Freitag der 13. – Das letzte Kapitel

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Filmdaten
Deutscher Titel Freitag der 13. – Das letzte Kapitel
Originaltitel Friday the 13th: The Final Chapter
Freitag 4.jpg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 18 (beschlagnahmt)
Stab
Regie Joseph Zito
Drehbuch Barney Cohen
Produktion Frank Mancuso Jr.
Musik Harry Manfredini
Kamera João Fernandes
Schnitt Joel Goodman
Besetzung

Freitag der 13. – Das letzte Kapitel (Originaltitel: Friday the 13th: The Final Chapter) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1984 von Joseph Zito. Der Film ist der vierte Teil der Horrorfilm-Serie Freitag der 13..

Handlung[Bearbeiten]

Der Film schließt genau an die Handlung des dritten Teils an. Während der Killer Jason für tot befunden wird und von der Polizei in die Leichenabteilung des anliegenden Krankenhauses gebracht wird, bezieht der 12 Jahre alte Tommy mit seiner Mutter und Schwester Trish ein Ferienhaus. Direkt daneben ist ein weiteres Ferienhaus, welches von einer Gruppe Jugendlicher als Unterkunft bezogen wird.

Der Killer Jason ist in der Zwischenzeit wieder lebendig geworden und bringt bei seiner Flucht aus dem Krankenhaus einen Pfleger und eine Krankenschwester um. Nun sinnt er auf Rache und macht sich auf den Weg zum berüchtigten „Crystal Lake“. In der Nacht feiern die Jugendlichen im Haus eine Party und zwei von ihnen werden ermordet. Samantha liegt draußen im Schlauchboot auf dem See und wird von unten aus dem Wasser erstochen. Ihr Freund findet die Leiche und will ans Ufer flüchten. Dort wird er aber durch einen Harpunenschuss in die Genitalien getötet. Nun befinden sich noch zwei Pärchen in der Blockhütte. Zuerst wird Jimmy mit einem Korkenzieher getötet, dann wird Tina aus dem ersten Stock geworfen und Ted mit einem Messer im Hinterkopf erstochen. Die letzten zwei Jugendlichen tötet Jason mit Axt und seiner bloßen Hand. Im Nebenhaus sind Tommy und seine Schwester noch am Leben, die Mutter wurde von Jason jedoch schon getötet.

Als Tommy und Trish ihre tote Mutter finden, bricht Panik aus und sie verschanzen sich im Haus. Als eine Leiche durch die Scheibe geworfen wird, tritt auch schon Jason auf. Tommys Schwester wird von Jason gejagt und kann ihn kurz außer Gefecht setzen, indem sie ihn mit einem Fernseher bewirft. Doch dieser rafft sich gleich zu einem neuen Angriff auf. Im letzten Moment kann ihr aber Tommy helfen. Dieser rasiert sich die Haare ab, so dass er wie der ertrunkene junge Jason aussieht, den er von alten Zeitungsberichten her kennt. Dadurch ist Jason so abgelenkt, dass Tommys Schwester die Gelegenheit bekommt, Jason mit einer Machete die Maske vom Kopf zu schlagen. Dann greift Jason Trish an, doch Tommy greift die Machete und schlägt mehrmals auf Jason ein. Am Ende des Filmes sieht man Trish im Krankenbett liegen, in ihrem Zimmer befinden sich ihr Arzt, ein Polizist, sowie eine Krankenschwester, welche allesamt nach draußen gehen, da Trish verlangt hat mit ihrem Bruder zu sprechen. Nachdem sich die Geschwister umarmt haben und Tommy mit einem seltsamen, unergründlichen Blick in die Kamera sieht, ist der Film beendet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Produktionskosten zum Film betrugen lediglich 1,8 Millionen US-Dollar, dennoch wurde der Film an den Kinokassen zum Erfolg. Er spielte in den USA 32,9 Millionen US-Dollar ein, international inklusive des Erlöses aus DVD- und Videoverkauf knapp 90 Millionen US-Dollar.

