Transphobie

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Transphobie (von lat. trans „jenseitig“, „darüber hinaus“ und griech. φόβος phóbos = Angst, Furcht, Schrecken) bezeichnet gegen transidente, transgender (auch: trans*), transsexuelle Personen gerichtete Vorurteile, Ekel, Aggressionen oder irrationale Angst vor ihnen, ihren Lebensweisen und dem Ausdruck ihrer Geschlechtsidentitäten sowie ihre gesellschaftliche Diskriminierung.

Transphobie drückt sich aus durch Infragestellen oder Aberkennen der Geschlechtsidentität, sprachliche Unsichtbarmachung, psychische und körperliche Gewalt[1][2] bis hin zum Mord. Opfer von transphoben Verbrechen sind z. B. Brandon Teena, Gwen Araujo, Angie Zapata, Nizah Morris, und Lauren Harries.[3][4] In öffentlichen Debatten kommt transfeindliche Gewalt allerdings kaum bzw. gar nicht vor.[5] Es gibt einen starken Zusammenhang zur Homophobie, beide Phobien haben die Angst vor der Abweichung von den Normen des körperlichen und sozialen Geschlechts von Mann oder Frau zum Inhalt. Viele Formen von Transidentität stellen die herrschende Zwei-Geschlechter-Ordnung in Frage. Darauf reagieren Menschen oft mit Abwehr.[6]

Manchmal wird der Begriff "Cissexismus" synonym zu "Transphobie" gebraucht.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Begriff „Transphobie“ kommt aus dem Bereich der Soziologie und Psychologie und nicht dem Bereich der Medizin bzw. Psychiatrie. Das Suffix „-phobie“ bezeichnet hier in Anlehnung an Begriffe wie Xenophobie, Homophobie und Schulphobie[7] Abneigung im weiteren Sinne, von irrationaler Angst hin zu Ablehnung, Vorurteilen, Geringschätzung, Hass und ähnlichem, die nur in Einzelfällen pathologische Züge annehmen. Es handelt sich daher nicht um die medizinische Diagnose einer phobischen Störung oder phobischer Ängste.

Davina Anne Gabriel beansprucht für sich den englischen Begriff transphobia 1989 in ihrer Zeitschrift TransSisters: The Journal of Transsexual Feminism geprägt zu haben.[8][9] Spätestens seit Ende der 1990er Jahre kam die deutschsprachige Entsprechung langsam in Gebrauch.[10][11][12]

Transphobie im zwischenmenschlichen Bereich[Bearbeiten]

Aspekte von Transphobie sind, Transgender und transsexuelle Menschen nicht für sich selbst sprechen zu lassen, ihr Geschlecht zu ignorieren, sie nach ihrem Coming Out weiter mit ihrem gegebenen Vornamen und dem entsprechenden Pronomen anzusprechen, oder die Person ohne Berücksichtigung ihrer Selbstdefinition als heterosexuell zu lesen. Auch wird transsexuellen Menschen und Transgendern mit Voyeurismus begegnet, Ihnen wird die selbstgewählte Identität (transgender) oder ihre geschlechtliche Normvariation (transsexuell) abgesprochen, und sie werden mit Fremdzuschreibungen überhäuft. Transphobie bedeutet auch, dass Nicht-Transgender und nicht-transsexuelle Menschen meinen, über das Authentisch-Sein von transsexuellen Menschen und Transgendern urteilen zu können.[6]

Problematisch ist außerdem, dass die Geschlechtsidentität oft als weitere sexuelle Orientierung neben schwul, lesbisch und bisexuell verstanden wird, was der Selbstwahrnehmung von transsexuellen Menschen und Transgendern nicht entsprechen muss. Ebenso problematisch ist, wenn transsexuelle Menschen und Transgender zu "Vorreitern" bei der Auflösung von Geschlechterkategorien im Sinne des Postgenderansatzes stilisiert werden, denn für gesellschaftliche Veränderungen von Geschlechterbildern sind Menschen aller Geschlechtsidentitäten verantwortlich. Unter Transphob werden auch gegenteilige Vorwürfe subsumiert, nämlich dass transsexuelle Menschen und/oder Transgender traditionelle Geschlechterstereotypen verstärkten, indem sie sich durch Operationen "an die Norm" anpassten.[6]

