untersuchungen an Y-Chromosomen in der Bevölkerung der kroatischen Insel Hvar zeigten Merkmale, die auf eine zentralasiatische Abstammung schließen lassen.[22] Die Bezeichnung Banat und der Titel Banus werden von den meisten Wissenschaftlern auf den awarischen Khagan Baian zurückgeführt. Möglicherweise steht auch der slawische Titel Župan mit Baian in Verbindung.[23]

Aber die awarische Kultur beeinflusste nicht nur das Leben in ihrem eigenen Reich. Fast alle germanischen Völker übernahmen von den Awaren das verzierte Zaumzeug für Pferde und die Mode der vielteiligen Gürtelgarnituren mit kunstvoll gestalteten Zierbeschlägen am Gürtel selbst sowie an den Riemenzungen. Die Einführung des eisernen Steigbügels und des Säbels in Europa wird ebenfalls auf die Awaren zurückgeführt. Er ermöglichte dem Reiter Pfeile in alle Richtungen abzuschießen und einen schweren panzerbrechenden Speer eingelegt zu führen. Die awarischen Krieger brachten außerdem bewegliche Lamellenpanzer und Panzer für die Pferdebrust nach Europa. Diese militärischen Ausrüstungen wurden von den abendländischen Armeen übernommen und fanden so über die Awaren Eingang in das spätere Rittertum. Ohrringe mit großen Anhängern und einige andere Schmuckformen kamen über das Awarische Reich in die Modewelt Europas.[1]

Obwohl die Awaren auf einem ähnlichen geographischen Raum viel länger regierten als die Hunnen, gingen sie nicht in die politische Legendenbildung ein. Wurde etwa bei den nachfolgenden Ungarn und Bulgaren Wert auf politische und dynastische Verbindungen mit den Hunnen gelegt, blieben an die Awaren keine mythischen Erinnerungen erhalten. Mit einer winzigen Ausnahme, die ohne historische Realität besteht: Das vom awarischen Volksnamen hergeleitete altrussische abroi bedeutet „Riesen“.[14]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Beck, László Gyula: Awaren. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 1, Walter de Gruyter, Berlin/New York 1973, ISBN 3-11-004489-7, S. 527–534.
  • Eric Breuer: Byzanz an der Donau. Eine Einführung in Chronologie und Fundmaterial zur Archäologie im Frühmittelalter im mittleren Donau Raum. Tettnang 2005, ISBN 3-88812-198-1. (Neue Standardchronologie zur awarischen Archäologie.)
  • Falko Daim (Hrsg.): Die Awaren am Rand der byzantinischen Welt. Studien zu Diplomatie, Handel und Technologietransfer im Frühmittelalter. Innsbruck 2000, ISBN 3-7030-0349-9. (Sammelband mit kurzen Aufsätzen verschiedener Autoren zu geographisch, formenkundlichen Zusammenhängen, insbesondere byzantinischem Einfluss.)
  • Falko Daim (Hrsg.): Reitervölker aus dem Osten. Hunnen + Awaren. Burgenländische Landesausstellung 1996, Schloß Halbturn. Eisenstadt 1996. (Ausstellungskatalog, behandelt alle archäologischen Themenbereiche, besonders für Laien als Einstieg geeignet.)
  • Falko Daim: Studien zur Archäologie der Awaren. 1984 ff.
  • Josef Deér: Karl der Große und der Untergang der Awaren. In: Karl der Große. Persönlichkeit und Geschichte. Hrsg. v. Helmut Beumann. Düsseldorf 1965, S. 719–791.
  • Wilfried Menghin, Tobias Springer, Egon Wamers (Hrsg.): Germanen, Hunnen und Awaren. Schätze der Völkerwanderungszeit. Ausstellungskatalog. Nürnberg/Frankfurt a. M. 1987.
  • Walter Pohl: Die Awaren, Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567–822 n. Chr. 2 Aufl. München 2002, ISBN 3-406-48969-9. (Standardwerk zu den frühmittelalterlichen Awaren aus der Sicht eines der angesehensten Historiker auf diesem Gebiet.)
  • Denis Sinor: The Cambridge History of Early Inner Asia. Cambridge 1990. (Publikation zu reiternomadischen Völkern in Mittel- und Innerasien.)
  • Samuel Szádeczky-Kardoss, Agnes Cs. Sós: Avaren. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 1, Artemis & Winkler, München/Zürich 1980, ISBN 3-7608-8901-8, Sp. 1283–1287.
  • József Szentpéteri (Hrsg.): Archäologische Denkmäler der Awarenzeit in Mitteleuropa. Varia archaeologica Hungarica 13. Budapest 2002, ISBN 963-7391-78-9, ISBN 963-7391-79-7. (Lexikonartige, kurze Zusammenstellung tausender archäologischer awarenzeitlicher frühmittelalterlicher Fundorte, meist Gräberfelder, wichtig als Literaturnachweis.)
  • Michael Wendel: Der Kriegszug der Awaren im Jahr 586/87 n. Chr. durch Nordthrakien. In: Pontos Euxeinos. Beiträge zur Archäologie und Geschichte des antiken Schwarzmeer- und Balkanraumes, ZAKSSchriften 10, Verlag Beier & Beran, Langenweissbach 2006, S. 447-461

