Freischneiden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Beispiel einer Welle

Unter dem Freischneiden (oder Freimachen) von Körpern versteht man einen Vorgang in der Statik zur Berechnung der an ihnen angreifenden Kräfte und Momente.[1] Das freigeschnittene Problem wird Freikörperbild genannt.[2]

Ein Körper bzw. ein System (zum Beispiel Stab, Welle, Hebel, Feder) wird dabei von der Umgebung virtuell gelöst. Dabei werden Lager, Gewichte, Poller und andere an das System angreifende Körper, die einer Kraft entgegenwirken oder ein Moment aufnehmen, durch einheitliche Symbole ersetzt. Bestandteile des Systems, die keinen Einfluss auf das Kräfteverhältnis haben, werden nicht eingezeichnet. Weiterhin werden Kräfte und Momente, die aus der Umgebung auf das System einwirken, durch zum Beispiel Kraftvektoren erfasst sowie Abmessungen und Entfernungen angezeichnet.

Der Körper hat nach diesem Vorgang keine „Berührung“ zur Umgebung. Das Resultat ist ein vereinfachtes Modell des Systems, an dem sich leicht Zusammenhänge zwischen Kräften und Momenten aber auch Kraftverläufe im System erkennen bzw. ablesen lassen.

Dem Vorgang wird in der Lehre der Statik eine große Bedeutung beigemessen.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Bruno Assmann, Peter Selke: Technische Mechanik. 18. Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2006, ISBN 3-486-58010-8, 9783486580105.
  2. Dietmar Gross, Werner Hauger, Jarg Schrader, Wolfgang A Wall: Technische Mechanik: Band 3: Kinetik. Springer DE, 26. Juni 2008, ISBN 978-3-540-68422-0, S. 191– (Zugriff am 9. Februar 2013).
  3.  Romberg, Hinrichs: Keine Panik vor Mechanik. 6. Auflage. Vieweg Verlag, Wiesbaden 2008.