Transphobie wird auch durch Transgender oder durch transsexuelle Menschen ausgeübt.[13]

Strukturelle Transphobie als gesellschaftliches Problem[Bearbeiten]

Transphobie ist nicht nur ein zwischenmenschliches sondern ein gesamtgesellschaftliches bzw. strukturelles und institutionelles Problem: Darstellungen von transsexuelle Menschen und Transgender werden in unserer Kultur exotisiert, fetischisiert und skandalisiert.[14] Gravierend sind die extremen biopolitischen Sanktionen, die Transsexuelle oder Transgender darin beeinträchtigen, gemäß ihres eigentlichen Geschlechtes zu leben. Die Pathologisierung und Psychiatrisierung von transsexuellen Menschen per Gesetz ist als institutionalisierte Transphobie zu bewerten.

Transphobie in Psychologie, Psychiatrie und Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Transsexualität ist per Gesetz (Transsexuellengesetz) und im ICD 10 (F 64.0) bzw. im DSM 4 als psychische Krankheit definiert. Transsexuelle Menschen und Transgender-Personen gelten entgegen ihrer Selbstdefinition als "geschlechtsidentitätsgestörte Frau oder Mann" und damit als kranke, behandlungsbedürftige Menschen. Ihnen wird also vom Staat nicht zugestanden, ihre Geschlechtsidentität autonom selbst zu bestimmen, Experten ihres eigenen Zustandes zu sein.[15]

Exemplarisch für einen veralteten und transphoben Umgang mit transsexuellen Menschen und Transgender-Personen in Medizin bzw. staatlichen Fürsorgeinstitutionen ist der Fall Alexandra.[16] Infolge des Bekanntwerdens dieses Falls formierte sich ein Aktionsbündnis von Trans-Aktivisten, das eine Demonstration zur Unterstützung der betroffenen Personen und zur Sichtbarmachung von struktureller Transphobie organisierte.[17]

Transphobie im Rechtswesen[Bearbeiten]

Zur Personenstandsänderung, also der Umschreibung der Geschlechtsbezeichnung, brauchen transsexuelle Menschen ein psychiatrisches Gutachten.[5][15]

Das Transsexuellengesetz gibt es momentan nicht in einer gültigen Fassung. Das Bundesverfassungsgericht bewertete 2011 die alte transphobe Fassung als rechtswidrig, weil sie gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit verstößt. Personenstandsänderungen wurden dort nur erlaubt, wenn die betreffenden Personen durch sogenannte geschlechtsangleichende Operationen ihre äußeren Geschlechtsmerkmale operativ verändern ließen, sowie zeugungs- und gebärunfähig gemacht wurden. Heute gibt es an dieser Stelle zumindest ein Problembewusstsein, wenn auch das Ende der staatlichen Transphobie und der Pathologisierung von transsexuellen Menschen noch nicht in Sicht ist.[6][18][19]

Transphobie in den Medien[Bearbeiten]

Weiterhin werden von den Medien häufig transphobe Vorstellungen transportiert, z.B. in der Berichterstattung von Arno Frank in der taz über den Transmann Thomas Beatie vom 2. Juli 2008. Arno Frank hatte z.B. über ihn geschrieben, er sei "kein Mann, sondern eine schrecklich verstümmelte Frau", bzw. er sei "nicht verstümmelt genug, um keine Kinder gebären zu können". In diesem Fall ist zum ersten Mal der Deutsche Presserat wegen diskriminierender und dem Pressekodex zuwiderlaufender Berichterstattung über transsexuelle Menschen und Transgender eingeschritten, nachdem sich in sozialen Netzwerken und unter den Lesern der taz Widerstand formiert hatte. TransInterQueer meinte dazu: "Da fiel es einem Journalisten besonders schwer, geschlechtliche Vielfalt wahrzunehmen und professionell abzubilden."[5][20] Transphobie kann sich allerdings auch subtiler darstellen, etwa in der Aberkennung bzw. nicht-Anerkennung der eigenen Geschlechtsidentität und somit eine konsequent falsche Benutzung der Personalpronomen (z.B.: "er" statt "sie")[21].