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Heinz Dopsch: Steppenvölker im mittelalterlichen Osteuropa – Hunnen, Awaren, Ungarn und Mongolen PDF auf der Website der Universität Salzburg
  2. Für den Sprachwissenschaftler Harald Haarmann waren die Awaren eindeutig ein Turkvolk (Artikel Awaren, in: Lexikon der untergegangenen Völker, München 2005, S. 65). Andere Wissenschaftler betonen, dass eine eindeutige Einordnung aufgrund der Quellenlage bis heute nicht möglich ist (Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Wien u.a. 2004, S. 77f.).
  3. Vgl. Pohl, Die Awaren, S. 21ff.
  4. K.H. Menges: Altaic people, in: Encyclopaedia Iranica, Bd. 1 (1985), S. 908–912
  5. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, 1992, S. 10
  6. Vgl. aber die Einwände bei Pohl, Die Awaren, S. 33f.
  7. Pohl, Die Awaren, S. 27ff.
  8. a b c d Walter Pohl: Die Awarenkriege Karls des Großen 788-803, Militärhistorische Schriftenreihe Heft 61, Hrsg.: Heeresgeschichtliches Museum (Militärwissenschaftliches Institut), Österreichischer Bundesverlag, Wien 1988, ISBN 3-215-07045-6
  9. a b Stefanie Winter: Die Bedrohung durch die Awaren - oder wie die Propaganda Karls des Großen im Awarenkrieg ein neues Feindbild schuf GRIN Verlag, Norderstedt 2006, ISBN 978-3-638-88480-8
  10. Herwig Wolfram: "Der Raum der Güssinger Herrschaft in der Karolingerzeit", veröffentlicht in Die Güssinger, Ergebnisse der Symposien im Rahmen der „Schlaininger Gespräche“ 1986/1987, Hrsg. Burgenländisches Landesmuseum Eisenstadt, Eisenstadt 1989.
  11. a b c Jan A. van Houtte (Hrsg.): Handbuch der europäischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Bd. 2., Verlagsgemeinschaft Ernst Klett – J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf. GmbH , Stuttgart 1980, ISBN 3-12-904740-9, S. 617ff
  12. Béla Miklós Szőke: Die Donau und die letzten Tage des awarischen Khaganats, in: Ten Thousand Years along the Middle Danube, ARCHAEOLINGUA, Budapest 2011, S. 265 – 294.
  13. a b Emanuel Beiser: Karl der Große und die Awaren: Die Awarenkriege Karls des Großen, Grin Verlag, 2012, ISBN 978-3656143345
  14. a b c d Geschichte Mittelasiens, Band 5, Verlag Brill Archive, 1966, S. 106ff
  15. Awarische Siedlungen auf der Website der Marktgemeinde Lanzenkirchen
  16. Miklós Takács: Der Hausbau in Ungarn vom 2. bis zum 13. Jahrhundert n. Chr. (PDF) auf der Website von Ruralia (www.ruralia.cz, Internationaler Verband von Archäologen), S. 278ff
  17. Béla Miklós Szőke: Die Beziehungen zwischen dem oberen Donautal und Westungarn in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts (Frauentrachtzubehör und Schmuck), F. Daim (Hrsg.), Awarenforschung Bd. 2, Wien 1992, S. 841–968.
  18. a b Walter Pohl: Die Awaren, Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567–822 n. Chr, München 2002, ISBN 3-406-48969-9
  19. Harald Haarmann: Untergegangene Sprachen. Awarisch. (PDF) auf der Website der Universität Klagenfurt
  20. Harald Haarmann: Geschichte der Schrift, Verlag Beck, München 2009, ISBN 978-3406592188
  21. Béla Miklós Szőke: Die Beziehungen zwischen dem oberen Donautal und Westungarn in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts (Frauentrachtzubehör und Schmuck), F. Daim (Hrsg.), Awarenforschung Bd. 2, Wien 1992, S. 841–968.
  22. Lovorka Bara u.a.: Y chromosomal heritage of Croatian population and its island isolates in: European Journal of Human Genetics (2003) 11, 535–542. (Medizinische Studie zu Genvergleichen.)
  23. Walter Pohl: Die Awaren, Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567–822 n. Chr, München 2002, ISBN 3-406-48969-9, S. 266