Feministiskt initiativ

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Feministiskt initiativ
Feministische Initiative
Parteivorsitzende Gudrun Schyman
Partei­vorsitzende Gudrun Schyman, Stina Svensson und Sissela Nordling Blanco
Gründung 4. April 2005[1]
Haupt­sitz Stockholm
Aus­richtung Feminismus
Anti-Rassimus
Parlamentsmandate
0/349
Mitglieder­zahl 21.060[2]
Europaabgeordnete
1/20

EP-Fraktion Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten & Demokraten im Europäischen Parlament (S&D)
Website [2]

Feministiskt initiativ (deutsch: Feministische Initiative; Abkürzungen: Fi oder F!) war ursprünglich eine politische Vereinigung in Schweden. Der Verein wurde am 4. April 2005 gegründet. Im September 2005 wurde daraus eine Partei gebildet, um an den schwedischen Reichstagswahlen 2006 teilnehmen zu können. Sprecherinnen der Partei sind Gudrun Schyman, Sissela Nordling Blanco und Stina Svensson.

Das wichtigste Anliegen der Feministischen Initiative ist die Erlangung der Gleichberechtigung. Deswegen setzen sich die Mitglieder für eine Abschaffung des derzeit geltenden Ehe- und Partnerschaftsrechtes ein. An dessen Stelle soll ein Gesetz zum Zusammenleben treten, das keine Vorlagen über die Art und Weise dieses Zusammenlebens macht. Ein ökonomisches Programm liegt bisher nicht vor. Es gibt aber Tendenzen zu einer Haltung, die den linken Parteien gleicht. Es gab auch schon Austritte von anfänglich einflussreichen Mitgliedern, mit der Begründung, dass diese linke Haltung nicht alle Frauen repräsentiere.

Bei den Reichstagswahlen 2006 bekam die Partei nur 0,68 % der Wählerstimmen. Im Februar 2007 entschied die Partei zunächst, nicht mehr bei Wahlen kandidieren zu wollen. Später wurde der Beschluss jedoch revidiert. Die Feministiskt initiativ trat auch zu den Reichstagswahlen 2010 an, schaffte jedoch mit einem Stimmanteil von 0,40 % nicht den Einzug in den Reichstag.[3] Bei der gleichzeitig abgehaltenen Kommunalwahl wurde die Partei in Schymans Heimatgemeinde Simrishamn mit 8,9% drittstärkste Kraft und erhielt vier Mandate.[4]

Bei der Europawahl 2014 erhielt die Partei 5,3 % der Wählerstimmen in Schweden und kann somit eine Kandidatin ins europäische Parlament schicken.[5] Die Spitzenkandidatin der Partei, Soraya Post, arbeitet als Menschenrechtsexpertin in ihrer Heimatprovinz Västra Götaland und setzt sich besonders für die Rechte der schwedischen und europäischen Roma-Bevölkerung ein.[6]

Bei der Wahl zum Schwedischen Reichstag 2014 erreichte die Partei 3,1 % der Stimmen und scheiterte damit an der Sperrklausel von 4 %.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schyman launches "Feminist Initiative". The local Sweden, thelocal.se.
  2. Stand: September 2014 [1]
  3. Val till riksdagen - Röster Valmyndigheten, aufgerufen am 26. September 2010
  4. Val till kommunfullmäktige i Simrishamn 2010 Valmyndigheten, aufgerufen am 26. September 2010
  5. Val till Europaparlamentet Valnatt Valmyndigheten, aufgerufen am 27. Mai 2014
  6. Kandidater till Europaparlamentet Feministiskt initiativ, aufgerufen am 27. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]