Unsichtbarkeit der Diskriminierung von transsexuellen Menschen und Transgender-Personen in der Gesellschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 2008 veröffentlichte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die von ihr in Auftrag gegebenen Fallstudie zur Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft.[22] Die Zahlen dieser Studie sind die einzigen offiziellen Zahlen, die es zum Thema Transphobie in Deutschland gibt.

Die Studie kommt dabei zu dem Schluss: „Das Thema Diskriminierung und die Gleichbehandlung bzw. die Förderung benachteiligter Gruppen in unserer Gesellschaft brennen der Mehrheit der Deutschen nicht wirklich auf den Nägeln. Die Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema … [ist] eher gering. “[22] "Verbreitet ist eine Haltung des „Jeder ist sich selbst der Nächste“, ... Lediglich 15 Prozent der Bevölkerung können als harter Kern der Gleichbehandlungsbefürworter gelten. Das sind diejenigen, die die Aussage „Antidiskriminierungspolitik halte ich für überflüssig“ entschieden ablehnen (insgesamt 40 Prozent stimmen der Aussage zu). ..."[22]

Die Frage „Für transsexuelle Menschen sollte nichts oder weniger getan werden", beantworteten insgesamt 71 % mit „ja“, nur 5 % waren der Meinung, für transsexuelle Menschen sollte mehr getan werden.[22] Wahrnehmung von Diskriminierung: Obwohl 71 % meinen, man solle gar nichts oder weniger für transsexuelle Menschen tun, sagen nur 49 % dass sie keine Diskriminierung transsexueller Menschen erkennen können, 18 % der Bevölkerung sehen eine Diskriminierung [22]. Generelle Ablehnung transsexueller Menschen: Entsprechend überrascht es auch nicht, dass im Schnitt 45 % der Deutschen sagen, dass sie keinerlei Verständnis für transsexuelle Menschen haben (40 % der Frauen, 50 % der Männer).[22]

Mehrfachdiskriminierungen[Bearbeiten]

Nichtweiße und materiell weniger begüterte transsexuelle Menschen oder Transgender-Personen erleben in unserer Gesellschaft oft Mehrfachdiskriminierungen im Sinn der Intersektionalität und damit verbundene vielfältigere Unsichtbarmachung und Ausgrenzung.[6][23]

Transphobie in radikalfeministischen, schwul-lesbischen bzw. queeren Zusammenhängen[Bearbeiten]

Frauen, wie die Transfrau Sandy Stone erfuhren Transphobie in den 1970er Jahren in feministischen, lesbischen und schwulen Zusammenhängen.[24] Die “Lesbian Organization of Toronto” entschied sich z. B. offen dafür, Transfrauen aus ihrer Gruppe auszuschließen. Grundlage dafür waren damals vorherrschende essentialistische Geschlechterrollenbilder. Eine Transition von weiblich nach männlich könne demnach als "Verrat" an der Weiblichkeit, als Wechsel auf die "Täterseite" empfunden werden. Als eine transphobe Publikation ist in diesem Zusammenhang The Transsexual Empire der Feministin Janice G. Raymond zu nennen. Sie schreibt z.B.: "All transsexuals rape women's bodies by reducing the real female form to an artifact, appropriating this body for themselves..." (dt. "Alle Transsexuellen vergewaltigen weibliche Körper, indem sie die reale weibliche Gestalt auf einen Artefakt, auf ein vom Menschen geschaffenes Objekt reduzieren, um sich dieses anzueignen...")[25] Lesbisch sozialisierte Transmänner wurden z.B. nach ihrer Transition aus lesbischen Gruppen ausgeschlossen und waren möglicherweise gleichzeitig in der schwulen Community nicht akzeptiert.[6] Solche Ausschlüsse sind heute allerdings nicht durchgängig als transphob zu bewerten, da sie durchaus auch aus einem Bedürfnis nach klar definierten Schutzräumen resultieren.

