Forrester – Gefunden!

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Forrester – Gefunden!
Originaltitel Finding Forrester
Produktionsland GB und USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 136 Minuten
Altersfreigabe FSK ab 12
Stab
Regie Gus Van Sant
Drehbuch Mike Rich
Produktion Sean Connery,
Jonathan King,
Laurence Mark,
Rhonda Tollefson,
Dany Wolf
Musik Bill Brown
Kamera Harris Savides
Schnitt Valdís Óskarsdóttir
Besetzung

Forrester – Gefunden! (Originaltitel: Finding Forrester) ist ein britisch-US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2000 über einen afroamerikanischen 16-Jährigen, der in einem zurückgezogen lebenden und verbitterten Weltklasseautor einen Mentor seiner außergewöhnlichen literarischen Fähigkeiten findet.

Handlung[Bearbeiten]

Der begabte afroamerikanische Schüler Jamal Wallace lebt in der Bronx und besucht eine öffentliche Schule, bis nach einem staatlichen Test eine Privatschule auf ihn aufmerksam wird. In dieser Zeit lernt er den zurückgezogen lebenden William Forrester kennen. Dieser hat Jahrzehnte zuvor einen der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts geschrieben, seitdem jedoch kein weiteres Buch veröffentlicht.

Wallace und Forrester freunden sich an. Der Schriftsteller hilft dem Schüler, sein literarisches Talent zu entwickeln. Jamal schreibt übungshalber Texte, indem er den Titel und ersten Absatz von Texten Forresters übernimmt. Jamal reicht einen solchen Text bei einem Schreibwettbewerb der Schule ein. Es stellt sich aber heraus, dass Forresters Originaltext bereits vor Jahrzehnten veröffentlicht worden ist, und Wallace wird von dem neidischen Professor Crawford des Plagiats bezichtigt. Einzig die Erlaubnis des Originalautors könnte ihn vor einer Suspendierung retten, aber dafür müsste er sein Versprechen brechen, niemandem von Forrester zu erzählen.

Jamal hält sein Versprechen. Obwohl Forrester seine Wohnung seit Jahren nicht mehr verlassen hat, erscheint er, auch für Jamal überraschend, in der Schule, um die Angelegenheit selbst aufzuklären. Forrester liest einen Text vor, als wäre er von ihm. Der Text findet großen Beifall und Forrester klärt nun auf, dass ihn Wallace geschrieben hat und reicht diesen für ihn, gegen den Protest von Crawford, beim Wettbewerb ein.

Forrester fährt, von Wallace zu neuen Abenteuern ermutigt, in seine alte Heimat Schottland. Ein Jahr später erhält Wallace mit der Nachricht von Forresters Krebstod das Manuskript seines zweiten Romans mit der Bitte, das Vorwort zu schreiben.

Hintergrund[Bearbeiten]

Dem literaturbegeisterten Connery war dieser Film sehr wichtig. Er war als Co-Produzent auch auf der Berlinale 2001 zugegen. Die Figur des William Forrester ist an den amerikanischen Schriftsteller J. D. Salinger angelehnt.

In diesem Film trifft Sean Connery auf seinen alten Filmwidersacher F. Murray Abraham aus der Umberto Eco-Verfilmung Der Name der Rose. Jamals Bruder, der angehende Musiker Terrell Wallace, wird von US-Hip Hop-Star Busta Rhymes dargestellt. Matt Damon hat gegen Ende des Films einen Kurzauftritt als Rechtsanwalt.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Der Spiegel (9/2001) bezeichnete den Film als eine Kopie des Films Good Will Hunting, der ebenfalls von Gus Van Sant stammt.
  • Die Cinema (3/2001) bezeichnete den Film als stimmungsvoll.
  • Der Stern (10/2001) lobte die Besetzung der Rollen als brillant, kritisierte aber die Längen des Films.
  • Im Rolling Stone Magazin (20. Dezember 2000) bezeichnete Peter Travers den Film als amüsant und berührend (funny and touching).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sean Connery wurde im Jahr 2001 für den Golden Satellite Award nominiert.

Rob Brown gewann den Young Artist Award und den Las Vegas Film Critics Society Award; für den Black Reel Award wurde er nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]