Friedrich Haase (Schauspieler)

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Friedrich Haase
Friedrich Haase (1887, gezeichnet von C.W.Allers)

Friedrich Ludwig Heinrich Haase (* 1. November 1825 in Berlin; † 17. März 1911 ebenda) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor.

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater war der erste Kammerdiener Friedrich Wilhelms IV., und als Patenkind des Königs genoss er eine sehr sorgfältige Erziehung. Der König empfahl den zur Bühne strebenden jungen Mann an Ludwig Tieck, und in Tiecks Salon legte Haase seine erste Talentprobe ab, indem er Goethes Erlkönig deklamierte. Nach zwei Jahren Ausbildung unter Tiecks Leitung erhielt er sein erstes Engagement 1846 in Weimar. Nach einem (vom König gewünschten) Gastspiel in Berlin erhielt er ein Engagement in Prag, wechselte dann zu Eduard Devrient in Karlsruhe (1852) und nach München zu Franz von Dingelstedt (1853 bis 1855).

Grab von F. Haase

Friedrich Haase spielte unter anderem 1869 am Königlichen Schauspielhaus in Berlin, 1888 am Berliner Theater sowie an der deutschen Bühne in Sankt Petersburg. Er war Intendant des Leipziger Stadttheaters, heute Opernhaus Leipzig, von 1870 bis 1876.[1] Von 1883 bis 1884 war er als Gesellschafter an der Gründung des Deutschen Theaters in der Schumannstraße in Berlin beteiligt.

Er liegt auf dem Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor in Berlin begraben. Sein Grab wurde in den 1980er Jahren restauriert. Es besteht aus einer Granitgrabplatte mit Porträtreliefs aus Marmor. Friedrich Haase war von 1878 bis 1911 Träger des Iffland-Ringes. Der Mythos um den Ring geht teilweise auf ihn zurück. Die Haasestraße in Berlin-Friedrichshain, die die Revaler Straße und die Simplonstraße verbindet, ist nach ihm benannt.

Porträtmedaille[Bearbeiten]

  • 1905, Bronzemedaille, 55 mm, Medailleur: Max Klein. Vorderseite: Kopfbildnis nach links, ohne Schrift. Rückseite: Zwischen zwei unten gekreuzten Lorbeerzweigen 6 Zeilen Text: DEM / ALTMEISTER / FRIEDRICH HAASE / ZUM 80. GEBURTSTAGE / 1. NOV. 1905 / SEINE KUNSTGENOSSEN. Literatur: Sammlung Marienburg Nr. 10760.

Werke[Bearbeiten]

  • Ungeschminkte Briefe. Heinrich Minden, Dresden und Leipzig 1883.
  • Was ich erlebte 1846–1896. Bong, Berlin 1897.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helene Tank-Mirow: Geschichte des Schweriner Hoftheaters 1855–1882. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 88, 1924, S. 59–107.