Seit Beginn der 1990er Jahre entwickelte sich unter dem Einfluss der Queer Theory eine starke Unterstützung von feministischer Seite für Transgender-Personen. Queere Communities rückten von essentialistischen Geschlechterrollenbildern ab und gaben Transgender-Personen ideologischen und politischen Rückhalt. Unter das Label Queer konnten sich Menschen durch eigene Entscheidung begeben, die alle möglichen sexuellen Identitäten und Formen von Begehren jenseits der Heteronormativität leben. Das schließt Trans*menschen jeglichen Geschlechts und Begehrens ein. Offenheit, Verständnis, Akzeptanz und Respekt für sowie die Sichtbarkeit von Trans*menschen sind dadurch gewachsen.

Strategien gegen Transphobie[Bearbeiten]

Selbsthilfestrukturen und privates Umfeld[Bearbeiten]

Hilfreich zur Bewältigung transphober Übergriffe sind geschützte Räume von und für transsexuelle Menschen und Transgender-Personen im Sinn des Empowerments. Das sind Orte, wo ihre Identität und ihr Selbstausdruck selbstverständlich akzeptiert sind. Dort kommen sie in Kontakt zu Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und bekommen Unterstützung.[6]

Jannik Franzen vom Berliner TransInterQueer e.V. empfiehlt folgende Strategien zur Reduzierung von Transphobie:

  • offen dafür sein, nicht zu wissen, welches Geschlecht ein Mensch hat bzw. wie sie_er sich definiert
  • Menschen fragen, mit welchem Namen und Pronomen sie angesprochen werden möchten
  • diese Selbstdefinitionen respektieren
  • sich mit dem Begriff trans* beschäftigen, die vielen verschiedenen Identitäten, die möglich sind, mitdenken
  • Mehrfachzugehörigkeiten mitdenken, z.B. zu People of Colour und Menschen mit sog. Behinderungen
  • falls Neugier aufkommt, die Grenzen der Trans*person respektieren (Fragen nach Körper oder Operationen - Überlegung, ob ähnliche Fragen Nicht-Trans*Personen gestellt werden würden)
  • eigene Bilder von Geschlecht hinterfragen
  • Zweigeschlechtlichkeit hinterfragen
  • Raumpolitiken entsprechend überdenken[6]

Der Autor Matt Kailey stellte für Menschen, die sich im zwischenmenschlichen Umgang mit Transpersonen unsicher sind, zehn unpassende Fragen und eine kleine Trans Etiquette for Non-Trans People zusammen und begründet seine Empfehlungen. Unter diesen unpassenden Fragen sind z.B. solche nach Operationen, nach Passing, nach Sexualität, nach Geschlechtsidentität, nach Erfahrungen mit Transphobie. Seine Forderungen beziehen sich u.a. darauf, Trans-Personen als solche nicht zu outen, den korrekten Namen und das korrekte Pronomen zu verwenden, nur dann persönliche Fragen zu stellen, wenn man dazu eingeladen wird, die Person nicht zu berühren, die Person so respektvoll zu behandeln, wie man auch andere Menschen behandeln würde.[26][27]

Politische Forderungen[Bearbeiten]

Weiterhin stellen transsexuelle Menschen und Transgender-Personen folgende politische Forderungen zur Reform des Transsexuellengesetzes:

  • Abschaffung der Begutachtung und des gerichtlichen Verfahrens - Recht auf Selbstbestimmung
  • statt des gerichtlichen Verfahrens Änderung des Vornamens und des Personenstandes auf Antrag bei der für das Personenstandswesen zuständigen Behörde
  • Ausbau des Offenbarungsverbots; Einbeziehung in das Ordnungswidrigkeitenrecht;
  • rechtliche Absicherung der Leistungspflicht der Krankenkassen
  • u. a. rechtliche Regelungen[19]

Herstellung der Sichtbarkeit von Transphobie[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 hat das Komitee von IDAHO (Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai), eine Kampagne zum Thema Geschlechtsidentität durchgeführt. Das Motto lautete "Transphobie ablehnen, Respekt vor der geschlechtlichen Identität". Dem Aufruf folgten 300 Verbände aus 75 Ländern. Zu den bekanntesten Unterzeichnern zählen: Der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit, Judith Butler, der ehemalige Präsident der EG-Kommission Jacques Delors, sowie Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Zu den Hauptforderungen gehörte auch der Appell an die Vereinten Nationen, die Menschenrechtsverletzungen zu prüfen, die transsexuelle Menschen und transgender-Personen weltweit erleiden müssen, und Maßnahmen zu ergreifen, die diese Missbräuche beenden.[28]