In Deutschland ist der Film, wie auch schon der dritte Teil, nicht erhältlich: Er ist bundesweit beschlagnahmt. In Frankreich ist der Film, ebenfalls wie der Vorgänger, ab 12 und in Italien ab 14 freigegeben. In Deutschland wurde die Videofassung beschlagnahmt, obschon die Veröffentlichung bereits um die brutalsten Morde geschnitten war.

Wie bereits der dritte Teil, ist auch dieser im Ausland mit deutscher Sprachfassung auf DVD erschienen. Zum Teil sind ebenfalls auch jene DVDs bundesweit beschlagnahmt, trotz der ausländischen Herkunft. In Deutschland erschien der vierte Teil nicht auf DVD. Im Juni 2010 wurde der Film auf Liste B folgeindiziert, das bedeutet, er bleibt für weitere 25 Jahre bundesweit beschlagnahmt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Wie heißt es doch so schön: Ein Nachzieher kann die Qualitäten des Originals schwerlich je erreichen. Das kann man von diesem Produkt jedoch kaum behaupten: Es ist ebenso minderwertig wie das blutrünstige Spektakel, auf dem es aufbaut.“

Das Lexikon des Horrorfilms[1]

„Stupide Blutoper mit ein paar Sexeinlagen.“

Lexikon des internationalen Films[2]

Trivia[Bearbeiten]

Ted White hat 1987 in einem Interview verraten, dass er sich im Nachhinein mit seiner Rolle als Jason etwas unwohl gefühlt hat. Aus diesem Grund bestand er darauf, nicht im Abspann des Films erwähnt zu werden.[3] Anfragen, auch in den weiteren beiden Teilen Jason Voorhees zu spielen, lehnte er ab, was er nach eigener Aussage später bereut haben will.[3] Während seiner Laufbahn als Stuntman, was seiner eigentlichen Profession entspricht, doubelte er unter anderem Hollywood-Stars wie Clark Gable, Lee Marvin und John Wayne.[3]

Computerspiel[Bearbeiten]

Zu dem Film wurde 1985 von Domark ein Computerspiel mit dem Titel Friday the 13th für den Commodore C64, das NES und den ZX Spectrum veröffentlicht. Als Bonus lag dem Spiel ein Beutel Filmblut bei.

Die Aufgabe des Spielers ist es, durch die Landschaft des Ferienortes Crystal Lake zu laufen, Jason zu finden und zu töten, bevor er einen selber oder zu viele seiner Freunde tötet. Diese Prozedur muss der Spieler mit mehreren Spielfiguren durchführen, um das Spiel zu gewinnen. Der Spieler kann sich frei auf der aus 20 Bildschirmen bestehenden Welt von Crystal Lake bewegen. Die Lebensenergie aller Urlauber wird in der Form von Jasons Eishockeymaske angezeigt. Wenn der Spieler einen Bildschirm mit einer Leiche betritt, wird manchmal eine von zwei schockierenden Grafiken, untermalt mit einem Todeskreischen, eingeblendet.

Neben dem Todeskreischen kommen folgende Melodien vor:

  • Wachet auf, uns rufet die Stimme (BWV 645) – Johann Sebastian Bach
  • Hochzeitsmarsch (Sommernachtstraum) – Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Toccata und Fuge in d-Moll (BWV 565) – Johann Sebastian Bach
  • Teddy Bears' Picnic – John W. Bratton
  • The Adventures of Robin Hood – Carl Sigman
  • Old McDonald Had A Farm – Kinderlied
  • Trauermarsch (Dritte Symphonie „Eroica“, Op.55) – Ludwig van Beethoven

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Das Lexikon des Horrorfilms. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1989, ISBN 3-404-13175-4, S. 172.
  2. Freitag der 13. – Das letzte Kapitel im Lexikon des Internationalen Films
  3. a b c Ted White Biografie auf imdb.com