Frontmotor

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Schema eines Frontmotors bei Hinterradantrieb

Frontmotor ist die Bezeichnung für einen Motor, der im Vorderteil, also im Bereich der Vorderachse, eines Kraftfahrzeugs eingebaut ist. Das ist die bei Personenkraftwagen am häufigsten angewandte Bauweise. Außer dem Frontmotor gibt es noch den zwischen beiden Achsen platzierten Mittelmotor und den Heckmotor auf oder hinter der Hinterachse.

Obwohl bei einem Frontantriebsfahrzeug mit Getriebe vorne und dem Motor hinter der Vorderachse der Motor zwischen den Achsen liegt, wird dies nicht Mittelmotor genannt.

Bauformen[Bearbeiten]

Frontmotor quer[Bearbeiten]

In Kleinwagen und Fahrzeugen der unteren Mittelklasse mit Frontantrieb hat sich die Bauweise mit nebeneinander angeordnetem Motor und Getriebe (in der Regel vor oder über der Vorderachse) durchgesetzt, was einen kurzen Motorraum ermöglicht. Es gibt auch Fahrzeuge mit dieser Motoranordnung und Allradantrieb (z. B. VW Bus T4 Syncro), was jedoch einen aufwendigen Antriebsstrang erfordert. Früher gab es auch Modelle mit dem Getriebe in der Ölwanne (BMC, Peugeot), die sich jedoch nicht durchsetzten.

Frontmotor längs[Bearbeiten]

Bis in die 1930er-Jahre hatten die meisten Fahrzeuge Frontmotoren hinter der Vorderachse und Hinterradantrieb. Das wurde auch „Standardantrieb“ genannt. Für Fahrzeuge dieser Bauart findet sich seit den 1990er Jahren die Bezeichnung Frontmittelmotor. Das Getriebe kann direkt mit dem Motor verblockt sein, wurde aber auch getrennt eingebaut: entweder unter der vorderen Sitzreihe (zum Beispiel im BMW 501/502) oder mit dem Achsantrieb und Differential in einem Gehäuse vereinigt als „Transaxle“ vor oder hinter der Hinterachse. Dann ist die Antriebswelle zum Getriebe nicht so hoch beansprucht und kann leichter als eine Kardanwelle zwischen Getriebe und Differential ausgeführt werden.

Bei Frontantrieb mit Motor hinter der Achse saß das Getriebe vor (Stoewer, Adler, Citroën Traction Avant), aber auch hinter der Achse. (Cord) Die Bauweise mit Motor hinter der Achse wird seit den 1990er Jahren nicht mehr angewandt.

Bei Fahrzeugen mit Hinter- oder Allradantrieb, seit Ende des 20. Jahrhunderts vorwiegend in Fahrzeugen der oberen Mittelklasse und Oberklasse, ist der Motor längs über der Vorderachse eingebaut, das Getriebe dahinter oder als Transaxle an der Hinterachse. Diese Motoranordnung wurde nur selten bei Frontantriebsfahrzeugen verwendet. Das Getriebe liegt dabei in der Regel neben (Cadillac Eldorado) oder unter dem Motor (VW K 70, Saab 99), der dann stark geneigt eingebaut ist, um Höhe zu sparen.

Bei vielen frontgetriebenen Modellen mit längs eingebauten Motoren sitzt der Motor vor der Vorderachse und das Getriebe dahinter. Dabei wurden vergleichsweise kurze Boxer- und V-Motoren bevorzugt (Citroën, Panhard, Lancia, Ford, Alfa Romeo), um den vorderen Überhang nicht zu groß und das Fahrzeug nicht kopflastig zu machen. Reihenmotoren vor der Achse gab es zunächst nur mit drei Zylindern und dem Kühler hinter dem Motor. (SAAB, DKW) Seitdem wurden aber auch größere Motoren vor die Vorderachse gesetzt, inzwischen gibt es diese fast nur noch mit Allradantrieb (Audi).

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Hermann Braess, Ulrich Seiffert: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik. 2. Auflage, Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden, 2001, ISBN 3-528-13114-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Frontmotor – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen