Frankenroda

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Frankenroda
Frankenroda
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frankenroda hervorgehoben
51.09527777777810.275184Koordinaten: 51° 6′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mihla
Höhe: 184 m ü. NHN
Fläche: 7,02 km²
Einwohner: 340 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99826
Vorwahl: 036924
Kfz-Kennzeichen: WAK, SLZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 028
Adresse der Verbandsverwaltung: Michael-Praetorius-Platz 2
99831 Creuzburg
Webpräsenz: www.vg-mihla.de
Bürgermeisterin: Erika Helbig (parteilos)
Lage der Gemeinde Frankenroda im Wartburgkreis
Kaltennordheim Bad Liebenstein Bad Salzungen Barchfeld-Immelborn Berka/Werra Berka vor dem Hainich Bischofroda Brunnhartshausen Buttlar Creuzburg Dankmarshausen Dermbach Diedorf Dippach Krayenberggemeinde Ebenshausen Empfertshausen Ettenhausen an der Suhl Kaltennordheim Frankenroda Frauensee Geisa Gerstengrund Gerstungen Großensee Hallungen Hörselberg-Hainich Ifta Barchfeld-Immelborn Kaltennordheim Kaltennordheim Kaltennordheim Krauthausen Lauterbach Leimbach Marksuhl Vacha Krayenberggemeinde Mihla Moorgrund Nazza Neidhartshausen Oechsen Ruhla Schleid Bad Liebenstein Seebach Stadtlengsfeld Bad Liebenstein Tiefenort Treffurt Unterbreizbach Urnshausen Vacha Vacha Weilar Wiesenthal Vacha Wolfsburg-Unkeroda Wutha-Farnroda Zella ThüringenKarte
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Frankenroda ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Mihla an.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Frankenroda liegt im Landschaftsschutzgebiet des Werratals. Über dem Ort thront der Mönchsberg, ein nördlicher Seitengipfel des mehrheitlich zu Falken gehörenden Breiten Bergs mit einem kleinen Aussichtsturm. Zu Frankenroda gehört das nördlich des Ortes gelegene Probsteizella.

Kirche Frankenroda

Geschichte[Bearbeiten]

Frankenroda wurde am 10. Juli 1229 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Ludwig der Eiserne wird genannt, als er seinen Besitz des Petersstifts zu Erfurt um einige Ländereien an der Werra zwischen Falken und Frankenroda vermehrt hatte. Zu dieser Zeit waren die Einwohner nach Probsteizella eingepfarrt, da der Ort noch keine eigene Kirche hatte. Um 1715 betrug die Einwohnerzahl von Frankenroda etwa 240 Personen.[3]

Durch Landgraf Balthasar wurde 1392 die Burg Haineck bei Nazza erbaut, die angrenzenden Orte seines Herrschaftsbereiches: Hallungen, Nazza, Lauterbach, Neukirchen, Frankenroda und Ebenshausen wurden zum Burgbezirk der Haineck zusammengefasst, sie bildeten später das Amt Haineck. Nach 1500 erhielten die Herren von Hopffgarten Burg und Amt Haineck als Pfandbesitz und ab 1513 als erbliches Lehen durch den Landesherren, Herzog Friedrich der Weise übertragen. In den folgenden Landesteilungen der wettinischen Gebiete wurde das Amt Haineck und damit auch Frankenroda wegen der Zugehörigkeit zum Hopffgartenschen Gericht stets zum ernestinischen Teil gezählt. Die Hopffgartenschen Gemeinden bildeten so bis 1920 eine Exklave des Gothaer Herzogtums.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Frankenroda setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • CDU: 1 Sitz
  • Wählergemeinschaft: 5 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Erika Helbig wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet Probsteizella befindet sich nördlich der Ortslage und hat eine Größe von 26,9 Hektar. Es wurde am 23. März 1961 ausgewiesen.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Von 1902 bis 1945 hatte Frankenroda eine Bahnhof an der Bahnstrecke Schwebda–Wartha, welche den Ort mit Eisenach, Mihla, Creuzburg, Treffurt, Wanfried und Eschwege verband. Am 3. April 1945 wurden im Rahmen der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs die Werrabrücken der Eisenbahnstrecke bei Mihla, Ebenshausen, Frankenroda und Falken gesprengt. Der Schienenverkehr zwischen Mihla und Treffurt wurde daraufhin nicht wieder aufgenommen. Für den Straßenverkehr ist Frankenroda über eine von der Landstraße L 1016 (Eisenach-Mihla-Mühlhausen) abzweigende Kreisstraße zu erreichen. Durch den Ort verläuft der Werratal-Radweg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 77
  3. [1]
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 25. Mai 2014. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 26. Mai 2014.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  6.  Klaus Schmidt: Der Wartburgkreis. Natur und Landschaft. In: Wartburgkreis (Hrsg.): Naturschutz im Wartburgkreis. 7, Druck und Verlagshaus Frisch, Eisenach und Bad Salzungen 1999, S. 87.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gemeindeverwaltung Frankenroda (Hrsg.): 900 Jahre Frankenroda 1104-2004, Verlagshaus Frisch, Eisenach 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankenroda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien