Frühstücksdirektor

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Als Frühstücksdirektor wird umgangssprachlich ein Leitender Angestellter bezeichnet, der in einem Unternehmen oder einer sozialen Institution vom äußeren Status her eine herausgehobene Position innehat, der aber wegen fehlender Entscheidungskompetenzen oder fachlicher Eignung keine wirkliche Führungstätigkeit ausübt.[1][2]

Es handelt sich also um eine repräsentative Funktion für einen Direktor ohne operativen Aufgabenbereich,[3] der nur zum „zweiten Frühstück“ in die Firma kommt oder der lediglich damit beauftragt ist, die Organisation bei Geschäftsessen und Frühstücken mit wichtigen Kunden oder Gästen zu repräsentieren. Häufig handelt es sich dabei um Strohmann-Geschäftsführer (z. B. in Ländern, in denen ein einheimischer Geschäftsführer zwingend vorgeschrieben ist) oder um hochdotierte Versorgungsposten für ehemalige Politiker sowie Verbandsfunktionäre, für mittellose Adlige mit wohlklingenden Familiennamen und Titeln, für prominente Spitzensportler nach Beendigung ihrer Karriere usw. oder auch für Manager auf einer Abschiebeposition. Den Titel Frühstücksdirektor erhalten auch oft Personen in Familienunternehmen, die hauptsächlich aufgrund ihrer verwandtschaftlichen Beziehung zum Unternehmensleiter, nicht aber aufgrund ihrer tatsächlichen Eignung eingestellt wurden.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Eintrag Frühstücksdirektor bei Duden online. Abgerufen am 21. März 2012.
  2. Stichwort Frühstücksdirektor bei Universal-Lexikon. Abgerufen am 14. Dezember 2012
  3. Beispielhaft Teuerster Frühstücksdirektor des Konzerns, in: Spiegel Online. Abgerufen am 14. Dezember 2012.