Franz Gräßel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Franz (Xaver) Gräßel (* 24. November 1861 in Obersasbach in Baden; † 4. März 1948 in Emmering) war ein deutscher Maler, der vor allem als Genremaler bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Gräßel wuchs auf einer Mühle bei Obersasbach auf und besuchte zunächst die höhere Bürgerschule im benachbarten Achern. 1878–1884 studierte er an der Kunstakademie in Karlsruhe bei Conrad Hoff bis zur Meisterabteilung, wo er sich hauptsächlich dem Genre und Porträtfach zuwandte.

1885 wurde er als Lehrer an das Gymnasium zu St. Stephan in Straßburg berufen.[1] 1886–1890 setzte er nach Studienreisen sein Studium bei Wilhelm von Lindenschmit an der Akademie in München fort [2].

In den 1880er Jahren überwogen seine Bilder mit heimatlich-bäuerlichen Motiven. Wegen seiner Vorliebe für das bäuerliche Genre und für Federvieh wurde er der „Entenmaler“ genannt. Gräßel pflegte jedoch auch die Porträt- und Landschaftsmalerei.

Seit 1900 wohnte er in Emmering bei Fürstenfeldbruck, wo sich etliche Künstler angesiedelt hatten, die als „Brucker Maler“ bekannt wurden. 1901 heiratete er Wilhelmine „Minna“ Auguste Müller (1850–1931).[3] Als 1924 die Brucker Künstlervereinigung gegründet wurde, wurde Gräßel ihr Ehrenvorsitzender.

1911 wurde Gräßel durch Prinzregent Luitpold zum königlichen Akademie-Professor an der Akademie der Bildenden Künste München ernannt.

Werke Gräßels befinden sich im Besitz bedeutender Sammlungen wie der Nationalgalerie in Berlin, der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Städtischen Galerien in München, Nürnberg und Freiburg.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1888 Medaille der Akademie in München
  • 1897 Goldmedaille in München für das Genrebild „Bei der Arbeit“, das seine drei Schwestern in der heimatlichen Schwarzwaldstube zeigt.
  • 1903 silberne Medaille in Salzburg
  • 1909 Goldmedaille in München
  • 1910 Goldmedaille bei der Internationalen Ausstellung in Buenos Aires

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Franz Kössler: Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts (PDF; 5,6 MB)
  2. Matrikeleintrag der Akademie der Bildenden Künste München
  3. Brigitte Regler-Bellinger: Familien Detzner und Müller.