Seit 1998 gibt den Transgenialen CSD in Berlin, der sich als politische Alternative zum kommerziellen Christopher Street Day versteht. Bei dieser Pride Parade sollen nicht nur die schwul-lesbischen Interessen sondern gleichermaßen die Interessen der transsexuellen Menschen und Transgender-Personen, der Intergeschlechtlichen Menschen und der zusätzlich durch Rassismus mehrfach diskriminierten Menschen (re)präsentiert werden. Im Jahr 2010 erfuhr der Trans*geniale CSD mit etwa 5000 Teilnehmern großen Zulauf,[29] was u.a. auf die eine Woche zuvor von Judith Butler ausgelösten Rassimus-Kontroverse zurückgeführt wird. Im Zuge dessen hat sie den Zivilcouragepreis des CSD Berlin abgelehnt.[30] Im Jahr 2010 war auch die weltweite Kampagne “Stopp Trans-Pathologisierung 2012″ auf dem Transgenialen CSD vertreten, die sich für die Entpathologisierung von Trans*Identitäten und deren Streichung aus den Krankheitskatalogen (DSM und ICD) einsetzt.[31]

Am 20. November wird jährlich der Transgender Day of Remembrance (TDoR) begangen. An diesem Tag wird der Todesopfer durch Transphobie gedacht. Die Namen der im vergangenen Jahr im Rahmen von transphoben Haßverbrechen getöteten Menschen wird laut verlesen.[32][33] Der Transgender Day of Remembrance wurde 1998 von der Grafik-Designerin, Journalistin und Aktivistin Gwendolyn Ann Smith begründet, um an den Mord an Rita Hester in Allston (Massachusetts, USA) zu erinnern und um generell Transphobie und transphobe Morde weltweit öffentlich zu machen.[34][35][36]

Kritische Reflexion von Transphobie in Medien, Öffentlichkeit und Kunst[Bearbeiten]

Transphobie wird auch medial kritisch reflektiert. Ein Beispiel ist der Film Boys Don't Cry, der den transphoben Mord an Brandon Teena darstellt. Teena wurde 1993 von einigen seiner Freunde vergewaltigt und ermordet, nachdem diese herausgefunden hatten, dass er als Transmann weibliche körperliche Geschlechtsmerkmale hat. Die Geschichte wurde außerdem als Theaterstück adaptiert.[37][38]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TransInterQueer: Basiswissen. (PDF; 4,9 MB)
  2. Tilman Steffen: "Unter Kollegen im falschen Körper". "zeit.de", 22. Dezember 2010
  3. BBC: Transsexual to move to 'safer', 6. September 2005, abgerufen am 8. Februar 2013
  4. Carsten Balzer, Jan Simon Hutta, Tamara Adrián, Peter Hyndal, Susan Stryker: Transrespect vs. Transphobia. A comparative Review of the Human-rights Situation of Gender-variant/Trans People. (PDF; 5,7 MB) Berlin 2012, abgerufen am 8. Februar 2013.
  5. a b c TransInterQueer: Trans* in den Medien. Informationen für Journalist_innen. (PDF; 686 kB) abgerufen am 8. Februar 2013.
  6. a b c d e f g h Jannik Franzen: Transphobie In LSBTI-Kontexten. (PDF; 2,5 MB) In: Les Migras (Hrsg.): Verbindungen sprechen. Empowerment in Bezug Auf Rassismus und Transphobie in LSBTI-Kontexten. Berlin 2011, S. 11–14. abgerufen am 8. Februar 2013.
  7. Uwe Henrik Peters: Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, Medizinische Psychologie, 6. Ausgabe, Elsevier, Urban & Fischer, 2007, ISBN 3437150618, S. 497 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  8. Lisa Lees: Fragments of Gender, Lulu.com, 2005, ISBN 1-4116-3711-9, S. 98 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  9. Davina Anne Gabriel: Letter to LC re:Son of Camp Trans, 27. Januar 2000, archiviert bei eminism.org
  10. Elisabeth: Re: Zusammenfassung ...., Message-ID: msg902686.thr-7d7073.2dc6e4@blackbox.at, 28. Dezember 1998, at.blackbox.meine-meinung.innenpolitik, archiviert in Google Groups
  11. Brigitta Madeleine Woitschig: Gautier-Ewers-Lovecraft: "Im falschen Körper", in: Hans Krah: All-Gemeinwissen: kulturelle Kommunikation in populären Medien (Band 2 von LIMES, literatur- und medienwissenschaftliche Studien, Kiel), Verlag Ludwig, 2001, ISBN 3-933598-22-2, S. 26 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  12. Annamarie Jagose: Queer Theory. Eine Einführung, 2. Auflage, Querverlag, 2001, ISBN 3-89656-062-X, S. 190, 191
  13. paperlined.org: Transgender Divisions., abgerufen am 3. März 2013
  14. Martha Testovich: Feine Differenzierungen. In: Progress. abgerufen am 8. Februar 2013.
  15. a b Horst-Jörg Haupt: Sie sind ihr Gehirn – Transsexualität im Spannungsfeld von Neurowissenschaft und Transphobie. Vortrag auf der Fachkonferenz Trans*Identitäten am 18.10.2012 in Wien (PDF; 405 kB), abgerufen am 11. Februar 2013
  16. Heide Oestreich: Wer wollte das rosa Einhorn? In: taz vom 12. Januar 2012, abgerufen am 2. März 2013
  17. Peter Nowak: Wider den Zwang. In: Freitag vom 27. März 2012, abgerufen am 2. März 2013
  18. Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Januar 2011, abgerufen am 8. Februar 2013
  19. a b Bundesweiter Arbeitskreis TSG‐Reform: Forderungspapier zur Reform des Transsexuellenrechts, 1. Juni 2012, abgerufen am 8. Februar 2013 (PDF; 141 kB)
  20. Cigdem Akyol und Arno Frank: Was wird das denn? In: taz, 2. Juli 2009, abgerufen am 8. Februar 2013
  21. Transphopedia gegen Chelsea Manning, abgerufen am 29. Dezember 2013
  22. a b c d e f Forschungsprojekt Diskriminierung im Alltag. Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft. Abschlussbericht. Eine sozialwissenschaftliche Untersuchung von Sinus Sociovision für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Heidelberg, Juli 2008.pdf
  23. Julia Serano: Rethinking Sexism: How Trans Women Challenge Feminism In: Alternet, 4. August 2008, abgerufen am 3. März 2013
  24. Sandy Stone: The Empire Strikes Back. A Posttranssexual Manifesto. Austin 1993 (PDF; 80 kB)
  25. Janice Raymond: The Transsexual Empire. 1979, S. 101–102 u. S. 104., zitiert in Sandy Stone: The Empire Strikes Back. A Posttranssexual Manifesto. Austin 1993, S. 3 (PDF; 80 kB)
  26. Matt Kailey: Ten Things Not to Say to a Trans Person. In: Tranifesto, abgerufen am 2. März 2013
  27. Matt Kailey: Trans Etiquette for Non-Trans People. In: Tranifesto, abgerufen am 2. März 2013
  28. International Day Against Homophobia & Transphobia, Artikel ILGA, 14.05.2009
  29. Video: Transgenialer CSD In der Gewalthauptstadt auf blu.fm, abgerufen 28. Juni 2010
  30. Website des transgenialen CSD 2010, abgerufen am 28. Februar 2010
  31. Nic: Was Judith Butler empfahl. In: Nic's Bloghaus. 28. juni 2010, abgerufen am 28. Februar 2013
  32. MA Transgender Political Coalition. (2010). Transgender Day of Remembrance.
  33. Millen, L. (20 November 2008). North Carolinians mark transgender remembrance day.
  34. Smith, G. (2010). Biography
  35. Jacobs, E. (18 November 2008). Remembering Rita Hester
  36. Website von transgenderdor.org, abgerufen am 28. Februar 2013
  37. Kristina Stang: Begleitmaterial zur Inszenierung BOYS DON'T CRY in der Regie von Esther Hattenbach, Website des Jungen Staatstheaters Berlin hier direkter download des PDF (PDF; 606 kB), abgerufen am 28. Februar 2013
  38. Boys Don't Cry auf der Website des Staatsschauspiels Hannover, abgerufen am 28. Februar 2013